Wer wird denn immer über die Verrohung der Sitten in Deutschland klagen? Gutes Benehmen wird jetzt auch im Internet gelehrt. Zum Beispiel wie man sich bei einer richtig noblen Einladung verhält. Fragt sich nur, ob die Zielgruppe da auch reinschaut.
Monthly Archives: Februar 2006
In der heißen Zone
Der Journalist und Kriegsberichterstatter Kevin Sites hat sich ein Ziel gesetzt: Aleine, innerhalb eines Jahres, alle Orte aufzusuchen, an denen bewaffnete Konflikte stattfinden. Über die Menschen, die er dort trifft, ihre Geschichten und Erlebnisse berichtet er auf hotzone.yahoo.com. Diese Woche ist Kevin Sites in Israel und den palästinensischen Gebieten unterwegs.
Krieg der Karikaturen
Der israelischer Künstler und Comic-Autor, Amitai Sandy, hat als Antwort auf den Aufruf einer iranischen Zeitung, Holocaust-Karikaturen einzusenden, auf seine Weise reagiert: Er hat einen anti-semitischen Cartoon-Wettbewerb ausgerufen
Voraussetzung zum mitmachen: Man muss Jude sein. Die Begründung von Sandy: “Wir werden der Welt zeigen, dass wir die besten, treffendsten, beleidigendsten und anti-jüdischsten Karikaturen aller Zeiten veröffentlichen können. Kein Iraner wird uns auf unserem eigenen Rasen schlagen.”
In einem Radiointerview sagte Sandy, dass er viele zustimmende Mails erhalten habe. Es sei ein gutes Zeichen, Gewalt und Hass mit Selbstironie zu begegnen. Dies sei eine gute jüdische Tradition.
Eine Karikatur, die bereits zu sehen ist, zeigt Moses auf dem Berg Sinai. Die Beschreibung: “Moses gibt den Juden das geheime elfte Gebot.” Auf der Steintafel, die er in der Hand hält, steht: “P.S. Vergesst nicht, die weltweiten Medien zu kontrollieren.”
Karikaturen – die andere Seite
Während sich die moslemische Welt über die Karikaturen aus Dänemark und inzwischen auch über die aus dem “Tagesspiegel” aufregt, hat Memri mal zusammengestellt, welcher antisemitische Müll sich so in iranischen Zeitungen ansammelt. Von Massendemonstrationen dagegen ist bislang nichts bekannt.