Aufgabenstellung: Lesen Sie den folgenden Text und ziehen Sie logische Schlüsse.
Wenn der Papst sagt, irgendwie sei der Islam ja doch eine agressive Religion, die den Glauben mit dem Schwert verbreitet, dann ziehen tausende Moslems auf die Straße, schimpfen und drohen und hier und dort wird auch mal eine Kirche angezündet. Nur zum Beweis für die eigene Friedfertigkeit, vermutlich.
Monthly Archives: September 2006
A tribute to Valsa Raju

If you don’t speak German, please use AltaVista’s automatic translator Babelfish and direct it manually to the url www.streim.de/2006/09/11/a-tribute-to-valsa-raju/. I wanted to use a translation button for this webpage, but it didn’t work. Sorry for the inconvenience.
Am 20. Juni las ich in einem Blog über ein Projekt mit dem Namen “2996″. Das Ziel: Am 11. September 2006 sollte in 2996 Blogs je einem der Opfer der Terroranschläge von 9/11 vor fünf Jahren gedacht werden. Da wollte ich aus einem Bauchgefühl heraus sofort mitmachen. Ich habe Valsa Raju nicht gekannt und wenn wir uns auf der Straße begegnet wären, wir wären uns gegenseitig wohl nicht aufgefallen. Doch hätten wir uns irgendwo irgendwie getroffen, wer weiß, vielleicht hätten wir uns gut verstanden, miteinander gelacht. Wer weiß. Wir werden es nicht mehr erfahren.
Im Internet ist nicht sehr viel über Valsa Raju zu finden. Auf der Erinnerungsseite ihrer Familie gibt es viele Bilder, die den Eindruck einer freundlichen, lebenslustigen und tatkräftigen Frau und Mutter vermitteln. Das Gästebuch ist geschlossen, so dass wir nicht nachlesen können, was ihre Nächsten über sie gedacht haben. Valsa Raju war vermutlich einfach eine ganz normale Frau mit einer, für New York, ganz gewöhnlichen Biographie.
Sie wurde am 28. Mai 1961 in Ranni, Indien geboren. Ihre Eltern, George Puliyilethu und Sosamma George, waren sicher sehr stolz auf sie – auch als sie 1984 ihren Bachelor-Abschluss in Rechnungslegung bekam. 1985 zog Valsa Raju zu ihrer Schwester Annamma Thomas nach New York. Sie arbeitete viel und hart, das berichten alle über sie. 1991, am 19. Oktober, heiratete sie ihren Mann Raju Thankachan. Zusammen hatten sie zwei Kinder, eine Tochter Sonia Raju (die 2001 neun Jahre alt war) und einen Sohn Sanjay Raju, damals fünf Jahre alt.
Die New York Times wusste von ihr zu berichten, dass sie das Haus jeden Morgen sehr früh verlassen musste, um rechtzeitig zur Arbeit bei Carr Futures in New York, in ihrem Büro im 92. Stock des ersten Turm des World Trade Center, zu sein. Sie wird als “model employee”, als Vorzeigebeschäftigte, bezeichnet, die zudem, wenn sie abends nach der Arbeit gegen 18 Uhr zu Hause ankam, noch den Haushalt schmiss. Einen Teil der Freizeit verbrachte sie in ihrem kleinen Garten, hinter ihrem Haus in Yonkers, NY. Dort baute sie Tomaten, Pfeffer, Auberginen und anderes Gemüse an. “Sie baute all das Gemüse, das wir das ganze Jahr über brauchten, selbst an”, sagt ihr Mann. Und: Das wichtigste sei ihr gewesen, eine bessere Zukunft für ihre beiden Kinder zu erarbeiten.
Sie sei sicherlich nicht gefährlich für irgendjemanden gewesen, schreibt Melvin Durai über Valsa Raju, ihre Freunde hätten sie allesamt als “harmlos” angesehen, sogar jene, die schon einmal ihr Curry probiert hatten.
Am 11. September 2001 ging Valsa Raju wie gewöhnlich um 6.45 Uhr morgens aus dem Haus – und kehrte nie zurück.
“It is in dying that we are born to eternal life – St. Francis of Assisi” Das steht auf der Website, die an sie und ihr Leben erinnern soll. Sie, und die 2995 anderen, werden nicht vergessen.
Gequirlte Schafscheiße
Gestern habe ich noch über die Formulierung im Blog Lummaland gegrinst, dass Nico Lumma noch nie “so viel gequirlte Schafscheisse” in einem Artikel gelesen habe, wie von Ex-Kriminaloberrat Elmar Salgmann in der “Welt”. “Gequirlte Schafscheiße”, habe ich mir gedacht, ist doch ein mächtiger Kraftausdruck – und genau der kam mir heute in den Sinn, als ich die folgende Pressemeldung des “Deutschen Friedensrates” im Email-Postfach fand:
Der Deutsche Friedensrat hat soeben beim Verwaltungsgericht Berlin Klage gegen das Land Berlin erhoben. Mit dem Bescheid des Polizeipräsidenten in Berlin vom 10.08.06 war das Zeigen von Hisbollah-Fahnen und Bildern des Generalsekretärs der Hisbollah Sayyid Hassan Nasrallah untersagt worden.
Und das war, man kann es nicht anders sagen, eine ziemlich gute Idee von Innensenator Körting (SPD), der ja ansonsten häufig auch Ideen ganz anderer Qualität hat. Doch den “Friedensfreunden” um Hans-Peter Richter gefällt dieses Verbot nicht, denn
Israel hat einen Aggressionskrieg gegen den Libanon begonnen, ohne sich um das Völkerrecht und die UNO zu scheren, die einzig und allein für Gewaltmaßnahmen zuständig ist. Damit hat es ein schwerwiegendes Kriegsverbrechen begangen
Wohingegen natürlich die Freunde der Friedensfreunde, die Hisbollah-Terroristen, sich strikt an das Völkerrecht hielten und zuvor die Uno gefragt haben, bevor sie den Norden Israels in den vergangenen Monaten mit Raketen beschossen und dann, als Auslöser des Konflikts, eine israelische Militärpatrouille überfielen, Soldaten töteten und entführten sowie nordisraelische Städte mit einem Raketenhagel eindeckten. Wie dumm muss man als Hans-Peter Richter eigentlich sein, um sowas oder soetwas ähnliches “denken” zu können? Aber in der Pressemitteilung geht es ja noch weiter:
Zudem wird die Hisbollah auf ihre Kriegshandlungen reduziert und mit ungesicherten Zitaten dämonisiert. Dabei sehen viele unabhängige Experten in der Hisbollah einen stabilisierenden Faktor, deren Einbeziehung in den Friedensprozess dringend geboten ist.
In Wahrheit ist die Hisbollah ja eigentlich eine verkappte Friedenstruppe, die nur deshalb mit den Raketen rumgeballert hat, weil halt noch welche übrig waren, vom letzten Krieg. Aber eigentlich würde sie viel lieber stabilisierende Politik machen und so einen ordentlichen Friedensprozess durchziehen. Das denken die Friedensfreunde vom Ratschlag. Halt nur ohne Juden. Im nahen Osten – und anderswo. Das denkt die Hisbollah. Tja, und was ihre Freunde von der Friedensfront denken, das kann man sich da auch nur denken. Aber eigentlich will man das gar nicht.
Gequirlte Schafscheiße riecht ganz schön streng nach brauner Kacke.
Tags: Friedensratschlag, Hisbollah, Hans-Peter Richter, Israel, Libanon
Nix Glanz, nix Ruhm
Passend zum letzten Eintrag gibt’s in der aktuellen Ausgabe der Jungle World einen Artikel von Geert Lovink über den Hype rund um Web2.0.
Darin heißt es:
Gleichzeitig führt die mangelnde Vielfalt ökonomischer Modelle dazu, dass man sich stillschweigend weigert, tragfähige Lösungen für (neue) Professionelle zu entwickeln, die zwar jenseits der Copyright-Struktur arbeiten, gleichzeitig aber verzweifelt versuchen, von dieser Arbeit zu leben. Carr verteidigt die seriös recherchierenden Journalisten, die in der Medienindustrie beschäftigt sind: »In seinem Artikel ›We Are the Web‹ schreibt Kevin Kelly, ›die Online-Kultur ist die Kultur, weil sie mühelos produziert und verbreitet werden kann.‹ Ich hoffe, dass er damit falsch liegt, befürchte aber, dass er Recht hat – oder ihm die weitere Entwicklung Recht geben wird.«
Mir geht es in diesem Zusammenhang darum, wie man das Loblied auf den Amateur in Frage stellen kann – aber nicht aus der Perspektive des bedrohten Establishments, sondern aus der Perspektive der kreativen (Unter-)Klasse, der virtuellen Intelligenzija, des Prekariats, der Multitude, der neuen Medienarbeiter, die ihre soziale Stellung professionalisieren wollen. Was wir brauchen, sind ökonomische Modelle, die ambitionierten Amateuren dabei helfen, von ihrer Arbeit zu leben.
Doch am Ende könnte sowieso alles ganz anders sein:
So gesehen ist der »beharrliche Nihilismus« der Blogsphäre vielleicht schon Geschichte, denn oftmals vertragen sich »Aufrichtigkeit« und Image nicht. Zyniker behaupten, Blogs hätten nie einen anderen Zweck gehabt, als der Medienindustrie einen Talentpool zu verschaffen. Das kommt nicht nur der Medienindustrie zugute, die einzelne Talente unter Vertrag nimmt, sondern gefährdet auch die Position von Journalisten, die nicht den Anforderungen entsprechen – sie werden gefeuert. So wird am Ende nicht die Welt der Blogs gestärkt, sondern die Medienindustrie.
Das heißt, Blogs, Web2.0 & Co. alles nur ein riesiges Assessment-Center für die Verlage. Auch keine hübsche Vorstellung.
Tags: Jungleworld, Jungle World
Reschpeckt, bitte
Thomas Knüwer verweist auf einen netten Artikel in “Wired” der – unter anderem – erklärt, was so ein Blog-Ding eigentlich ist:
“”Blog” itself is short for “weblog,” which is short for “we blog because we weren’t very popular in high school and we’re trying to gain respect and admiration without actually having to be around people.”"
Reschpeckt und Bewunnerung, wat’n sonst?
Tags: Definition, Blog, Weblog
Murphy kommt zum Frühstück
Heute Morgen war Murphy bei mir zu Besuch. Ich hatte am Vorabend eine Mail an ein Hotel geschrieben, aber nur eine Fehlermeldung zurückbekommen: Postfach übergelaufen. Nicht sehr vertrauenserweckend, aber okay. Also auf low-tech umgestiegen – wofür habe ich mir schließlich mal ein Faxgerät gekauft, dass ich sonst so selten benutze, dass das gesamte Faxjournal noch immer auf eine Seite passt? Das Fax ging raus und ich ins Bett.
Heute Morgen vom Rattern des Faxes geweckt. Ah – schon eine Antwort. Doch dann: nervtötendes Piepen. Dauerpiepen. Aufgestanden… und da war Murphy. Wenn man einmal das Fax wirklich braucht, ist der Film (also praktisch: der Toner, die Tinte) leer. Das angekommene Fax ist, so zeigt das Gerät an, im Speicher. Prima. Also einen der beiden Reserve-Filme ausgepackt und eingelegt. Oder so ähnlich. Blöde Bedienungsanweisung, fummelige japanische Bauweise. Grummel. Am Ende: Film drin. Fax wieder zu.
Auf Start drücken um das Fax auszudrucken. Knirschen und Knarren. Das war nix. Eine leere Seite kommt raus und die neue Filmrolle ist im Inneren zerrissen. Super. Irgendwas falsch gemacht, offenbar, hmmm…? Was hilft’s, also die zweite Rolle eingelegt, einfach mal andersrum. Sieht irgendwie genauso aus. Geht aber. Nur… jetzt ist kein Fax mehr im Speicher. Das Gerät denkt, die leere Seite war’s schon. Prima. Journal ausdrucken um zu sehen, woher das Fax denn wirklich kam. Ausdruck geht, also ist der Film richtig drin. Und das Fax war vom Hotel. Also wieder ein Fax aufgesetzt, sorry, hatte Probleme mit der Technik etc., bitte können Sie nochmal senden?
Dauert nur fünf Minuten. Dann kommt ein Fax: Habe Ihnen meine Antwort auch per Email geschrieben, unser System geht wieder.
Ich hab dann Kaffee getrunken. Ohne Murphy. Den hab ich vorher vor die Tür gesetzt.
Tags: Fax, Email, Murphy, Murphy’s Law
Aufgebohrt
Gestern Nacht bis drei Uhr an WordPress rumgeschraubt. Nachdem das mobile Bloggen via Palm mit den Programmen mo:Blog und u*blog nicht funktioniert, weil die offenbar gar keine Umlaute kennen, habe ich mir mal das Plugin “WP-MailBlog” installiert. Prima Sache, jetzt kann ich per Mail bloggen und dabei sogar Fotos mitschicken, die passend hochgeladen und angezeigt werden. Absolut problemlose Installation.
Und nachdem mein Design auf dem Palm Treo mit dem Browser Blazer so gar nicht anzuschauen war, hab ich nach etwas suchen das wunderschöne WordPress-Plugin “WordPress Mobile Edition” installiert. Völlig problemlos, nach Aktivierung werden mobile Geräte automatisch erkannt und bekommen eine einfache Ansicht verpasst.
Noch eine kleine Ergänzung in wp-mobile.plugin.php vorgenommen, damit ich auch von unterwegs das Mailblog aktivieren kann:
$pages_to_exclude = array('wp-mobile.php'
,'wp-comments-post.php'
,'wp-mail.php'
,'wp-mailblog.php'
,'wp-admin'
);
Man kann allerdings die wp-mailblog.php auch automatisch regelmäßig aufrufen lassen, zum Beispiel via Cronjob.de.
Tags: WordPress, Plugins, wp-mailblog, wp-mobile, Moblog, Moblogging
Error 404
Mal ein wenig im Internet den Urlaub vorbereitet. Erschreckend, wie sich da viele Unternehmen, die mein Geld wollen, präsentieren. Da gibt es Buchungsseiten von Hotels, die nach länglicher Abfrage aller meiner persönlichen Daten inklusive Kreditkarteninfos beim Klick auf Buchen mit einer Fehlermeldung verschwinden. Oder Hotels, die einem ausführlich und plastisch die verschiedenen Zimmerkategorien vorstellen, allerdings nur einen Bruchteil davon in der am Ende der Seite angezeigten Buchungsmaske auch reservieren lassen.
Und bei einer Hotelkette kommt die E-Mail-Anfrage aus dem Kontaktformular nach wenigen Augenblicken mit der (wenig) vertrauenserweckenden Mail-Delivery-Failure-Meldung “Over quota” wieder zurück. Immerhin das von mir daraufhin versendete Fax wurde von der Gegenseite angenommen – Papier scheinen sie noch zu haben.
Wirklich prima fand ich dann aber den Autoverleiher “Budget”. Nicht nur, dass man auf der ganzen Seite vergeblich sucht, ob denn nun in der Vollkasko- und Haftpflichtversicherung eine Form von Selbstbeteiligung eingeschlossen ist – mit solchen Details hält man sich da nicht auf -, nein, auch der Versuch, das einfach mal loszufragen ist zum Scheitern verurteilt. Denn ein Klick auf den prominent platzierten Kontakt-Link führt nur zu diesem Ergebnis:
Klapp. Klapp. Klapp. Möchte man da applaudieren. Und das Geschäft und meine Euro gehen an eine Firma, die ihren Internet-Auftritt im Griff hat.
Nachtrag 6.9.2006, 15:50 Uhr: Ich hatte eine kurze Mail mit einem Hinweis auf die fehlende Kontaktseite an die einzige für mich auffindbare Email-Adresse via Impressum der deutschen Budget-Seite losgeschickt – und diese Antwort erhalten:
vielen Dank für die Information.
Gerne geben wir diese weiter an unsere Kollegen in den USA, da wir leider mit dem Aufbau und der Instandhaltung der amerikansichen Internet Seite nichts zu tun haben.
Wenn sie uns Ihre Frage mitteilen, leiten wir diese gerne an die Kollegen weiter.
Dem normalen Nutzer (also mir) ist allerdings gar nicht ersichtlich, dass es sich um die US-Seite handelt, es ist der Bereich, den man als deutscher Kunde ansteuern muss, falls man ein Auto im Ausland mieten will. Aber im Endeffekt sagt Budget Deutschland ja auch nur, dass man ein großer Konzern sei – dem Kunden aber gerne hilft, irgendwie seine Frage bei irgendwem loszuwerden. Das ist mehr als manche andere Firma tut, angesichts der großen Konkurrenz im Internet, wo viele Kunden (wie etwa ich) dann etwas buchen, wenn es schnell gehen soll, aber wohl zu wenig.
Tags: Budget, Internetauftritte, Peinlichkeiten
Allah u akbar
Wie blöd können Menschen eigentlich sein? Einem Bericht des englischen “Telegraph” zufolge hat ein türkischer Schulbuchverlag ein paar Klassiker der Weltlitaratur islamisiert. Da konvertiert dann Aramis in den “Drei Musketieren” zum Islam, Pinocchio ruft “bei Allah, gib’ mir ein Stück Brot” und auch Heidi in den Schweizer Bergen findet Ruhe im Gebet zu Allah.
Immerhin wissen wir jetzt, warum der Alm-Öhi einen Bart hat – aber für die Verfilmung werden ihm wohl solche durchgeknallten Islamo-Literaturfälscher noch einen Turban aufsetzen.
Mit Dank an Dave für den Hinweis.
Tags: Islam, Heidi, Pinocchio, Drei Musketiere
Unleserlich
Tja, die Umlaute im letzten Beitrag “Ungesagtes (1)” sind leider unleserlich. Offenbar kann das eigentlich ganz gute Palm-Programm Mo:blog keine UTF-8-Zeichenkodierung, sondern jagt alles als ISO-Zeichen raus. Blöd. Blöd vor allem auch, dass ich auf meine Mail mit einer entsprechenden Frage und möglicher Abhilfe noch keine Antwort bekommen habe.
Tags: UTF-8, Moblog, mo:Blog, Zeichensalat

