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A tribute to Valsa Raju

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Am 20. Juni las ich in einem Blog über ein Projekt mit dem Namen „2996“. Das Ziel: Am 11. September 2006 sollte in 2996 Blogs je einem der Opfer der Terroranschläge von 9/11 vor fünf Jahren gedacht werden. Da wollte ich aus einem Bauchgefühl heraus sofort mitmachen. Ich habe Valsa Raju nicht gekannt und wenn wir uns auf der Straße begegnet wären, wir wären uns gegenseitig wohl nicht aufgefallen. Doch hätten wir uns irgendwo irgendwie getroffen, wer weiß, vielleicht hätten wir uns gut verstanden, miteinander gelacht. Wer weiß. Wir werden es nicht mehr erfahren.

Im Internet ist nicht sehr viel über Valsa Raju zu finden. Auf der Erinnerungsseite ihrer Familie gibt es viele Bilder, die den Eindruck einer freundlichen, lebenslustigen und tatkräftigen Frau und Mutter vermitteln. Das Gästebuch ist geschlossen, so dass wir nicht nachlesen können, was ihre Nächsten über sie gedacht haben. Valsa Raju war vermutlich einfach eine ganz normale Frau mit einer, für New York, ganz gewöhnlichen Biographie.

Sie wurde am 28. Mai 1961 in Ranni, Indien geboren. Ihre Eltern, George Puliyilethu und Sosamma George, waren sicher sehr stolz auf sie – auch als sie 1984 ihren Bachelor-Abschluss in Rechnungslegung bekam. 1985 zog Valsa Raju zu ihrer Schwester Annamma Thomas nach New York. Sie arbeitete viel und hart, das berichten alle über sie. 1991, am 19. Oktober, heiratete sie ihren Mann Raju Thankachan. Zusammen hatten sie zwei Kinder, eine Tochter Sonia Raju (die 2001 neun Jahre alt war) und einen Sohn Sanjay Raju, damals fünf Jahre alt.

Die New York Times wusste von ihr zu berichten, dass sie das Haus jeden Morgen sehr früh verlassen musste, um rechtzeitig zur Arbeit bei Carr Futures in New York, in ihrem Büro im 92. Stock des ersten Turm des World Trade Center, zu sein. Sie wird als „model employee“, als Vorzeigebeschäftigte, bezeichnet, die zudem, wenn sie abends nach der Arbeit gegen 18 Uhr zu Hause ankam, noch den Haushalt schmiss. Einen Teil der Freizeit verbrachte sie in ihrem kleinen Garten, hinter ihrem Haus in Yonkers, NY. Dort baute sie Tomaten, Pfeffer, Auberginen und anderes Gemüse an. „Sie baute all das Gemüse, das wir das ganze Jahr über brauchten, selbst an“, sagt ihr Mann. Und: Das wichtigste sei ihr gewesen, eine bessere Zukunft für ihre beiden Kinder zu erarbeiten.

Sie sei sicherlich nicht gefährlich für irgendjemanden gewesen, schreibt Melvin Durai über Valsa Raju, ihre Freunde hätten sie allesamt als „harmlos“ angesehen, sogar jene, die schon einmal ihr Curry probiert hatten.

Am 11. September 2001 ging Valsa Raju wie gewöhnlich um 6.45 Uhr morgens aus dem Haus – und kehrte nie zurück.

„It is in dying that we are born to eternal life – St. Francis of Assisi“ Das steht auf der Website, die an sie und ihr Leben erinnern soll. Sie, und die 2995 anderen, werden nicht vergessen.

1 Kommentar

  1. Valsa’s my aunt 🙁 I just happened to stumble upon this while browsing…thanks! GoD BLess you 🙂

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