Feuerpause?

Man hört derzeit nicht viel aus Israel, außer den Meldungen, dass sich Fatah- und Hamas-Anhänger im Westjordanland und im Gazastreifen bekämpfen. Zwischen Israel und den Palästinensern herrscht ja auch Feuerpause, worüber sollte da berichtet werden?

Aus dem heutigen Newsletter der israelischen Botschaft in Berlin:

1. Seit Beginn der Feuerpause zwischen Israel und den Palästinensern im Gazastreifen (25.11.06) wurden mehr als 60 Qassam-Raketen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert (allein am 20.12.06 waren es neun Raketen).

2. De facto gibt es gar keine Feuerpause, sondern israelische Zurückhaltung gegenüber dem andauernden Beschuss der israelischen Städte Ashkelon, Sderot und die kleineren Orte im Gebiet der westlichen Negev-Wüste.

3. Auch wenn durch die meisten Raketen keine Menschen zu Schaden kommen und nur begrenzter Sachschaden entsteht, würde kein Land der Welt solche Angriffe dulden, die sich gegen sein Territorium und seine Staatsbürger richtet.

Und warum kommt das in “unseren” Medien gar nicht vor?

7. In der derzeitigen Situation findet das Thema wegen der Ungenauigkeit der Raketen kaum Echo in den internationalen Medien und kommt auch in der öffentlichen Meinung wenig zum Ausdruck. Manche Entscheidungsträger neigen dazu, mit Nachsicht an das Thema heranzugehen.

Aber, und da haben die Israelis wohl leider Recht, wird das vermutlich nicht so bleiben. Das mit der Nachsicht. Irgendwann. Denn

8. Falls und sobald der Moment kommt, in dem Israel zu einer Reaktion gezwungen ist, könnten wir uns in einer Situation wieder finden, in der Israel als Angreifer dargestellt wird, da kaum einer von den andauernden palästinensischen Angriffen gehört hat.

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Fleischbeschau

Der “Stern” bietet – worauf onlinejournalismus.de etwas indigniert hinweist – einen ganz besonderen Rückblick: Die nackten des Jahres 2006. War bestimmt eine Menge Arbeit, diese Fleischbeschau, um dann 23 Fotos auszuwählen.

Klar, bei solch schweiß(?)treibender Arbeit leidet manchmal die journalistische Klarheit. Mein Favorit ist daher dieses Bild:

Die Bildunterschrift lautet: “Protestanten im spanischen Pamplona, wo sie gegen das alljährlich stattfindende Stierlaufen demonstrieren.”

Ob sich wirklich keine Katholiken daruntergemischt hatten?

Nachtrag 3. Januar, 16:13 Uhr: Jetzt sind es beim Stern “Demonstranten” geworden, die “demonstrieren”. Das ist zwar sprachlich nicht schön, aber korrekt(er).

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