Ich wusste ja gar nicht, wie toll MaerkischeAllgemeine.de ist. Aber immerhin habe ich es jetzt gefunden.
Tags: MAZ, MaerkischeAllgemeine.de, Reichweite
Ich wusste ja gar nicht, wie toll MaerkischeAllgemeine.de ist. Aber immerhin habe ich es jetzt gefunden.
Tags: MAZ, MaerkischeAllgemeine.de, Reichweite
Das “Hamburger Abendblatt” stellt seine Sonntagsausgabe wieder ein. Tja, hätten sie halt mal DosenfutterTütensuppen beigeklebt.
Tags: Tütensuppe, Knorr, Hamburg, Abendblatt, Morgenpost
Bei der Debatte um die Freigabe des Ladenschlusses gehörte ich immer zu den Befürworten. Schon aus Eigennutz, angesichts der Arbeitszeiten. Wäre ja wirklich schön, nach Redaktionsschluss mal so um halb neun noch auf der Heimfahrt shoppen gehen zu können. Blöderweise geht das nur freitags und samstags, weil unter der Woche eh alles wieder beim alten bleibt. Und ich vermute, auch die Freitag- und Samstag-Regelung werden nicht mehr lange halten.
Am Freitag war ich nämlich erstmals im Potsdamer Stern-Center. Gegen 21 Uhr sah es da aus wie zwei Minuten vor Ultimo. Kaum Leute unterwegs, irgendwer putzt den Flur. Große Geschäfte wie H&M und Peek&Cloppenburg machen ohnehin anscheinend gar nicht mit und um acht dicht. Nach wirklich großem Zusatzgeschäft sieht das nicht aus.
Die Deutschen, so scheint es, haben den Ladenschluss zumindest noch im Kopf. Oder einfach keinen Bock auf Spätkauf.
Tags: Ladenschschluss, Potsdam, Sterncenter
Seit etlichen Jahren habe ich die Konkret abonniert. Auch wenn sie mich manchmal ganz schön nervt, manchmal ganz schön anödet, habe ich das Abo irgendwie nie gekündigt. Unter anderem wegen solcher kurzer, kommentierter Meldungen habe ich es auch nie wirklich lange bereut:
Eine Vorsitzende, Deutschland, 25. Januar 2007: Die Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat die Deutschen zu mehr Vaterlandsliebe aufgerufen. “Wenn wir es schaffen, den Patriotismusbegriff neu und positiv zu besetzen, können wir den Nazis Raum entziehen.”
Das scheint mir nicht zu Ende gedacht. Wenn nämlich alle Deutschen, statt nur einen Begriff positiv zu besetzen, ab morgen mit ausgestrecktem Arm und “Sieg Heil” grüßen und den Scheißniggern die Fresse polieren, bleibt den Nazis gar nichts Eigenes mehr. Und vielleicht hängen sie sich dann auf.
Und
Nachsitzen, Deutschland, 29. Januar 2007: Unbekannte haben in Stralsund mehrere Stolpersteine, die an das Schicksal von Juden in der NS-Zeit erinnern, mit Beton zugeschüttet. Die Polizei ermittelt, ob es einen rechtsextremistischen Hintergrund gibt.
Man kann nie wissen. Die “Reichskristallnacht” hat sich bei näherer Betrachtung auch als Dummerjungenstreich erwiesen.
Der Arzt oder Apotheker rät: Beißender Zynismus kann manchmal die Gehirnwindungen freipusten.
Es kommt ja selten genug vor, dass angesichts des “Das Internet ist die Zukunft”-Hypes mal was Positives über die Tageszeitung(en) gesagt wird. In der “Frankfurter Rundschau” ist das unter der Übrschrift “Lesen ist sexy” mal anders:
Für Rüdiger Schulz ist das eine alarmierende Entwicklung. Der langjährige Projektleiter am Allensbacher Demoskopie-Institut denkt nicht zuletzt an die Ergebnisse der Pisa-Studie, wenn er fordert: “Es ist eine gesamtgesellschaftliche Verpflichtung, die Bedeutung der Zeitungslektüre wieder aufzuwerten. Das Leben gelingt mit regelmäßiger Zeitungslektüre besser.“
Keine Ursache, gerne geschehen.
Tags: Zeitungen, Tageszeitungen, Leseverhalten
+++ Achtung +++ Eilmeldung +++ Achtung +++
Islamisten stehen kurz davor, eine neue Front zu eröffnen. Führende Vertreter drohen dieser total ernsthaften und beachtenswerten SatireNachrichtenseite zufolge damit, dem chinesischen neuen Jahr den heiligen Krieg zu erklären – dem Jahr des Schweins.

Tags: Islamismus, Terror, Dschihad, China, Jahr des Schweins
Was tut man nicht alles für die Auflage? Wie Newsroom.de meldet, hat die “Hamburger Morgenpost” ihre Sonntagsausgabe mit 70.000 Päckchen Knorr-Tütensuppe bekleben lassen. Der Geschäftsführer wird mit den Worten zitiert, die Aktion sei bei den Lesern “sehr gut” angekommen, “die erhöhten Absatzzahlen” würden den Erfolg belegen.
Tja, liebe Apologeten des “die gedruckte Zeitung ist bald tot, es lebe das Internet”-Wahns. So eine Super-Marketing-Idee geht natürlich nicht, mit einer doofen Bits & Bytes, wa? Und vielleicht wird nächste Woche ein toter Fisch in die aktuelle Morgenpost-Ausgabe eingewickelt? Könnte ja auch gut ankommen. Beim Leser. Naja, beim Kunden.
Tags: Morgenpost, Tütensuppe, Knorr, Fisch
Die Auseindersetzung um die Bauarbeiten am Tempelberg in Jerusalem haben es ja auch in deutsche Radionachrichten gebracht. Einen interessanten Text schreibt Lila in ihrem Blog “Letters from Rungholt” dazu:
Was kümmert es sie, daß diese Fußgängerrampe weit von der Al Aqsa-Moschee entfernt ist? Was kümmert es sie, daß von ihrem angeblich befürchteten Einsturz zuallererst die Klagemauer betroffen wäre, als Überrest des Tempels allen Juden der Welt heilig? Was kümmert es sie, daß die Israelis erklären, zeigen, filmen, und wieder erklären? Es interessiert sie so wie sie die Motive der Redakteure der Jyllands-Posten interessiert haben, wie der Wortlaut der Papstrede sie interessiert hat und wie sie die Tatsache interessiert, daß Juden aus Rücksicht auf moslemische Gefühle den Juden Zutritt zu ihrem eigenen Tempelberg verwehren! Es kümmert sie kein bißchen. Auf der ganzen Welt sind die Schreihälse wieder unterwegs, “Mit Geist und Blut erlösen wir dich, Al Aqsa!” Erlösen wovon? (…) Wer jetzt automatisch wieder in den böses-böses-Israel-Reflex verfällt, wer bei Bildern von steinewerfenden Palästinensern sofort fühlt, daß sie sich zu Recht gegen Unterdrückung wehren – der soll sich mal einen Moment lang ehrlich fragen: wie habe ich reagiert, als es gegen den Papst ging? was habe ich gedacht, als es wegen dieser Karikaturen losging? Kann es nicht diesmal doch sein, daß die Israelis sich normal und angemessen verhalten, die Führung der Palästinenser dagegen und der Moslems überhaupt in zynischer Weise ein Feuer schürt, das sie gar nicht erst hätten entzünden müssen?
Allerdings gibt es auch in der deutschen Mainstream-Presse kritische Sichtweisen der arabischen Reaktionen. So titelt “Spiegel Online”: “Muslimische Hetze gegen Bauarbeiten”. Darin heißt es:
Von Indonesien über Jordanien bis nach Ägypten und Marokko werden Proteste gegen die Bauarbeiten am Tempelberg laut. Dabei ist die heilige al-Aksa-Moschee gar nicht berührt. Doch das kümmert die religiösen Fanatiker nicht: Sie wollen den muslimischen Alleinanspruch auf Jerusalem.
Vielleicht sind Lilas Sorgen, dass Israel in der Weltöffentlichkeit als Schuldiger angesehen wird, in diesem Fall nicht ganz so begründet. Schön wär’s ja.
Tags: Israel, Jerusalem, Tempelberg, Islam
Die BBC hat für sich selbst 15 Regeln für das Web aufgestellt, die sich allerdings noch ändern könnten. Es sei zunächst nur “ein Entwurf”, heißt es.
Dazu gehören solche Vorsätze wie
Was passiert mit den Regionalzeitungen im Internet-Zeitalter? Wo doch “kein Weg mehr am Internet vorbei führt” und die Abonennten in wirtschaftlich schwierigen Zeiten lieber das Premiere-Abo als das Tageszeitungs-Abo bis zum bitteren Ende behalten. Darüber spricht Katharina Borchert, Online-Chefredakteurin der WAZ-Mediengruppe, in diesem Video.
Mal kein Abgesang auf die Regionalzeitung an sich – denn die Nachrichten aus der Region tickern eben nicht überall über DPA oder Reuters ein, meint Katharina Borchert. Aber die Forderung, sich mehr Gedanken über den Internet-Einsatz zu machen, um der künftigen Mediennutzung entgegen zu kommen. In den USA ginge der Trend bei Regionalzeitungen bereits zur Hyper-Localisation im Netz – die Nachrichten könnten gar nicht lokal genug sein. Ein anderes Beispiel einer US-Zeitung: Dort habe man den Lokalsport bis zur F-Jugend runtergebrochen und ausführlich und ernsthaft im Web abgebildet, mit großem Erfolg. Und der Vorteil des Web laut Borchert: Es gibt unbegrenzt Platz, der fast nichts kostet, weder den Verleger noch den Leser.
Deutliche Kritik äußert Borchert an den Internetauftritten der meisten Regionalzeitungen (auch denen aus dem eigenen Haus). Fast überall würde prominent der DPA-Ticker einlaufen, der aber “in hübscherer Form bei Spiegel-Online” zu bekommen sei. Und der Rest sei ein gewisser Prozentsatz an Texten, der aus der Print-Ausgabe kommt. “Das bietet nur geringe Anreize, diese Seiten zu besuchen”, so Borchert. Es fehle leider weitgehend der Versuch, Leserreaktionen mit redaktionellen Inhalten zu verknüpfen. Experimente mit “Bürgerjournalismus” seien die Minderheit.
Es hilft auf jeden Fall nichts, so Borchert, einfach eine ganze oder halbe Printausgabe ins Netz zu kippen. Könnten sich manche Leute in Deutschland mal anschauen, das Video. 33 Minuten ganz gut investierte Zeit, auch wenn’s ein bisschen wackelt, hin und wieder.
Und ob die Dame auch umsetzen kann, worüber sie redet, wird sich demnächst auf West Eins anschauen lassen.
via: Medienrauschen
Tags: Zukunft der Regionalzeitung, Journalismus, Print, Internet, Online
Printed from: http://streim.de/2007/02/
Scan to visit this page: