Sprechende Blogs

Wer einen Internetanschluss besitzt und ein Blog betreibt, kann seine Gedanken an die ganze Welt herausschreiben. Aber was machen die anderen Leute? Die, die kein Blog haben – aber dennoch was zu sagen?

Zumindest in Berlin gibt’s da eine Möglichkeit: Das Kunstprojekt “Berliner Stimmen”:

Berliner Stimmen

Man kann einfach die Telefonnummer 0 800 744 7000 anrufen (kostenlos) und seine Nachricht hinterlassen. Die ist dann zum einen für alle im Internet abrufbar, zum anderen fährt ein mobiles Geräuschabspielgerät durch die Straßen der Stadt und beschallt alle, die es hören wollen (oder auch nicht) mit den Stimmen Berlins.

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Armin, die faule Ameise

Okay, man kann grundsätzlich geteilter Meinung sein, ob eine blaue Ameise mit vier Händen so das richtige Maskottchen für ein Großprojekt wie den neuen Hauptstadtflughafen BBI in Schönefeld ist. Knuddel-Faktor einer Ameise gegenüber zum Beispiel einem Eisbär: 0 zu 1000. Mindestens. Ameisen stören eigentlich meistens. Man kann sich deshalb auch zu Recht darüber lustig machen

Dazu kommt: Wer “blaue Ameise” bei Google eingibt, findet als erstes diesen Wikipedia-Artikel:

Als Blaue Ameisen wurden die Arbeiter bezeichnet, denen die chinesischen Kulturrevolution 1965 eine einheitliche blaue Arbeitskleidung vorschrieb, den so genannten Mao-Anzug. Diese Einheitskleidung wurde auch von hohen Funktionären wie Maos Frau Jiang Qing, getragen. Allerdings wählten sie wertvollere Stoffe als Material für diese Uniform, um sich von den normalen Arbeitern zu unterscheiden.

Trägt Armin eine 08/15-Uniform oder hochwertigeren Stoff? Vermutlich letzteres, denn Armin ist nicht nur ein Hand-, sondern auch ein Kopfarbeiter. Theoretisch. Denn er soll für die Flughafengesellschaft ein Online-Tagebuch über die Bauarbeiten schreiben.

Das allerdings besteht bislang aus einem einzigen Eintrag, vom 25. April. Und darin geht’s vor allem darum:

Das Essen war ein Gedicht: Buletten, Kartoffelsalat, Schweinebraten, Rote Grütze und ein leckeres Gläschen Malzbier.

Seitdem: Nix. Keine Grabungen, keine Fundamente, kein Zement angerührt. Nada. Armin ist eine ziemlich faule Ameise. Nur: Warum machen die BBI-Planer das auch noch öffentlich? Aber vielleicht soll er ja auch nur der Sündenbock sein, wenn’s mit dem Eröffnungstermin Ende 2011 doch nix wird.

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Arten des Amoklaufs

Ich bin ein großer Fan der Cartoons von Yaakov Kirschen, die er täglich in seinem Dry Bones Blog veröffentlicht. Vor ein paar Tagen hat er sich auch dem Amok-Lauf in den USA gewidmet – und dabei auf die Parallelen und den unterschiedlichen Umgang mit Amokläufern in der Öffentlichkeit hingewiesen:

“Er hat ein Video gedreht, mit Waffen posiert und finster in die Kamera geschaut.
Er hat behauptet, ein Opfer zu sein. Und dann ist er rausgegangen, unschuldige Menschen zu töten.
Aber weil er nicht daran geglaubt hat, dafür im Himmel mit 72 Jungfrauen belohnt zu werden…
…denkt jeder, dass er – anders als die anderen – einfach nur verrückt war.”

Für mich: ein klarer Treffer. Danke.

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Adieu, Scanner?

Irgendwie, beim letzten Umzug, ist mein 08/15-Billig-Scanner kaputtgegangen. War nicht wirklich schade drum, die Qualität war immer recht bescheiden, irgendwie unscharf und fluschige Farben. Ich hab’ immer damit geliebäugelt mir mal einen wirklich guten Scanner mit einem Einzelblatteinzug zu kaufen und die papierlose Ablage einzuführen. Mit Backup. Aber irgendwie, naja, so richtig würde sich die Investition wohl nicht lohnen.

Aber ich habe eine Digitalkamera – und bin jetzt auf Snapter gestoßen:

Snapter Logo

Die Idee klingt simpel und beeindruckend: Foto vom Gegenstand des Interesses machen, einer Dokumentenseite, einer Visitenkarte oder eines Buches. In Snapter laden und, voila, das Ding wird ordentlich glatt gezogen und speicherfähig aufbereitet. Wäre eine Alternative für mich Gelegenheits-Scanner.

Notiz an mich: Bei passenden Lichtverhältnissen und mit ein bisschen Zeit mal gründlich testen.

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Minidome

Ich bin überzeugter Telekom-Kunde. Meinen telefonischen Anschluss an die weite Welt würde ich nie einer fremden Frau, egal ob Eva oder Alice oder wie sie alle heißen, anvertrauen. Da bin ich Traditionalist. Ein Ex-Staatsmonopolist, da kann man sich doch irgendwie drauf verlassen.

Auch mein erster DSL-Anschluss war von der Telekom. Mangels ordentlicher Flatrate hatte ich mir die dann damals irgendwann bei 1&1 zugekauft. Und irgendwann war es einfach soooo viel billiger, den DSL-Anschluss auch zu 1&1 umzuziehen, dass ich das gemacht habe. Und: Alles hat immer prima geklappt. Mit 1&1 und mit der Telekom. Beim Umzug, beim Anschluss. Alles. Immer.

Und jetzt hab’ ich wieder scharf gerechnet und festgestellt, dass 4DSL von 1&1 viel, viel schneller als mein derzeitiger DSL 2000-Anschluss ist – und letztlich auch noch viel billiger. Also hab’ ich’s bestellt. Mal sehen, ob ich es noch bereue. Die ersten Anzeichen gibt es bereits. Continue reading