Kleeblätter

Jüngst in Rostock habe ich jemanden wiedergetroffen, den ich vor, ach, so zehn Jahren zum letzten Mal gesehen habe. Einfach so. Auf einem Platz, unter zehntausenden Leuten.

Seitdem habe ich mal in meinen beiden großen Foto-Kisten gewühlt und mich – erinnert. An Dinge. An Ereignisse. An Menschen. Ja, es ist kitschig, aber ich würde sagen: Einfach schön.

Und dann habe ich da noch diese CD gefunden, die ich noch nie gehört hatte und an diesem regnersichen Samstag in den CD-Player gelegt habe. Passt wunderbar Continue reading

iHype

Viel mehr braucht man zum iPhone wohl nicht zu sagen, als es Mark hier bei UMPC Exlporers über das “iHyped iPhone” getan hat:

I’ve decided iHate the iPhone.It’s like the classic dumb blonde. The interface is iGorgeous but if you ask it to do something really intelligent, like use 3g, it can’t.

Na gut, man könnte noch Nico Lumma auf Lummaland zustimmen:

Ich werde mir das iPhone jetzt … noch nicht kaufen.

Was soll ich auch mit einem Zwei-Jahres-Vertrag bei AT&T, bei den derzeitigen Roamingkosten wäre mir das viel zu teuer.

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Bad news

Die Nachrichtenagentur DPA berichtet von einer Studie des Leipziger Instituts für empirische Forschung, wonach im Osten Deutschlands immer mehr Menschen auf ihre Tageszeitung verzichten – aus Geldmangel. Demnach lesen in den neuen Ländern nur noch 60 Prozent der Menschen, das sind 7,54 Millionen, regelmäßig eine Tageszeitung. Vor Jahresfrist seien es noch 62 Prozent gewesen, vor fünf Jahren gar 83 Prozent.

Von den Nicht-Lesern sagen 33 Prozent, der Grund seien ihre beschränkten Finanzmittel. Vor Jahresfrist lag die Zahl noch bei 28 Prozent. Wie war das nochmal mit dem Aufschwung?

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Ausgeflickrt

Nachdem flickr glaubt, seinen erwachsenen Usern aus Deutschland nicht mehr alle Bilder zeigen zu können, bin ich umgezogen. Nach Dänemark. Zu 23. Ist ja ohnehin ein viel schönerer Name – und ein bisschen mystisch ist es auch.

Heute war auch ein Artikel von mir in der “Märkischen Allgemeinen” zu dem Thema. Da der möglicherweise demnächst nicht mehr frei abrufbar ist, hier eine Kopie zur dauerhaften Erklärung meines Foto-Umzuges:

Nackte Haut ist deutschen Augen nicht zuzumuten

Das Online-Fotoportal Flickr zeigt manchen seiner Nutzer nicht mehr alle Bilder – und führt damit vor, was man im Web 2.0 nicht machen sollte

ANDREAS STREIM

POTSDAM Die Internetadresse www.flickr.com war bislang für viele Hobbyfotografen ein Muss. Dort können sie kostenlos ihre Fotos zeigen und sich in Gruppen, etwa der Landschafts- oder Portraitfotografen, organisieren. Jeder darf dort auch die Werke der neuen Freunde kommentieren. Nur wer sehr viele Bilder pro Monat zeigen will, muss dafür eine Gebühr von 20 Euro im Jahr bezahlen.

Damit ist Flickr, das seit 2003 zum Internet-Konzern Yahoo gehört, ein Vorzeigeprojekt des so genannten Web 2.0, des Mitmach-Webs. Nicht mehr die Firmen stellen die Inhalte gegen Bezahlung zur Verfügung, sondern die Nutzer selbst. Die Unternehmen sind für die technische Infrastruktur, die Plattform, zuständig.

Doch vor zwei Wochen sahen viele deutsche Flickr-Nutzer plötzlich – nichts mehr. Das Unternehmen hatte mit dem Start einer deutschsprachigen Oberfläche auch überraschend einen Filtermechanismus aktiviert, der die Nutzer aus Deutschland vor anstößigen Bildern schützt. Jeder muss seine Fotos nämlich selbst einstufen, entweder als “unbedenklich”, “mittel” (Bilder könnten von einigen Personen als anstößig empfunden werden) oder als “eingeschränkt” (man würde sie nicht Kindern, der Großmutter oder Arbeitskollegen zeigen).

Was nicht “unbedenklich” ist, wird seitdem ausgeblendet. Statt etwa harmlose Fotos mit etwas nackter Haut, die sich so in fast jeder Illustrierten finden lassen, gab es einen Hinweis, dass das Bild nicht zur Verfügung stehe.

Daraufhin brach ein Sturm der Entrüstung los. Mehrere Tausend Einträge auf der Flickr-Seite drehen sich um diese Filtermaßnahme, die als Zensur empfunden wird. Erst hüllten sich die Mitarbeiter in Schweigen, dann wurde als Grund das strenge deutsche Jugendschutzrecht genannt – was sogleich auf “Spiegel Online” von der von den Ländern eingerichteten Stelle “Jugendschutz.net” dementiert wurde: Die Flickr-Maßnahme sei völlig überzogen.

Ein PR-Desaster. In den Foren wurde nicht nur die Maßnahme selbst kritisiert, sondern vor allem, dass sie nicht erklärt worden war. Selbst als Flickr-Gründer Stewart Butterfield nach einigen Tagen ankündigte, die Deutschen dürften doch als “mittel” eingestufte Bilder sehen, beruhigte sich die Lage nicht. Wohl auch deshalb, weil er zugleich deutlich sagte, wem das nicht passe, der könne ja gehen. Diese Haltung dürfte sich rächen. Denn im Web gibt es längst Anbieter, die Flickr sowohl technisch als auch vom Geschäftsmodell her kopiert haben. In Deutschland gilt die Fotocommunity (www.fotocommunity.de) als großer Anbieter. Anderen Seiten, die stärker auf internationale Kundschaft setzen, hat es bisher häufig an Nutzern und damit Inhalten gefehlt. Jetzt werden in Flickr-Diskussionsforen eifrig Adressen getauscht, wohin man ziehen sollte. Ein heißer Kandidat: Ipernity.com aus Frankreich.

“Wir begrüßen derzeit jeden Tag 700 neue Mitglieder”, sagt Geschäftsführer Chrsitian Conti der MAZ. Und er verspricht, sollten beim eigenen Dienst einmal “neue Regeln notwendig werden”, werde man diese vorher mit den Nutzern besprechen.

Auch der in Kopenhagen ansässige Anbieter “23″ (www.23hq.com) kann sich derzeit über Kundschaft freuen. In den vergangenen Tagen habe man “2000 Prozent mehr Neuanmeldungen aus Deutschland”, so Mitgründer Thomas Madsen-Mygdal. Und Niederlassungen im Ausland wolle man sicher nicht eröffnen, daher sei man nur dem dänischen Recht unterworfen, verspricht er. Im Zweifelsfall werde man aber lieber “dafür kämpfen, dass die Weltbevölkerung freien Zugang” zum eigenen Angebot habe, als sich Zensurgesetzen beugen. Eine Ansage, die sich viele Flickr-Nutzer von der Yahoo-Tochter gewünscht hätten.

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In der Wildnis

Mit dem Internet Explorer, mit Firefox und auch mit Opera sieht meine Website eigentlich ganz gut aus. Ok, das ist Geschmackssache, aber sie wird zumindest richtig dargestellt. Und jetzt, als ich Safari ausprobiert habe, das hier:

Ist das ein Problem im Windows-Safari-Programm? Oder sehen Mac-Nutzer meine Seite immer so gruselig? Und woran liegt’s?

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Köln bei Brandenburg

Die Märkische Allgemeine ist die größte Zeitung in Brandenburg. Einem Bundesland in Ostdeutschland. So fast genau auf der anderen Seite unserer schnuckeligen Republik wie Nordrhein-Westfalen. Das hindert aber das Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen nicht, uns ein Fax zu schicken und uns einzuladen, zur

Einweihung der Solarsiedung Köln-Ossendorf.

Das ist zwar nett gemeint, aber dieser Beitrag hier soll die erwünschte kurze Rückantwort ersetzen: Wir können leider nicht kommen. Nach Köln-Ossendorf, ans andere Ende der Republik. Aber vielleicht kommen die Ministerialen uns mal besuchen, schließlich ist Brandenburg ja das Solarland. Nicht nur im Osten.

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Dialog unerwünscht

Das zeigt heute einmal die Geschäftsleitung der “Bernd Heuer Dialog GmbH”. Diese schickt uns an die Redaktions-Email einen Text, der mit diesem Satz beginnt:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat auf dem G8-Treffen in Heiligendamm den Dialog gefestigt, um die gemeinsame Verantwortung, zum Beispiel für das Klima, zu stärken.

Aha, G8 also. Ein bisschen spät, oder? Um was geht’s denn nun. Mal schnell noch einen Satz weiterlesen:

Dialog ist auch unser tägliches Business bei Bernd Heuer Dialog. Im Dialog mit Ihnen vermitteln wir neue Trends, Innovationen und Problemlösungen. Die notwendigen Veränderungen, die zu Innovationen führen, können nur durch Köpfe ausgelöst werden.

Wir möchten Ihnen zwei neue Köpfe bei Bernd Heuer Dialog vorstellen: (…)

Und dann folgen ein paar Namen von Leuten aus dieser Firma, die ich nicht kenne und jetzt auch nicht mehr kennen lernen will. Um Frau Merkel, G8 und Co. geht’s dann nicht mehr. Genau so baut man eine Pressemitteilung nicht auf: Eine Erwartung wecken, auf ein Thema locken, das danach keine Rolle mehr spielt. Ein weiterer Dialog findet nicht statt.

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Weltklasse

Als Tageszeitungsredakteur ist die Arbeit meistens am Ende des Tages gemacht. Dann ist der Text geschrieben, die Zeitung gedruckt – und morgen ist das Blatt wieder leer und weiß. Projekte, die sich über Monate hinziehen, sind eher selten.

Doch ein solches Projekt haben wir jetzt gerade wieder abgeschlossen – die zweite Auflage der Beilage “Weltklasse aus Brandenburg”.

Mehr als 50 Firmen werden auf 36 Seiten vorgestellt, die doch sehr unterschiedliche Waren herstellen. Vom Glasrecycling auf modernsten Maschinen über Zuchtbullen-Sperma bis zur Unternehmensberatung oder dem Stahlwerk hin zum privaten Eisenbahnbetreiber. Ich habe die Texte ja inzwischen schon ein paar mal gelesen und ich bin sicher nicht objektiv, sondern in höchstem Maße befangen, aber trotzdem muss ich sagen: Die Kollegen haben tolle Texte geschrieben.

Morgen liegt die Beilage in der MAZ. Das Blatt ist dann wieder weiß.

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Hamastan

Es ist passiert. In Gaza wird jetzt ein Gottesstaat errichtet. Wie der aussehen wird kann man sich ungefähr vorstellen, wenn man sich dieses Video anschaut, von dem viele Ausschnitte auch heute Abend in den “Tagesthemen” zu sehen waren (Danke für den Link, Dave). Ein seltsamer Gott muss das sein, der über diesen Staat wacht. Ein blutiger Gott.

In diesem Zeitungsbericht findet sich die doppelt gruselige Stelle:

“They’re firing at us, firing RPGs, firing mortars. We’re not Jews,” the brother of Jamal Abu Jediyan, a Fatah commander, pleaded during a live telephone conversation with a Palestinian radio station.

Minutes later both men were dragged into the streets and riddled with bullets.

Einmal ist dieses Abschlachten an sich natürlich gruselig.

Aber es ist auch gruselig, dass offenbar auch die Fatah-Führer, die ja derzeit in unseren Medien als “die Guten” dargestellt werden, es irgendwie ja schon ok fänden, auf Juden mit Maschinengewehren zu feuern.

So, und jetzt warte ich mal auf die ersten Pressemitteilungen von Friedenskooperativen, Linkspartei oder den anderen üblichen Verdächtigen, in denen zwar die Gewalt unter den Palästinensern kritisiert wird, aber Israel aufgefordert wird, endlich Land zu geben und Wirtschaftsentwicklung zu ermöglichen, damit die Menschen in Gaza und im Westjordanland nicht so schrecklich perspektivlos sind, dass ihnen gar nichts anderes übrig bleibt, als Maschinengewehrsalven in den Himmel zu ballern und Gottesstaaten zu errichten. Denn irgendwie, das wissen diese Leute, sind die Juden doch immer schuld – auch wenn man sie heute vorsichtshalber Israelis nennt.

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No Sex, please

Der Bilder-Hochlade-und-jeder-kann-es-anschauen-Service flickr ist eigentlich eine tolle Sache. Ich bezahle sogar Geld dafür; nicht, weil ich den Zusatzservice eines Pro-Accounts wirklich brauche, sondern weil ich die Sache so gut finde, dass ich es auch finanziell unterstützen will. Am Wochenende habe ich erst wieder um ein Jahr verlängert. Und nun das…

Flickr sperrt mich von bestimmten Bildern aus. Continue reading