Technischer Fortschritt

Sehen wir der Realität ins Auge: Seit Jahren wird uns der Kühlschrank mit Internet-Anschluss versprochen, der automatisch Bier nachordert oder sonstige Grundnahrungsmittel. In der Praxis? Fehlanzeige. Man muss weiterhin selbst in der knapp bemessenen Freizeit am Samstag die Wocheneinkäufe erledigen.

Der Technische Fortschritt lässt sich meistens Zeit. Zumindest mit solchen etwas ausgefalleneren Produkten. Selbst Fernsehen via DSL – winke, winke, Maxdome – ist auch für technikafine Menschen wie mich eher Herausforderung als Lust.

Aber das könnte mal ein Produkt sein, dass in die Kühlschrank-Kategorie passt: Der Regenschirm mit eingebauter Wettervorhersage.

Umbrella

Das Gerät empfängt via einer Internetseite die Wettervorhersage und sollte Regen oder Schnee vorhergesagt werden, dann blinkt der Griff des Regenschirms – damit man ihn nicht vergisst. Waren es nicht genau solche Waren, auf die wir schon immer gewartet haben? Eben.

Allerdings hat der technische Fortschritt auch seinen Preis: 125 Dollar, um genau zu sein. Schon blöd, wenn man das Gerät dann im Bus oder im Restaurant liegen lässt. Aber dafür wird findigen Tüftlern sicher auch noch etwas einfallen.

via: jkOnTheRun

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Kompetenznachweis

Heute ist mal wieder so eine Pressemitteilung in unser Email-Fach geflattert, von der ich mich immer frage: Glauben die, dass Regionalzeitungen sowas brauchen? Aber mal davon abgesehen, schon der Einstiegssatz

ich habe sehr interessante Neuigkeiten für Sie:

biegt mir die Zehennägel hoch. Ja, was denn sonst? Würde mir jemand eine Pressemitteilung schicken, wenn er keine Neuigkeiten, Komma, interessante, Komma, zu vermelden hätte?

PantherMedia – Bildagentur und Fotocommunity, ein junges deutsches Start-Up Unternehmen (bestehend seit 2004), bietet dem Mittelstand erhebliche Einsparmöglichkeiten mit seinem neuen Firmenkonzept.

Okay, wenigstens einen hippen Großbuchstaben mitten im Wort braucht’s schon. Das sehe ich ein ist praktisch Pflicht. Aber, naja, seit 2004 – und dann noch junges Start-Up sein wollen? Einem normalen Start-Up wäre doch 2005 bereits das Geld ausgegangen – oder es wäre von Google aufgekauft worden. Und dann fällt endlich der tolle Satz:

Web 2.0 macht’s möglich und revolutioniert damit den gesamten Bildermarkt!

Gähn. Web Zwo Null macht bestimmt vieles möglich, aber die Zeit für Revolutionen mit diesem Label ist echt vorbei. Wirklich. Zwar nicht schon seit 2004. Aber fast so lange.

Endgültig qualifiziert für die Rubrik “Ablage B” hat sich Frau E. von der “Public Relations”-Abteilung aber mit der Betreffzeile der Mail:

Pressemitteilung: Mehr Bild fuer weniger Geld – Web 0.2 macht es moeglich

Und, nein, das ist kein Vertipper, in der anhängenden Pressemitteilung wird das Web 2.0 gleich zwei mal “0.2″ und nur ein mal “2.0″ genannt.

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Die Milch macht(s)

Die Milch macht – mich total kirre. Gestern auf der Rückfahrt aus dem Ruhrgebiet nach Berlin auf allen Sendern nur ein Thema. Ob auf WDR 2, NDR 2, S-A-W, aus purer Not gewählten Regionalsendern oder auch Radio 1, überall wurde man in den Nachrichten, nach den Nachrichten in langen Reportagen und vor den Nachrichten in kurzen Anreißern nur über eins informiert: Dass Milchprodukte um bis zu 50 Prozent teurer werden sollen.

Naja, und dass es vielleicht gar nicht so kommt, wegen des harten Preiskampfes im Einzelhandel. Aber egal. Erstmal wollen wir uns heute so richtig aufregen, über Preiserhöhungen um 50 Prozent. Oder so.

Liebe Konzernvorstände von Shell, Aral, BP & Co.: Wäre das nicht eine prima Idee, um jetzt mal den Spritpreis ordentlich anzuheben? Im Moment, schätze ich, würde das die empörte Öffentlichkeit, die nur die Preisschilder am Kühlregal fixiert, gar nicht wahrnehmen. (Beraterhonorar für diesen tollen Tipp wird gerne angenommen.)

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