Bieterwettstreit

Autobieter

Oder wie soll man das verstehen, wenn morgens nicht mehr nur ein Kärtchen eines ominösen Auto-Im-und-Exporteurs an der Karre steckt, sondern gleich zwei.

Mal abgesehen davon, dass ich mein Auto gar nicht verkaufen will (und schon gar nicht zu Preisen, die da geboten werden), angesichts des offenbar engeren werdenden Marktes sollte man doch ohnehin besser abwarten. Ist ja wie bei Ebay.

Aber eine ganz andere Frage: Gibt’s eigentlich schon “Bitte keine Werbung”-Schilder für den Pkw? Und was sagt die höchstrichterliche Rechtsprechung zu unverlangten Angeboten am Privat-Kfz?

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Networking

Puh, das nimmt ja überhand. Nur weil man immer gleich alles ausprobieren muss, was einem so per Mail ins Haus flattert.

Aber sei’s drum, jetzt habe ich auch ein (noch recht unvollständiges) Profil bei Mediap.

Mediap

Das Ziel der Plattform zitiere ich mal einfach aus der Selbstdarstellung:

Journalisten, Grafiker, Fotografen und alle weiteren Medienmacher sind Profis in der Präsentation von Inhalten – solange es um Produktionen für andere geht. Bei der Eigenvermarktung haperts dagegen oft. Das eigene Können, die eigenen Leistungen sind häufig nur einem kleinen Kreis von Auftraggebern bekannt. Dabei ist der Bedarf nach Transparenz groß – Verlage und Agenturen suchen Mitarbeiter, Medienprofis suchen Aufträge. Bisher geht das noch viel zu oft nach dem Motto “Wer kennt jemanden…”

Mal sehen, was daraus wird. Bei Xing war ich am Anfang auch ganz skeptisch, inzwischen finde ich es recht gut, um neue Kontakte zu speichern (überraschend, wie viele Leute da “drin” sind) und vor allem auch, um ururalte Bekanntschaften, etwa aus Unizeiten, wiederzufinden. Mindestens ebenso überraschend, was aus manchen Leuten so geworden ist.

Aber so richtig “Networking” ist das wohl nicht, was ich da treibe. Liegt mir auch einfach nicht. Und, wenn man diesem TimesOnline-Artikel glauben darf, dann bringt’s in den Fragen das Web2.0 ohnehin nicht wirklich. Wer echt networken will, muss einfach früh aufstehen und Frühstücken gehen – allerdings natürlich am richtigen Ort, nicht irgendwo:

Cynthia Carroll, a middle-aged American executive, came down for breakfast at the World Economic Forum in Davos at 7am. There was only one other person there: a white-haired stranger in his sixties. She sat down next to him. They chatted. Within a year the stranger, who turned out to be Sir Mark Moody-Stuart, had appointed her chief executive of Anglo-American, South Africa’s biggest company.

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Demographischer Wandel

Die Deutschen sterben aus, die Rente ist unsicher, wir überaltern rapide. Echt?

Vormittags von mir Zuhause bis zum Einkaufscenter an der Schönhauser Allee nur mit Mühen druchekämpft durch Kinderwagen schiebende Mütter, Kinderwagen schiebende Väter, Väter mit Kindern auf Kinderfahrrädern, Mütter mit mehreren Kindern in breiter Reihe laufend, jungen Müttern mit kleinen Kindern in Tragetüchern umgeschnallt, Kinder ohne jede Eltern.

Hab’ ich irgendwo einen Rentner gesehen? Kann mich nicht richtig daran erinnern. Entweder sind die so unauffällig – oder jemand lügt uns da gerade mächtig an.

Und, ja, ich weiß, Berlin Prenzlauer-Berg ist nicht repräsentativ. Aber ich forsche nun mal da, wo ich bin :-) .

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Terrorbekämpfung

Okay, von mir aus soll Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble auf den PCs unbescholtener Bürger herumschnüffeln. Und sollen Konvertiten von Religion A nach B und zurück durchleuchtet und Kirchenaustritte polizeilich meldepflichtig werden. Um Urlaubende in islamischen Ländern soll sich meinethalben der Verfassungsschutz kümmern. Ich bin bereit, im Kampf gegen den Terror Einschnitte hinzunehmen…

…aber nur, wenn sich Schäuble & Co. auch um eine der schlimmsten Formen des Terrors kümmern:

Den Parkplatz-Terrorismus.

Zugegeben, bei uns in der Straße gibt es – eine Ausnahme in Berlin – genug Parkplätze. Eigentlich sogar mehr als genug. Man muss im Zweifelsfall halt nur ein paar Meter weiter fahren. Trotzdem frage ich mich ja schon: Warum muss man eigentlich so einparken?

Parkplatz

Haben diese weißen Linien auf dem Boden nicht vielleicht irgendeine Bedeutung? Und möglicherweise sogar einen Sinn, nämlich den, dass auf Fläche X vier Fahrzeuge passen würden. Und wie viele sieht man auf dem Bild? Richtig, drei. Eins zu wenig.

Klingt nicht viel – geht aber rechts am Bildrand so weiter:

Parkplatz

Also, um zum Anfang zurückzukommen: Solange die Innenminister nicht bereit sind, hier aktiv zu werden – und zwar mit Lausch-, Guck- und sonstigen Angriffen, solange bin ich auch gegen Onlinedurchsuchung & Co. Mindestens. Man muss schließlich Prioritäten setzen.

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Nebenjob Blog

Ist Bloggen tatsächlich Arbeit, wie die Blogpiloten unter Berufung auf einen Artikel von Chris Garrett meinen?

Andreas Hobi hat den Text übersetzt und 10 Punkte aufgeschrieben, von “Schreiben”, “Recherche” über “Kundendienst” bis zu “Weiterbildung”. Nur: Was hat das mit Arbeit zu tun?

Dann ist auch Modellbauen Arbeit, sofern man es im Austausch mit anderen betreibt, die Mitgliedschaft in einem Popsternchen-Fanclub oder aber die regelmäßige Teilnahme an Fußballspielen der örtlichen Mannschaft mit Vor- und Nachbereitung im Mit-Fan-Kreis.

Ich würde es mal so sagen: Bloggen macht Arbeit – wie jedes andere Hobby auch. Und Bloggen kann für manche Leute tatsächlich Arbeit sein, wie ja das Modellbauwesen auch.

Oder anders gesagt: “Das” Bloggen gibt es nicht, genauso wenig wie “den” Blogger.

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