Hauptsache geantwortet

“Hauptsache geantwortet”, das denkt man sich wohl auch bei Samsung. Es ist ja ein beliebter Trick in Call-Centern, einfach irgendeine Auskunft zu geben, den Vorgang im PC als “erledigt” abzuhaken und schnell aufzulegen. Derjenige, den man so behandelt hat, landet eh nie wieder bei einem selbst. Soll sich doch der nächste Kollege die Beschwerde anhören, dass das Problem gar nicht gelöst worden sei etc. pp.

Der macht es dann schließlich genauso.

Aber zurück zu Samsung. Auf dem IFA-Stand des Herstellers war man ja nicht so firm mit älteren Produkten, wie ich gestern berichtet hatte. Man nahm meine Frage auf und wollte mir eine Mail schicken. Die nie kommen würde, wie ich vermutete.

Doch ganz im Gegenteil: Gestern um 18.47 Uhr, so etwa vier Stunden nach meinem Besuch auf dem IFA-Stand, bekam ich elektronische Post von “feedback@samsung” mit dem Betreff “Ihr Besuch auf dem Samsung-Stand 2007″. Habe mich wirklich gefreut. Und wollte schon Abbitte wegen meiner Vorurteile leisten.

Blöd war dann aber doch, dass der Inhalt der Mail nix mit meiner konkreten Frage zu tun hatte. Stattdessen hatte man mir den Notebook-Prospekt als PDF angehängt. Hmmm… darin kommt weder der Q1 noch der Q1 Ultra übrigens überhaupt vor.

Auf meine sofort zurückgeschickte Mail mit der Freude über die rasche Reaktion und die ausbleibende Antwort gab es dann allerdings bisher keine weitere Mail. Vermutlich ist der Vorgang im Samsung-internen PC als “erledigt” abgehakt.

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IFA-Rundgang (6 und schluss)

In einer Ecke bin ich dann noch über Vpaper gestolpert. O-Ton: „Was für Musik längst zum Standard geworden ist, fehlte bislang für die Zeitschriftenwelt. Eine Internet-Plattform, auf der Magazin-Titel von Verlagen digital angeboten und vom Kunden gelesen, erworben, gespeichert, kommentiert und bewertet werden können.“

Im Prinzip kann man sich auf der Vpaper-Website durch die angebotenen Magazine klicken oder eine Suche über alle Magazine im Sortiment laufen lassen. Dann kann man das Magazin als E-Paper auf dem Bildschirm anschauen, Lesezeichen setzen etc. pp. und es, so erklärte mir das Torsten Glanz, auch auf seinen Blackberry oder Palm übertragen.

Derzeit werden Verlage gesucht, die mitmachen – wobei es nicht nur für Magazine technisch machbar wäre, sondern auch für Zeitungen. Und man sucht noch nach ein bisschen Kapital für das Startup. Wenn alles gut geht will man aber am 1. Dezember online gehen.

Bisher ist die Website nicht wirklich vertrauenserweckend. Man sieht zwar was, aber jeder Klick führt zu einer Passworteingabe, selbst der auf „FAQ“ oder das Impressum. So eine kleine Tour durch die Möglichkeiten wäre natürlich nicht schlecht, Flyer wurden ja schließlich auch gedruckt.

Vpaper

Meine drei tollsten „Dinge, die niemand braucht“-Entdeckungen auf der IFA will ich dann aber auch noch loswerden. Da wäre zum einen der Fernseher für die Einbauküche, dicht gefolgt von der Mikrowelle mit eingebautem Fernseher. Klarer Spitzenreiter ist aber „Mirror Image“ von Ad Notam. Damit kann man ein Fernsehbild zum Beispiel in den Badezimmerspiegel bringen, damit man auch beim Rasieren oder Schminken nichts Tolles in der Glotze verpasst.

Bathroom Mirror TV

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IFA-Rundgang (5)

Ich war dann noch, siehe oben, auf der Suche was es in Sachen UMPC und Tablet-PC auf der IFA so zu sehen gibt. Das war aber eher ernüchternd.

Samsung Q1 Ultra

Samsung zeigte ein paar der neuen Q1 Ultra, die neben den vielen Bildschirmen ein bisschen untergingen, aber doch immer ein paar Interessierte anzogen. Meine Frage, ob die neue Dockingstation aber eigentlich auch für die „alten“ Q1s benutzbar ist, wie ich einen Besitze, konnte mir das nette Standpersonal aber nicht beantworten. Man sei, hieß es mit entwaffnender Ehrlichkeit, nur für die neuen Geräte geschult worden, über die alten wisse man gar nichts. Meine Frage wurde aber aufgenommen und ich soll sie per Email beantwortet bekommen. Da bin ich ja mal gespannt.

EasyNote XS10/20

Bei Packard Bell gab’s dann noch einen Nicht-Ganz-Wirklich-UMPC. Eher ist es ein wirklich kleines Subnotebook mit 7“ Display, ohne Touchscreen-Funktionalität. Der neue Easynote XS10/20 soll – und das ist für diese Größenordnung von Notebooks, wo ja immer eher gilt: je kleiner desto teurer – nur 699 Euro, möglicherweise sogar nur 649 Euro kosten, wie die Dame am Stand mir erklärte.

Hmmm, mir ist mein Q1 mit Organizer-Pack da lieber, aber sonst wäre das eine echte Alternative für die schreibende Zunft, die nicht gleich drei Kilo mit sich rumschleppen will, sondern „950 g of freedom“, wie Packard Bell schreibt.

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IFA-Rundgang (4)

Auf dem Weg zum IFA-„Bloghouse“ – yeah, Web 2.0 ist überall – bin ich dann noch am Mobiles-Fernsehen-Stand vorbeigekommen. Da lagen ein paar Handy-Prototypen für den Zugang zum neuen mobilen Fernsehen, sozusagen das DVB-T, das auch funktioniert, wenn der Empfänger sich mit großer Geschwindigkeit bewegt.

Obwohl ich mich ja schon frage, ob ich unbedingt in der S-Bahn oder in der Warteschlange im Supermarkt TV glotzen muss (so die Beispiele im netten Flyer), muss ich doch zugeben: Die Bildqualität auf den Demo-Geräten war richtig gut. Und weil das Signal normal abgestrahlt wird, braucht man auch keine Datenübertragung wie zum Beispiel via UMTS, sondern nur einen Empfänger. Die Geräteanbieter verlangen derzeit aber um die acht Euro pro Monat, damit bei den wenigen bereits erhältlichen empfangstauglichen Handys diese Funktion freigeschaltet wird.

Im „Bloghouse“ selbst, das am äußersten Ende der IFA in Halle 26 ist, war zunächst wenig los. So wenig, dass mich ein verzweifelter „Tagesspiegel“-Kollege gleich mal befragen wollte. Wir haben uns dann geeinigt, dass das nicht so gut kommen würde.

Web2.0-Lehrpfad

Den Web2.0-Lehrpfad fand ich so lala, ein paar nette Gags, aber wer nicht weiß, worum’s geht, wird es nach der Lektüre der bedruckten Sprechblasen jetzt auch nicht wissen. Warum man das Web 2.0 als „Mitmachweb“ unbedingt so statisch erklären muss, wissen wahrscheinlich nur die Controller, die ein paar Euro sparen wollten.

Mein Blogmaschinenbeitrag

Dafür durfte man dann in der „Blogmaschine“ selbst einen Text eingeben und ein kurzes Video aufnehmen, das dann im Videowürfel über den Köpfen der Besucher ablief. Da waren richtig kreative Sachen zu sehen, von der „Bergmaid“ über „Wo ist Sonja?“ bis zu „Ich hasse IT!“

Kurt Beck & Co.

Die Podiumsdiskussion mit Kurt Beck und viel Prominenz über IP-TV habe ich nur eine halbe Stunde lang ausgehalten. Das Podium war halt so super toll besetzt, wie der Moderator mehrfach betonte, dass man sich so viele unterschiedliche Sachen zu sagen hatte, dass ich gar nicht so recht wusste, was ich da soll.

Nur ein Beispiel: Nach 15 Minuten Gerede über IP-TV und darüber, dass das ZDF mit seiner neuen „Mediathek“ da ja jetzt mitmache meinte einer der Diskutanten, man solle doch mal zwischen IP-TV und „TV im ganz normalen Internet“ unterscheiden – und nur Letzteres mache das ZDF ja überhaupt. Ja dann…

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IFA-Rundgang (3)

Was ich mir auf der IFA unbedingt live anschauen wollte war das „MyNote Premium“-Grafiktablett von Aiptek. Es sieht aus wie ein DIN A4-Klemmbrett mit ein paar Bedientasten an der linken Seite. Drauf klemmt man normales Papier, weiß, liniert, kariert, was man will. Dann schreibt man darauf mit einem besonderen Stift, der etwas dick ist, aber gut in der Hand liegt. Man sieht, was man schreibt, ganz normal. Zugleich wird der Inhalt im digitalen Speicher des „Klemmbretts“ abgelegt. Wenn eine Seite voll ist und man umblättert, muss man eine Taste drücken, damit auch digital im Speicher umgeblättert wird.

MyNote Premium

Zu Hause oder wieder im Büro stöpselt man das Brett an den PC ein und die Seiten werden automatisch in den PC eingelesen. Dort kann man sie dann weiterverarbeiten, aber das konnte mir die nette Aiptek-Dame am Stand leider nicht so richtig zeigen. Aber ich glaube ihr das mal. Das Brett liegt gut in der Hand, ist nicht schwer, und benötigt nur zwei handelsübliche Batterien (oder Akkus, natürlich) zur Stromversorgung.

Ich habe ja einen Samsung Q1 Ultra-mobile PC (UMPC), mit dem ich immer genau das tun wollte – digital schreiben und die Notizen so digital leicht archivieren zu können. Aber, ehrlich gesagt, das ist doch nicht ganz so komfortabel und schnell zu schreiben, vor allem bei Pressekonferenzen, wo es auf Zeit ankommt, weil da vorne jemand zügig spricht. Da ist das MyNote schon irgendwie näher am echten Leben dran.

Einziger Minuspunkt: Man braucht zwar kein spezielles Papier, aber spezielle Minen, weil die magnetisch sind und so das „Klemmbrett“ überhaupt erst weiß, was ich schreibe. Da werde ich mal noch ein bisschen die Gesamtkosten recherchieren, aber ansonsten erscheint mir das für das, was ich immer für den Journalisten-Alltag wollte, ein richtig brauchbare Lösung.

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IFA-Rundgang (2)

Mehr als Flachbildschirme interessiert mich da schon das „Digital Music System“ von Sonos. Musik von der Festplatte streamen und überall in der Wohnung hören, das klingt doch gut. Der Preis mit knapp 1000 Euro aber weniger.

Die Konkurrenz von Philips verlangt im Prinzip genauso viel Geld, hat aber jetzt mit der WAC3500D ein „Micro-Stereo-System“ im Sortiment, das erstmal genauso aussieht wie die 08/15-Micro-Anlagen, aber a) eine eingebaute Festplatte von 80 Gigabyte hat und auf die man b) via Wlan zugreifen kann.

Das klingt ziemlich gut – und kostet mit 499 Euro erstmal nur die Hälfte. Wenn man von anderswo auf diese Basisstation zugreifen will, dann braucht’s einen sogenannten Satelliten, der wieder mit rund 300 Euro zu Buche schlägt, aber erstmal bräuchte ich den nicht unbedingt.

Beim Vorbeigehen noch so am Rand gesehen: Ganz simple SD-Camcorder, zum Beispiel von Odys. Für knapp 100 Euro (im Laden) kann man mal eben so rumfilmen und das Ergebnis ruckzuck in den PC spielen. Für mal eben bloggen oder ähnliches nicht übel.

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IFA-Rundgang (1)

So, jetzt war ich auch auf der IFA. Oder muss ich sagen „on the IFA“? Ist ja alles ziemlich Englisch hier, wie schon im vergangenen Jahr. „My Media“ heißt da eine Abteilung zum Beispiel – drunter geht’s wohl nicht. Immerhin heißt’s nicht „My Media 2.0“, aber das kommt wahrscheinlich 2008.

TV is dead

Erster Eindruck: Die Technik passt sich dem Inhalt an. Oder anders gesagt: Die Fernseher bleiben flach bzw. werden noch ein bisschen flacher. Überall. Normale Fernseher, so wie ich sie von früher kenne, gibt es eben nicht mehr. Aber von den neuen flachen stehen tausende herum, von verschiedenen Herstellern, aber für mich sehen die alle gleich aus.

Flimmern

Unterschiedlich groß sind sie schon, aber verschiedene Größen hat jeder Hersteller. Von klein über mittel bis normal und riesig. Und super-riesig. Ich frage mich immer, ob die Leute sich dann bei den „Ich habe Deinen Freund geküsst“-Talkshows dann richtig dabei fühlen, wenn die Bildschirmfiguren erst mal Lebensgröße erreicht haben.

Auffallend ist, dass die Geräte natürlich immer in toll abgedunkelten Showrooms stehen. Das Bild – gestochen scharf. Keine DVB-T-Ausfälle wie im normalen Leben (fluch, maul) und natürlich auch kein Fenster an ungünstiger Stelle im Wohnzimmer. Und es ist immer so eingerichtet, dass das Sofa im optimalen Abstand zum Flachschirm steht. Und natürlich niemand so leicht seitlich sitzen muss. Wie vielleicht in echt. Aber, hey, es ist eine Messe. Zum Verkaufen. Eben.

Aber ehrlich gesagt: Mit so vielen Fernsehern kann ich irgendwie nix anfangen. Meiner funktioniert noch ganz prima. Und wenn er mal kaputt geht, okay, dann muss halt ein flacher her, wenn’s nichts anderes mehr gibt. Aber begeistern, nö, kann mich das nicht.

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