Was macht eigentlich…

…Bill Gates? Er sitzt in seinem Büro mit drei Computermonitoren und schreibt Emails mit Outlook 2007 und lobpreist die Microsoft-Sharepoint-Technologie. Nachlesen kann man den Gastbeitrag von Mr. Microsoft bei Apple Microsoft natürlich.

Und wahrscheinlich benutzt Bill für die wenigen Papierausdrucke, die er noch braucht, auch solche schicken Aktenmappen

Neuer Ordner

die man bei Haseform kaufen kann.

haseform-Link via: ToolBlog

Gebt her eure Gene

Ich lese ja gerade “Next” von Michael Crichton, da passt diese Nachricht ja wie die Faust aufs Auge:

23andMe ist ein neuer Service, dem man eine Speichelprobe schickt und der dann die eigenen Gene analysiert. Man kann, wenn viele aus der eigenen Familie das machen, feststellen, wer einem was vererbt hat. Und man kann auch nachschauen, wie das eigene Risiko für bestimmte Krankheiten ist:

The 23andMe Odds Calculator helps you put it all in perspective, allowing you to combine genetic information, age, and ethnicity to get an idea of which common health concerns are most likely to affect a person with your genetic profile.

Kostenpunkt: 999 US-Dollar – und nur in den USA zu haben.

Dahinter steckt – laut Golem – auch Google. Dann können sie ja die Geninfos gleich mit den Suchinteressen vergleichen, vielleicht gibt’s ja ein Google-Gen, ein Yahoo-Gen oder ein “Spiegel Online”-Gen? Oder ein “Ich bin doof und gebe alles von mir preis”-Gen?

Und dann kann man ja nur hoffen, dass nicht irgendwann mal wer die ganzen Daten auf CD brennt und ins Nirwana schickt. Oder an einen großen Versicherungskonzern, so aus Versehen.

via: ad hoc

Update 23.11.2007:
Bei adhoc wird die Google-Verwertungsgeschichte weitergesponnen.

Tags: , ,

Not so Kindle

Amazon hat in den USA seinen E-Book-Reader Kindle vorgestellt. Die Idee: Ein leichtes, kleines Gerät zum immer dabei haben, dass kein normales Display benutzt, sondern E-Ink. Dadurch soll weniger Strom verbraucht werden und vor allem ein klares Schriftbild auch bei schlechten Lichtbedingungen erreicht werden – wodurch die Augen nicht wie bei Bildschirmarbeit ermüden (sollen).

Die Marktmacht von Amazon, wo Ebooks von Beststellern für den Kindle in den USA deutlich billiger zu haben sind als die Papiervariante, könnte dem Gerät durchaus helfen, auch wenn die Anschaffung (noch) mit 399 Dollar zu Buche schlägt.

Nett in den USA (wobei ich nicht weiß, wie das hierzulande gehen würde): Das Gerät klinkt sich auf Wunsch ohne jedes Nutzerzutun in das Mobilfunknetz ein und kann darüber neue Bücher quasi “magisch” ohne jeden Vertrag oder Wlan-Fummelei runterladen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Thomas Knüwer vom Handelsblatt hat das Kindle bereits gnadenlos verrissen:

“Die Zukunft des Lesens” soll es verkörpern, glauben wir der “Business Week”, was nur beweist, wie weit manche Journalisten gehen, wenn sie eine Exklusiv-Geschichte bekommen. Denn schon ein Blick auf das schmucklose Teil zeigt, dass es niemals eine Chance im Markt haben wird.

Nun ja, der Commodore C64 war auch als “Brotkiste” verschrien – er war nicht ganz unerfolgreich, eine zeitlang. Bis etwas besseres kam. Und selbst das nächste Gegen-Kindle-Argument passt in diesen Vergleich:

Jeder Versuch, E-Books zu etablieren, ist bisher gescheitert. Vorhersehbar gescheitert, möchte ich ergänzen. Denn Bücher sind ein langsames Medium. Ich brauche nicht von jetzt auf gleich den Lesestoff.

Damals hat man auch gesagt, kein Mensch braucht einen Computer zu Hause. Und, klar, kein Mensch braucht “Video on demand”. Entweder man schaut das, was im Fernsehen kommt, oder man hat rechtzeitig geplant, in eine Videothek zu gehen. Für manche mag das ja gelten – für andere (und die Frage ist: viele andere?) – nicht.

Warum sollte man denn ein Buch nicht auf diese elektronische Weise lesen, wenn man es danach sowieso nur ins Regal stellt und nie wieder anfasst? Das gilt nicht für alle Bücher, nicht für solche, die man gerne immer wieder anfassen will. Aber für die Dutzendware, deren Existenz man nach sechs Monaten schon wieder vergessen hat? Warum nicht.

Für uns Journalisten interessant:

In dem Kindle-Werbevideo von Amazon wird auch gezeigt, wie der Kindle-Besitzer sein Gerät so einstellt, dass es morgens ohne sein Zutun die New-York-Times empfängt. Morgens beim Kaffee sind die Texte dann einfach auf dem Gerät.

Denn das ist ein Unterschied zu all den anderen Lösungen, wie etwa die Sachen mit dem iPod-Touch zu lesen, wie Thomas Knüwer empfiehlt: Es – man muss sagen: scheint, wir haben es ja noch nicht in der Hand gehabt – ist simpel. Es funktioniert wie der Zeitungszusteller am Morgen, einfach so, ohne Klicks und Klacks und Wartezeiten beim Seitenaufbau.

James Kendrick von jkOnTheRun hat ein kleines Video mit seiner ersten Zeit mit dem Kindle gemacht:

Sein größter Kritikpunkt: Die Anordnung der Tasten. Aber das lässt sich ja eigentlich in der nächsten oder übernächsten Version des Geräts leicht ändern.

Im Moment, so heißt es auf der Amazon-Seite, ist das Gerät übrigens – ausverkauft. Wegen der großen Nachfrage. So viel zum hässlichen Design (aber wir wissen ja auch nicht, wie viele Geräte sie überhaupt hergestellt haben…)

Tags: , , , , ,

Plus 9,4 Prozent

Eine Gehaltserhöhung um fast zehn Prozent (9,4 Prozent). Nein, das ist nicht die Forderung der IG Metall für die nächste Tarifrunde und auch nicht das von den Lokführern erzielte Endergebnis. Es ist die Gehaltserhöhung, die sich die Abgeordneten des Deutschen Bundestages am Freitag genehmigt haben. 7339 Euro erhalten die Parlamentarier ab ersten Januar, ein Jahr später erhöht sich die Summer dann auf 7668 Euro.

So richtig aufregen mag man sich da gar nicht, schließlich wird die Politik schon seit Ewigkeiten üppig aus der Staatskasse finanziert, da sind die Diäten nur ein kleiner Teil. Und auch so richtige Empörung angesichts der deutlich zäheren Debatte, ob man den Hartz IV-Regelsatz nicht rascher an die steigenden Preise anpassen müsste, mag sich nicht breit machen. Man hat ja nichts anderes erwartet.

Was mich allerdings aufregt sind die schönen Worte, die die Gehaltsanheber für diesen Schritt finden. Anstatt zu sagen, welcher Angestellte würde sich nicht selbst seine Bezüge kräftig erhöhen, wenn er es so leicht könnte, wie wir, oder wenigstens die Klappe zu halten, wird da ganz, ganz tief in die rhetorische Schmuckschatulle gegriffen. Und, ja, der folgende Beitrag ist das, was man populistisch nennen könnte. Nur: was soll man machen, wenn das nun mal richtig ist? Und irgendwie sind die Abgeordneten mit ihrer Begründung doch selbst schuld.

Exemplarisch nehmen wir da einfach mal die Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt von der CSU, die bei “Spiegel Online” wie folgt zitiert wird: Es gehe darum,

die Abgeordneten angemessen zu entschädigen, um die Besten für das Parlament gewinnen zu können.

Das ist sozusagen die Fachkräftemangel-Debatte der Berufspolitiker. Klingt ja auch logisch: Ein Josef Ackermann verdient in der freien Wirtschaft Millionen im Jahr, so einer würde doch nicht für 7000 Euro im Monat in den Bundestag gehen. Bei 7700 Euro fängt er ja vielleicht an nachzudenken… Allerdings scheint es ja schon mit der alten Bezahlung nicht wirklich ein Problem gewesen zu sein, genug Bewerber zu finden, schließlich gibt es regelmäßig deutlich mehr Kandidatinnen und Kandidaten bei Bundestagswahlen als zu vergebene Arbeitsplätze.

Die Frage ist nur: Wer wäre denn auf einen Job wie Ackermann gekommen, wenn er nicht Politiker geworden wäre? Oder wenigstens in die Investmentbanker-Abteilung der Deutschen Bank? Oder irgendwas anderes, wo man rund 100.000 Euro Jahreseinkommen hat? Frau Hasselfeldt war vor ihrer Politkarriere laut Wikipedia “Leiterin der Abteilung Berufsberatung im Arbeitsamt Deggendorf”. Viele andere kann man sich gerade noch als Grundschullehrerin, Abteilungsleiter im Finanzamt oder so manche SPD-Vize-Parteivorsitzende als Kreisgeschäftsführerin der Awo vorstellen.

Und, mal umgekehrt gedacht, müssten die Bundestagsabgeordneten nicht deutlich schlechter bezahlt werden, schließlich ist es eine Investition in die Zukunft, heute Politik zu machen. Kein Mensch würde dem Ex-Taxifahrer Joseph Fischer fünfstellige Eurobeträge für Reden bezahlen. Dem Ex-Politiker aber sehr wohl.

Und Hasselfeldt erklärte, man wolle künftig die

Diäten dem Einkommen eines Bürgermeisters einer Stadt zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern

anpassen, was nach Koalitionsangaben auch den Bezügen von obersten Richtern an Gerichten entspricht. Auch das klingt ja erstmal logisch, schließlich hat man ja als Bundestagsabgeordnetet, der über das Wohl und Wehe des Landes entscheidet, viel Arbeit und viel Verantwortung.

Verantwortung? Nun ja, die beschränkt sich für die meisten darauf, so abzustimmen, wie es der Fraktionsgeschäftsführer anweist. Von der Sache muss man da weniger verstehen als die Stenografin am mittleren Gericht. Nur mal so als Beispiel, wie das mit der Verantwortung so ist. “Heise online” berichtet über die Abstimmung zur Vorratsdatenspeicherung im Deutschen Bundestag wie folgt:

26 Sozialdemokraten haben laut einer Zusatzerklärung zum scharf kritisierten Beschluss des Gesetzes zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung durch den Bundestag nur mit starken Bauchschmerzen zugestimmt. “Trotz schwerwiegender politischer und verfassungsrechtlicher Bedenken” vor allem gegen die abgesegnete Vorratsspeicherung von Telefon- und Internetdaten habe man dem Entwurf aber letztlich zugestimmt, heißt es in der zu Protokoll gegebenen Rechtfertigung. (…) Letztlich sei die Zustimmung aber auch vertretbar, “weil davon auszugehen ist, dass in absehbarer Zeit eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts möglicherweise verfassungswidrige Bestandteile für unwirksam erklären wird”.

Anders formuliert: Man hat nicht den Mumm, seinen Job zu machen und nur nach dem eigenen Gewissen abzustimmen, weil man seine Parteikarriere nicht gefährden will, und schiebt den Job den Bundesverfassungsrichtern zu. Also für mich schon ein klarer Hinweis darauf, dass Richter dann doch deutlich besser bezahlt werden sollten als Bundestagsabgeordnete, weil die ja schließlich auch noch den Job der Parlamentarier mitmachen müssen.

Und da ist ja dann immer noch das schöne Argument von der belastenden Tätigkeit. Die Woche über im Berlin und dann am Wochenende im Wahlkreis von Volksfest zu Volksfest ziehen, das schlaucht schon. Nur – was hat das mit der Arbeit im Bundestag zu tun? Klar, man will wiedergewählt werden, schön. Aber kann der Arbeitnehmer den Bowling-Abend mit den Kollegen von der Steuer absetzen, weil er ja schließlich Netzwerke knüpfen muss, um bei der nächsten Beförderung nicht blöd dazustehen? Akzeptiert der Arbeitgeber das als Arbeitszeit und zahlt den Überstundenzuschlag? Das wäre mal eine Gesetzesänderung, für die sich die Bundestagsabgeordneten stark machen könnten.

Ansonsten wäre ich dafür: Das Geld zügig einstecken, aber bitte nicht so Rumheucheln.

Tags: , ,

Häuslicher Nerd

Ich bin “der häusliche Nerd”, hat mir das Shoposkop erklärt. Und sagt mir dankenswerterweise auch, was das ist:

Wenn es den Computer nicht schon gäbe: Sie hätten ihn erfunden. Bloß in besser. Denn egal ob das Fahrrad, die Waschmaschine oder Windows nicht geht – Sie wissen, wie man das wieder hinkriegt. Form follows Function lautet Ihr Motto und die Welt von Morgen ist Ihr Zuhause. Gleichwohl gibt es in Ihrem Leben auch Tage, die Sie am liebsten mit einer Wärmflasche auf dem Sofa verbringen. Und dabei ein bisschen darüber nachdenken, welche Farbe Ihr Heim besonders harmonisch erscheinen lassen würde. Und wenn Sie mal einen guten Tag haben, setzen Sie auch gerne mal die rosa Brille auf. Denn unter uns: niedlichen Hallo-Katzen, Biedermeierimitat und Totenkopftassen können Sie schon etwas abgewinnen. Spaß muss schließlich sein!

Und ehrlich gesagt – so falsch finde ich das gar nicht.

Die Produkte, die mir empfohlen werden, finde ich auch gar nicht so schlecht. Nintendo Wii, Halo 3 oder eine Solar-Schlüssellochbeleuchtung. Nur was ein einem Nabaztag sein soll, das verstehe ich nicht. Obwohl… irgendwie ja ganz süß, die Dinger:

via: Wortfeld

Tags: ,

Maxdome reloaded

Ich hatte ja schonmal geschrieben, dass ich mit meinem DSL-Anschluss zu 1&1 gewechselt bin und dort nebenbei einen Internet-TV-Zugang bei Maxdome bekommen habe. So richtig klappte das von Anfang an nicht. Die Set-Top-Box stand bei uns die meiste Zeit nur als Staubfänger im Wohnzimmer rum. Was auch daran lag, dass alle kostenlosen Filme Schrott sind und der Rest doch eher, hmmm, hochpreisig.

Aber weil wir ein paar verpasste Folgen “Lost” gucken wollten, hatten wir das Ding dann doch in Betrieb genommen. Abgesehen von umständlicher Menüführung und seltsamen Fehlermeldungen vor dem Filmabspielen, die beim nächsten Versuch dann wieder weg sind, lief es auch ganz gut.

Und dann, ein paar Tage später, ging nix mehr. Die Box vergisst die Wlan-Einstellungen, findet die Fritz-Box nicht mehr. Niente. Nada. Pech gehabt. Der einzige Ausweg, nach langem Suchen: Die blöde Box via Kabel an die Fritz-Box anschließen, dann installiert das Ding irgendwelche Software-Updates und danach geht’s auch wieder ohne Kabel. Erstmal, also bis jetzt zumindest.

Nur, liebe Leute von 1&1 und Maxdome, Massenmarktkompatibel ist so ein Produkt natürlich nicht. Jeder normale Mensch würde das Zeug, wenn’s denn nicht funktioniert, eben in die Tonne treten und auf weiteres Geldausgeben via pay-per-view verzichten. Erscheint mir als Geschäftsmodell noch verbesserungsfähig. Ebenso übrigens wie die Bildqualität. Aus irgendwelchen Gründen flimmert es bei uns gewaltig – obwohl DVB-T-Tunter und DVD-Player ganz prima funktionieren.

Tags: , ,