…ist Türke. Oder Türkin. So viel steht seit heute fest. In der 119. Minute der Verlängerung zurückzuliegen und dann zurückzukommen. Und im Elfmeterschießen zu gewinnen.

TEBRIK EDERIM!
Tags: Fußball, Fußball-EM, Türkei, Fußballgott
…ist Türke. Oder Türkin. So viel steht seit heute fest. In der 119. Minute der Verlängerung zurückzuliegen und dann zurückzukommen. Und im Elfmeterschießen zu gewinnen.

TEBRIK EDERIM!
Tags: Fußball, Fußball-EM, Türkei, Fußballgott
Das ist doch mal eine freundliche eindeutige Bürgeransprache.
Mit Dank an meine Schwester.
Tags: Schild, Bürger, Müllabladeplatz
Jetzt steht die Nationalelf im Halbfinale (weil sie wirklich besser war als die etwas enttäuschenden Portugiesen) – und draußen schießen nicht mehr Leuchtraketen in den Himmel als bei dem pisseligen Sieg in der Vorrunde gegen Polen.
Ja, wo simma denn?
Oder ist es ganz einfach: Das Pulver zu früh verschossen – ganz anders als die Spieler auf dem Platz.
Tags: Fußball, Fußball-EM, Deutschland, Portugal
Irgendwie war da doch was mit der Finanzkrise. Bei den Banken, in Übersee vor allem. Aber irgendwie auch hierzulande. Hierzulande? Nee, das muss ein Missverständnis sein.
Die Deutsche Bank schickt uns auf jeden Fall heute eine einseitige Pressemitteilung über die Abgeltungssteuer in einem DIN A4-Umschlag, Portokostenpunkt: 1,45 Euro.
Kleiner Anlagetipp (unter Ausschluss allen Rechtsweges und so weiter): Jetzt Deutsche-Bank-Aktien kaufen, denen scheint es gut zu gehen. Und noch einen Stapel Post-Papiere dazu nehmen, denn die verdienen offenbar prächtig.
Während sich Datenschützer über ausufernde Videoüberwachung, Datenaustausch mit den USA über Flugpassagiere, Fingerabdrücke in Pässen und Iris-Scans für U-Bahn-Monatskarten Gedanken machen und mit dem Bundestrojanerinnenminister streiten, hat der einen ganz anderen Plan. Einen finsteren Plan. Den Plan, der sicher näher an die Weltherrschaft führt, als jeden PC dieser Republik mit einer elektronischen Wanze anzuzapfen.
Es geht ganz offensichtlich um einen Plan, die zentralen Geräte unserer Gesellschaft anzuzapfen, die in den Herzen des Kapitalismus (Börsenplätze, Banken…) genauso unverzichtbar sind wie in den Büroräumen der “Vierten Gewalt” aka Medien. Es geht darum, die Kontrolle über diese Geräte zu erreichen – und damit auch die Kontrolle über die von ihnen Abhängigen.
Es geht um – die Macht über die Kaffeemaschinen. Oder wie Heise es noch nüchtern, ohne die geheimen Zusammenhänge mit dem Bundestrojaner-Plan zu durchschauen, nennt:
Hackerangriff auf Kaffeemaschine möglich
Hintergrund ist die Idee des Kaffeemaschinenherstellers Jura, die Kaffeemaschine mit dem Netz zu verbinden, um so die Anfahrt von Servicetechnikern zu reduzieren. Doch die Folgen sind laute Heise:
Laut dem Bericht eines australischen Sicherheitsspezialisten weist das Internet Connection Kit des Kaffeemaschinenherstellers Jura Sicherheitslücken auf, mit denen Hacker anderen Leuten den Kaffee versauen können. So schreibt Craig Wright in einem Mailing an die Bugtraq-Mailing-Liste, dass es über das Netz möglich sei, in der Kaffeemaschine die Einstellungen zur Zubereitung zu ändern. Dabei ließe sich die Standardmenge des Kaffeepulvers und des Wassers einstellen. Wenig Pulver mit viel Wasser käme dabei wohl für viele Kaffeetrinker sicherlich einer Denial-of-Service-Attacke gleich.
Es wird Zeit für eine Kampagne gegen netzwerkfähige Kaffeezubereitungsanlagen. Es reicht doch eigentlich, wenn man eine Webcam auf die Kaffeemaschine richtet.
Tags: Schäuble, Überwachung, Hacker, Kaffeemaschine
Unter Ballsaal.net gibt es ein virtuelles Museum zur EM mit zwölf Ausstellungsstücken. Zum Beispiel dem Wörterbuch, mit dem Otto Rehagel die Griechen erst mal zum Sieg geführt hat, damals. Und weil es jetzt im Museum liegt, hat es offenbar in Österreich nicht so recht geklappt.
Die Schaustücke sind allemal spannender und unterhaltsamer als das zuletzt müde Gekicke der deutschen Elf. Und nicht halb so ernst. Und todernst wie ein Elfmeterschießen in der ersten Halbzeit.
Unter “Zeitzeugen” kann man sogar die echte Locke bewundern, die sich Rudi Völler damals… aber seht selbst:
Tags: EM, Fußball-EM, Museum, ballsaal.net
Eine Nachricht ist immer dann, wenn etwas Spannendes, etwas Überraschendes passiert. Also “Mann beißt Hund” statt “Hund beißt Mann”. Wenn Unternehmen eine Nachricht produzieren wollen, aber nicht wissen, womit, dann geben sie gerne mal eine Studie in Auftrag. Zum Beispiel bei der GfK, der Gesellschaft für Konsumforschung.
Das haben die Allianz und die Dresdner Bank gleich zusammen gemacht und teilen der interessierten Öffentlichkeit heute mit:
Das sind zentrale Ergebnisse einer repräsentativen Befragung der GfK im Auftrag von Allianz und Dresdner Bank. Anlass der Studie ist die aktuelle Debatte über die Bedeutung von Finanzmärkten und die Konsolidierung des Bankenmarktes in Deutschland.
Klingt ja erstmal verlockend, nur leider ist das Ergebnis eher nach “Hund schläft tagsüber in Hundehütte”, wie schon die Überschrift der Meldung verheißt:
“Bankkunden wünschen sich günstige Preise, hohe Zinsen und umfassende Beratung”
Das hätte ich auch ohne Studie zusammenfassen können. Bald kommt bestimmt eine des Reisebüroverbandes mit dem Titel: Deutsche wünschen sich im Urlaub schönes Wetter, keinen Stress und wollen dafür wenig zahlen. Ein echter Kracher. Leider alles – nur keine Nachricht.
Tags: Umfrage, Bankkunden, Nachrichtenlehre
Die Schlagzeile ist Programm. Auch wenn sie sich im Original so liest: “Kein Applaus f=C3=BCr Schei=C3=9Fe=20″
Oder anders angefangen: Was würde man von einem Werbekongress erwarten? So als Laie? Naja, vielleicht nicht wirklich prickelnde Inhalte, aber eine tolle Vermarktung. Eine fulminante Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel.
Und da kommt “Kein Applaus f=C3=BCr Schei=C3=9Fe=20″ ins Spiel. Denn nicht nur, dass die Pressemitteilung, die da am Dienstagabend ins Mailfach flatterte, schwer lesbaren Text dieser Form enthielt
Die Gewinner des Berliner Kommunikationspreises 2008 i= n den Kategorien =E2=80=9EVerdammt gehaltvolle Strategie=E2=80=9C und =E2= =80=9EGanz sch=C3=B6ne Kreation=E2=80=9C stehen fest. Auf der Vollkontaktme= sse im Energieforum Berlin haben sich 187 studentische Teams unter der Anle= itung 17 renommierter Agenturen der Jury pr=C3=A4sentiert und wurden auf de= r Gala im Cookies f=C3=BCr die Fr=C3=BCchte ihrer zweit=C3=A4gigen Workshop= -Arbeit ausgezeichnet. Zum Goldenen Hirschen Berlin wurde f=C3=BCr den best= en Messeauftritt, KNSK Hamburg f=C3=BCr die beste Personalanzeige im Werbek= ongre=C3=9F-Katalog geehrt.=20
und die Mail keine Betreffzeile hatte, was das Einsortieren im Redaktionsalltag doch etwas erschwert. Nein. Die Werbeprofis haben es auch noch fertiggebracht, sämtliche Empfänger – gefühlte 500 – im Klartext mitzuschicken, dankt Eintrag ins “To:”- statt ins “BCC:”-Feld. Gibt’s denn nicht irgendwo wenigstens Einsteigerschulungen für den Mailverkehr im Werberumfeld?
Aber so, wie man diesen Blog-Beitrag mit der ersten Zeile dieser missratenen Pressemitteilung beginnen kann, so kann man sie mit der letzten Zeile schließen:
“kanal voll \ Werbekongre=C3=9F 2008=20″
Tags: Werbekongress, Werbekongress 2008, Applaus für Scheiße
Wir haben die Schmach von Cordoba vergessen gemacht. Unsere Jungs haben den Österreichern gezeigt, wo der Hammer hängt. Also zumindest Michael Ballack, zumindest einmal. Und unsere Abwehr hat keine Chance der Ösis zugelassen. Naja, zumindest keine, die deren Spieler irgendwie verwerten konnten.
Auf jeden Fall haben wir den Gastgeber mit 1:0 nach Hause geschickt. Äh, also zu Hause gelassen, aber er darf nicht mehr mitspielen. Schwarz-rot-gold, Oléoléolé!
Deutschland ist damit völlig überraschend doch noch ins Viertelfinale eingezogen, das Wunder der Türkei verblasst gegen unseren teutonischen Kraftakt. Na gut, vor der EM war die Gruppe noch als Freilos tituliert worden, aber vor dem Spiel ist eben nicht nach dem Spiel, oder so.
Und stimmt ja auch, der spannendste Moment war, als die Trainer auf die Tribüne mussten. Und bei dem Spiel störte mich noch nicht mal, dass ständig nur A- (Merkel) und B-Prominenz (Boris Becker) eingeblendet wurden statt Ecken und Freistöße zu zeigen. Weniger spannend als das Tun auf dem Spielfeld war es auch nicht zu beobachten, wie Außenminister Steinmeier gelangweilt in einem Programmheft blätterte und sich vermutlich fragte, wann das Spiel beginnt.
Aber Cordoba! Cordoba! Wir haben den Fluch bezwungen. Nicht wirklich zum ersten Mal, aber bei so einem Fluch weiß man ja nie, ob er wirklich schon besiegt ist. Deshalb: Leuchtraketen in den Himmel, Hupkorso auf den Straßen, wir sind eine Runde weiter!
Oder anders gesagt: Feiern, so lang es noch geht. Denn nach dem Portugal-Spiel ist leider, leider schon alles vorbei. Wenn nicht ein Wunder passiert. Was heißt Cordoba eigentlich auf deutsch?
Tags: Fußball-EM, Deutschland, Österreich, Peinlich Peinlich
Hat Romuald Schaber wieder zugeschlagen? Der Mann mit dem ausgefallenen Namen und dem Vorsitz des BDM, des Bundes Deutscher Milchviehhalter, bei dessen Abkürzung ich immer an was ganz anderes denken muss, hat er möglicherweise heimlich die nächste Stufe gezündet? Die nächste Stufe des Milchboykotts.
Denn so sah es heute Nachmittag in meinem “Extra”-Einkaufsmarkt in Berlin Prenzlauer-Berg aus:
Und das war die Erklärung:
Dabei dachten wir doch alle, die Milchengpässe wären vorbei. Mist, muss ich zur Fußballübertragung doch wieder Bier trinken. Von wegen “Die Milch macht’s!”.
Tags: Milch, Milchboykott
Printed from: http://streim.de/2008/06/
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