Danke, HP!

Auch wenn dies der zweite techniklastige Blogeintrag heute ist, so möchte ich doch der Firma HP meinen herzlichen Dank aussprechen. Herzlichen Dank für zwei Tage mit ausgefeilten Internetrecherchen, mit ewigem Rechner-Neu-Starten, mit Wundern und Fluchern. Aber eben mit einer Menge Erkenntnisgewinn. Liebe Firma HP, lernt programmieren! Danke.

Hintergrund: Auf einem HP Notebook ging plötzlich das Update von AntiVir nicht mehr. Seltsam. Deinstallieren und Neu-Installieren des Virenscanners hilft ja manchmal. Aber in diesem Fall nicht.

Ein Blick in den Taskamanager zeigt, dass ein Prozess – svchost – 99 Prozent der Rechnerleistung beansprucht, wenn AntiVir versucht, sich upzudaten.

Google im Netz führt mit solchen Suchbegriffen unweigerlich zu Seiten über Würmen, Trojanern und Viren. Grusel. Doch alle Scans des Computers mit diversen Programmen zeigen nix wirklich Bedenkliches. Und doch wird in solchen Fällen dann oft die komplette Neuinstallation des Systems empfohlen, um möglicherweise sehr gut versteckte Schädlinge wegzubekommen.

Eher durch Zufall hat Google dann diesen Link präsentiert. Und, ja, auch an dem HP-Notebook hängt so ein HP-Multifunktions-Drucker-Gerät, das auch scannen und was weiß ich noch kann. Kann HP super bauen, finde ich. Nur Treiber, die können sie offenbar nicht programmieren. Denn der Druckertreiber klaut sich praktisch alle Computerressourcen. Darauf muss man mal kommen.

Die Problemlösung ist dann sehr simpel (aus dem obigen Link zitiert):

To resolve the problem:
start –> run –> services.msc
- above brings services UI
- Right click on “HP Network Device Support” service,
- select property.
- in Startup type pulldown menu, changeto “Manual” from “Automactic”.
- You are good to go.

Nun ist alles wieder gut.

Und ich möchte meine Danksagung an HP mit diesem wunderschönen Zitat aus dem Film “Leben des Brian” beschließen, gewidment den Hewlett-Packard-Programmierern:

“Nun, alles in Ordnung, Brian. Setz’ dich. Nimm dir ‘nen Keks. Mach’ es dir schön bequem. Du Arsch! Du dämlicher, spatzenköpfiger, völlig irre gewordener…”

Tags: , , , , ,

Mailmigrationsagentur

Wer seine Mails eine zeitlang mit Thunderbird verwaltet hat und dann, warum auch immer – so wie ich – auf Outlook umsteigt, hat ein Probelm: Die Mails aus Thunderbird lassen sich nicht so einfach in Outlook übertragen, weil das nicht vorgesehen ist weil Outlook aus seiner Datenstruktur ein großes Geschäftsgeheimnis macht.

Im Netz kursieren verschiedene Lösungmöglichkeiten, die letztlich auf zwei Varianten rauslaufen:

  1. Über den Umweg mit Outlook Express (erstmal wieder installieren etc.) und mindestens einem weiteren Tool alle Mails, Ordner für Ordner, von Hand umziehen. Klingt langwierig, nervig, fehleranfällig.

  2. Über einen IMAP-Server. Das heißt, den neue Exchange-Account als Imap-Postfach (klingt kauderwelschig, ist aber einfach) in Thunderbird eintragen und dann einfach die Mails in die neuen Ordner verschieben. Klingt gut, funktioniert gut, hat aber einen Haken (war ja klar): die Mails bekommen als “Empfangen”-Datum das Datum von heute. Für ein Mailarchiv, das teilweise bis 1999 zurück reicht, ist das schon ein bisschen, hmmm, dumm.

Trotz intensivem Googling habe ich lange nix gefunden, was auf eine weitere Lösung hindeutet. Bis jetzt:

Aid4Mail. Das Programm (für Windows) bietet Ex- und Import für die verschiedensten Programme an. Die kostenlose Testversion hat das Projekt auch prima erledigt und ihre Funktionsfähigkeit beweisen, nur leider kann sie – ist eben eine Test(!)version – nur 50 Mails pro Ordner verarbeiten und verändert noch dazu die Betreff-Zeilen.

Jetzt stellt sich die Frage: Ist die Lösung dieses Problems mir die verlangten 49,95 Euro wert?

Auf jeden Fall endlich eine einfache Lösung für Thunderbild-zu-Outlook-Umziehen-Problem. Und wenn man sich die Beschreibung anschaut: Noch für eine Menge Probleme mehr.

Tags: , , , ,

Wie werde ich Regiesseur?

Kann mal irgendjemand den Regie-Führenden der öffentlich-rechtlichen Sender ARD & ZDF sagen, dass ich bei einer Fußballübertragung gerne Fußball sehen möchte. Also das Spiel. Also meistens da, wo der Ball ist?

Jüngst bei der Wasserschlacht zwischen der Schweiz und der Türkei gefiel sich die zuständige Regie schon dabei, vor allem Regentropfen vor Scheinwerfern oder nasse Zuschauer zu senden, statt das Geschehen auf dem Platz.

Und heute haben die Spezialisten sogar das 1:0 der Rumänen gegen Italien verschnarcht, weil die schneller Freistöße ausführen, als Fernsehmacher so vor sich hindenken. Und dafür werden meine Gebühren-Euro ausgegeben?

Tags: , ,

Anregungen für die SPD

Ehrlich, liebe Sozialdemokratie, auch wenn das Thema ja zuletzt wieder ausgepackt wurde, die Sache mit dem Sozialtarif bei Energiepreisen, die ist doch wirklich extrem “old school”. Und die Studie, auf die ihr euch stützt, dass Vermögendere mehr Energie verbrauchen als Ärmere – geschenkt. Das ist doch nur ein kleiner Teil der Wahrheit.

Amerikanische Schwedische Wissenschaftler haben nämlich jetzt was viel Spannenderes rausgefunden, was ganz neue Möglichkeiten für supersozialdemokratische Vorschläge in prä-wahlkampf Zeiten bietet:

Männer verbrauchen einer Studie zufolge viel mehr Energie als Frauen. Daran ist vor allem das Autofahren schuld: “Männer geben mehr Geld für Autos aus und sie fahren öfter. Deshalb verbrauchen sie auch mehr Kraftstoff”, heißt es in der am Mittwoch veröffentlichten Studie der schwedischen Verteidigungsakademie. Zudem würden Männer öfter auswärts essen und trinken. Frauen würden dagegen eher indirekt Energie verbrauchen, etwa weil sie mehr für Gesundheitsfürsorge und Kleidung ausgeben. (…) Alleinstehende Männer verbrauchen demnach rund 20 Prozent mehr Energie als alleinstehende Frauen.

Na, klingelt? Ein bisschen Geschlechterpolitik, das wäre doch mal ein Ding, so 40 Jahre nach ’68. Familienpolitisch der Kracher, denn dann lohnt sich die Hochzeit nicht nur wegen dem Steuerklassen-Kram, den eh keiner durchschaut, sondern direkt beim Einkauf bei Eon, Vattenfall, RWE undsoweiter. Da wird die CSU aber dumm aus der Wäsche gucken…

Der Autor lehnt jede Verantwortung ab, wenn Siegmar Gabriel die Idee morgen als seine eigene verkaufen sollte. Der SPD, das muss man sagen, ist in diesen Tagen wirklich alles zuzutrauen. Selbst Realsatire.

Tags: , , ,

Gehyped

Was hat Steve Jobs in den 1 1/2 Stunden eigentlich sonst noch gesagt, während der Aktienkurs auf Talfahrt ging? ;-) In dem Kurzvideo ist doch wirklich alles drin.

Aber gut, ich gebe es zu – das iPhone mit Exchange-Unterstützung und für $199 (wird das eigentlich wieder 1:1 in Euro umgerechnet?), da werde ich kaum widerstehen können. Falls T-Mobile einen einigermaßen brauchbaren Vertrag dazu anbietet.

Vom Palm (Treo 650) über ein kurzes Intermezzo jetzt mit Windows Mobile (XDA Touch Dual) dann zum iPhone 3G.

via: iPhoneBlog.de

Tags: , ,

Zwischenfrage

War das eigentlich vor 10 ,12, 14 Jahren auch schon üblich, dass die Menschheit ein Feuerwerk abgebrannt hat, wenn eine deutsche Fußballnationalmannschaft in der Vorrunde irgendeinen Gegner geschlagen hat?

Ich glaube eigentlich bin mir recht sicher: Nein.

Und was sagt uns das? …

Tags: , ,

Gehversuche mit Ubuntu

Ich habe nochmal meine Ubuntu-Version 8.04 komplett neu installiert und von Anfang an alles aufgesetzt.

Was ich tue und was passiert dokumentiere ich in diesem öffentlichen Evernote-Notizbuch – vor allem für mich selbst, damit ich irgendwann noch weiß, wie ich die vielen kleinen Problemchen so gelöst habe.

Zum Beispiel, welches Programm ich wofür ich installiert habe. Und warum das Mikrofon unter Skype erstmal nicht geht, dann aber plötzlich wieder doch.

Und, by the way, Evernote beta ist wirklich super. Ein paar Einladungen für den Beta-Test habe ich noch. Bei Interesse einen Kommentar hinterlassen.

Tags: , ,

Dinge (1)

… von denen ich bis gerade eben nicht wusste, dass es sie überhaupt gibt: die Silikonspritze.

Warum schreiben die auf die Silikon-Kartuschen, die man im Baumarkt kaufen kann, eigentlich nicht drauf, dass es dazu ein Gerät gibt, um die auszupressen? Weil man das weiß? Ach so.

Das ist vermutlich Wissen, dass die dazu Berufenen von Schamanen bei der Heimwerkerwerdung eingeflüstert bekommen. Ich wusste es auf jeden Fall nicht. Bis google. Und das auch erst, nachdem ich feststellen musste, dass sich das ohne das Ding nicht besonders gut auspressen lässt.

Ich meine, bei Computern, da kenne ich mich aus. Und da steht auf jedem schnibbeligen Produkt hinten drauf, dass es nur mit einem Pentium X und 256 Megabyte Arbeitsspeicher pipapo läuft. Ich finde, da könnte man das dann bitte auch weglassen. Wenn schon Herrschaftswissen, dann bitte nicht nur im Baumarkt. Oder so.

Tags: , , ,

Danke, ich bin satt

Also vorweg: Ich schaue gerne Fußballspiele. Auch im Fernsehen. Ich interessiere mich für das Ballgetrete, ein wenig zumindest. Ich mag WM-Spiele, ich mag EM-Spiele, ich schaue sogar Qualifikationspartien. Manchmal sogar Freundschaftsspiele. Und ich lese sogar gerne über Fußball. Vor dem Spiel, nach dem Spiel. Ich mache sogar beim kollegeninternen EM-Tippspiel mit, weil ja irgendwer das Geld in den Pott einzahlen muss, den – wie immer – jemand anders kassiert.

Ich gehöre also sicher zur Fußball-EM-affinen Zielgruppe. Keine Frage.

Aber trotzdem muss ich sagen: Eigentlich war ich schon vor dem Anpfiff gestern satt. In der “Berliner Zeitung” am Samstag, alles voll mit Fußball-EM. Alles. Was denkt Angela Merkel dazu? Und Kurt Beck? Was treibt die Wirtschaft? Wo stehen Großleinwände? Selbst der Kulturteil startet mit – Fußball-EM. Wer will das eigentlich alles lesen?

Und dann im Radio. Der ganze Werbeblock, nur Fußball-EM. Jedes Produkt lässt sich irgendwie mit dem runden Leder verknüpfen. Glauben die Werber eigentlich, wir sind alle Lemminge? Wäre es nicht vielleicht ganz clever, gerade nicht die EM zu thematisieren, allein um aufzufallen?

Selbst im “Heute Journal” in der Halbzeitpause ist ein Beitrag dazu, dass jetzt die Fußball-EM angefangen hat. Ja, hallo? Reicht es nicht, dass die Stunden davor und die Stunden danach damit zugesendet werden? Könnte man im Nachrichten-Block innerhalb der Sportberichterstattung vielleicht darauf verzichten uns zu sagen, dass jetzt übrigens ganz viel Sport los ist, in Europa?

Und heute Morgen, im Sportstudio meiner Wahl, auch da eine EM-Werbung: Irgendwie bekommt man Freiwochen geschenkt, wenn Deutschland irgendwie weiter kommt und man jetzt einen Vertrag abschließt. Nein, man kommt dem ganzen nicht aus.

Ein schlechtes Menü in einem schlechten Restaurant, das sorgt dafür, dass man schon nach der Vorspeise pappsatt ist, aber trotzdem einen faden Geschmack auf der Zunge hat.

Tags: , ,