Wiedervorlagemappe

Ein netter kleiner Service ist HitMeLater, über den ich während meines USA-Urlaubs in einer dortigen Zeitung gelesen hatte.

Der kostenlose Dienst tut nichts anderes, als jede an @hitmelater.com gesendete Email zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Absender wieder zurückzusenden. Eine Mail an 2@hitmelater.com kommt demnach nach zwei Stunden wieder in den Email-Eingangskorb, bei 4@hitmelater.com wären es gleich vier Stunden. Und elektronische Post an wednesday@hitmelater.com kommt erst am Mittwoch wieder zum Vorschein.

Wer keine Sekretärin und keinen Sekretär mit einer Wiedervorlagenmappe hat, für den ist das vielleicht eine praktische Erfindung.

Dazu passt vielleicht noch LetterMeLater, den Dienst habe ich allerdings selbst noch nicht ausprobiert. Er ermöglicht es, Emails mit der eigenen Absenderadresse(!) zu einem bestimmten Zeitpunkt, einem bestimmten Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit, abzuschicken. Egal, ob man dann selbst online ist oder nicht.

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Qualitätsjournalismus (5)

In der Verbandszeitschrift meiner Gewerkschaft DJV, dem “Journalist”, der die leicht anmaßende UnterÜberzeile “Das deutsche Medienmagazin” trägt, findet sich in der aktuellen Ausgabe 9/2008 auf S. 7 eine Kurzmeldung mit der Überschrift “Hambrecht vor Reithofer – Dax-Medienbarometer”.

Die zwölfzeilige Meldung beginnt so

Jürgen Hambrecht ist nach Ansicht der journalist-Leser im zweiten Quartal 2008 der glaubwürdigste Vorstandsvorsitzende im Dax. Der Chef des Ludwigshafener Chemiekonzerns BASF verbesserte sich im zweiten “Dax-Medienbarometer” des Verlags Rommerskirchen um neun Plätze (…)

und führt dann das Auf und Ab der Bosse aus.

Schließlich endet der Text mit dem Satz:

An der nicht repräsentativen Onlinebefragung nahmen 334 Leser teil.

Manchmal sollte man eigene Umfragen besser in der Versenkung verschwinden lassen, wenn sie nicht funktionieren. Oder ist die Leserzahl des “Journalist” so massiv gesunken, dass 334 Teilnehmer irgendwas aussagen? Das sind ja nur etwas mehr als zehn Leute aus der Pressestelle jedes Dax-Konzerns, die da ihre Chefs hochgewertet haben. Oder so.

Aber wenn man diese Meldung schon unbedingt bringen muss, weil der Verlag das sonst vielleicht nicht so lustig fände, dann hätte man doch bitte noch ein paar Zeilen mehr ausgeben können und mir erklären: Wie definiert man “Glaubwürdigkeit eines Vorstands”? Dass er treuherzig gucken kann? Oder dass man als Journalist die Fakten so genau kennt, dass man weiß, dass das, was der Chef sagt, in etwa stimmen könnte?

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New Klicks On The Blog

Nach so einer Urlaubspause braucht dieses Blog vor allem eines – dringend neue Besucher. Deshalb will ich mit diesem Beitrag eine neue Zielgruppe hierhin locken, die bislang wohl eher nicht per Googel hierhin gelockt wurden:

Die Fans von New Kids On The Block. Ja, diese Boygroup von anno dazumal, die mir, nun ja, wie sage ich es, nie wirklich was bedeutet hat. Und von der ich nicht wusste, dass es sowas wie einen Comeback-Versuch gibt.

Bis, ja bis wir in New York auf dem Broadway herumliefen und da plötzlich eine Handvoll Fotografen und ein paar Polizisten standen. Promis? Dann bleiben wir eben auch mal stehen – und irgendwann kamen, ja, tatsächlich, New Kids On The Block.

Und deshalb habe ich hier zwei fast geradezu weltexklusive Ablichtungen der altgewordenen Boygrouper:

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Ab in die Dropbox

Wenn man mehrere Computer benutzt – einen Desktop zu Hause, einen Mini-Laptop mit Ubuntu und einen weiteren mit Windows XP und dann noch einen PC auf der Arbeit – dann wird man hin und wieder feststellen: Mist, diese Datei könnte ich jetzt gut gebrauchen, aber sie liegt natürlich auf einem anderen Rechner.

Der USB-Stick war da schon eine ganz gute Erfindung, aber er verändert das Problem nur. Denn der Gedanke heißt dann: “Mist, der USB-Stick ist in der anderen Jacke.”

Abhilfe schaffen Anbieter, die Speicherplatz für Dateien im Web bereitstellen. Das Problem: Das ist dann häufig sehr lästig, seine Dateien über eine spezielle Weboberfläche irgendwohin hochzuladen und später von woanders wieder runter. Andere Dienste integrieren sich zwar prima in Windows als “ganz normaler” Ordner, der im Hintergrund mit dem Web-Speicher abgeglichen wird, aber Linux, also in meinem Fall: Ubuntu? Fehlanzeige.

Bis jetzt. Denn Dropbox bietet derzeit kostenlos 2 Gigabyte Speicher im Web (künftig soll es mehr gegen Geld geben) und nistet sich in Windows, Mac OS und Linux ein. Ja, in Linux. Es gibt Versionen unter anderem für Ubuntu und Fedora zum Download.

Mein Test war bislang absolut problemlos. Programm heruntergeladen, Doppelklick, installiert – und seitdem sitzt ein Dropbox-Applet neben meiner Uhr und es gibt in meinem Home-Verzeichnis einen neuen Ordner “Dropbox”. Alles, was dorthin verschoben wird, wandert auf den Dropbox-Server. Und wenn ich meinen Notebook starte, auf dem natürlich auch Dropbox mit meinen Zugangsdaten eingerichtet ist, dann gleicht dieser die Dateien ab. Ergebnis: Auf allen Rechnern ein immer übereinstimmendes Verzeichnis.

Und für “von unterwegs” gibt es ein Webinterface, das den Zugriff auf die Dateien und das Hochladen von neuen Dateien ermöglicht.

Wer möchte kann einzelne Dateien oder Ordner auch öffentlich zugänglich machen, über einen speziellen Link, so dass auch mehrere Leute Zugriff auf ein Dropbox-Unterverzeichnis haben können. Dropbox bietet ein nettes Einführungsvideo an, das alle Features zeigt.

Von mir nach einer Woche Test: Daumen hoch!

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Re-Blogging

So, nach drei Wochen USA-Ostküste und ein paar Tagen wieder hineinfinden in das leicht herbstliche Deutschland habe ich auch den Staub von meinem Blog gepustet und trage hier wieder etwas ein.

Die nächsten Beiträge dürften sich im Wesentlichen mit dem Verdauen der US-Eindrücke beschäftigen. Auf jeden Fall wird es einen längeren Beitrag über das Washingtoner “Newseum” geben, für das ich leider nur vier Stunden Zeit hatte – viel zu wenig.

Die vielen, vielen Fotos werden derzeit von DxO Optics Pro bearbeitet und aus dem RAW- ins JPG-Format umgewandelt. Das kann noch ein bisschen dauern. Dann gibt es hier auch Bilder. Bis dahin schonmal eines aus der Toilette dem Restroom eines Restaurants mit der Handykamera, das mir sehr gefallen hat:

Wash your hands

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