…inzwischen sogar, was bei mir um die Ecke im Kino kommt. Irgendwie ein bisschen unheimlich – aber auf der anderen Seite auch extrem praktisch.
via: Schockwellenreiter
Tags: Google, Kino, Kinoprogramm, Suche
…inzwischen sogar, was bei mir um die Ecke im Kino kommt. Irgendwie ein bisschen unheimlich – aber auf der anderen Seite auch extrem praktisch.
via: Schockwellenreiter
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Auf der Cebit habe ich mir am Freitag die “Global Conference” zum Thema Webciety angeschaut. Reid Hoffman, Chef von LinkedIn, dem englischsprachingen Pendant zu Xing, hat dort die These aufgestellt: In Zukunft wird jeder Berufstätige einem solchen “professional network” im Internet angehören. Der Grund: “Life is an information-centric, connected world.” Also rein in die sozialen Netzwerke, Widerstand ist ohnehin zwecklos.
Hoffmann hat die Idee der Netzwerke so zusammengefasst: “It’s not only what you know, not only who you know, but who you know and what they know.” Also es geht nicht nur darum, was man selbst weiß und es geht auch nicht allein darum, wen man kennt, sondern es geht darum, wen man kennt und was die wissen.
Während es im Web1.0 um den Austausch von Dateien gegangen seien, die jemand veröffentlicht und der andere abruft, gehe es im Web2.0 um Kreativität, Informationsaustausch, Zusammenarbeit (collaboration) und Gemeinschaften (communities). Jeder könne dabei Autor und Verleger sein.
Hoffman unterscheidet allerdings bei dem, was gemeinhin “social network” genannt wird, streng zwischen den “social networks” wie Facebook oder Myspace und dem, was er “professional network” nennt, wie LinkedIn oder Xing. Während es bei Ersteren um Unterhaltung, Erholung und Spiel gehe, gehe es bei Letzteren um Arbeit, Forschung und Weiterbildung (research) und die Lösung von Problemen. Bei den “social networks” ginge es zu 50 Prozent um das Zeigen von Fotos, weitere 20 bis 30 Prozent der Zeit ginge für Spiele wie “finde ich gut, finde ich nicht gut”-Bewertungen drauf.
Dabei könnten Dienste wie LinkedIn auch helfen, die Informationsüberfrachtung (information overload) in den Griff zu bekommen, und zwar über “social filtering”. So sehe man etwa, welcher Kontakt zuletzt welches Buch bei Amazon gekauft habe und könne, wenn man ihn dort für einen Experten hält, überlegen, ob man da nicht auch zugreifen will. Oder kann ihn fragen, was das Buch taugt.
LinkedIn-Chef Hoffmann forderte die Unternehmer auf, ihre Firma auf “Enterprise 2.0″ umzustellen. Die meisten der besten Experten auf einem Gebiet würden sich nun mal außerhalb des eigenen Unternehmens befinden. Wer mit diesen zusammenarbeite, komme weiter. Es gehe auch darum, den eigenen Mitarbeitern die neue Technologie nahezubringen.
Als Beispiel nannte Hoffmann jemanden, der auf LinkedIn sein Problem schilderte, zwölf Tonnen Zement aus China zu transportieren, aber keine Ahnung hatte, wie er das anstellen sollte. Binnen 24 Stunden habe das jemand gelesen, der einen Experten auf diesem Gebiet kannte, an den er ihn vermittelte – und der das Problem lösen konnte.
Es klang für mich relativ überzeugend, was Hoffmann vorgestellt hat – vor allem weil er nicht von einer wahnsinnig tollen neuen Welt fabulierte, sondern von konkretem Nutzen hier und heute sprach. Dabei fällt mir ein, ich wollte ja auch noch mal einen Beitrag schreiben, warum ich als Journalist Xing nutze – werde ich jetzt mal angehen.
Eine wichtige Frage kam im Anschluss an die Debatte auf: Wie soll man mit der Zahl an solchen Netzwerken umgehen, das heißt wer Xing nutzt, der hat keine Lust, auch noch Kontakte auf LinkedIn zu pflegen und sich dort zu beteiligen. Und umgekehrt. Hoffmann reagierte darauf verhalten. Eine Kooperation sei derzeit nicht geplant – aber auch nicht ausgeschlossen.
Tags: Cebit, Global Conference, Social Network, Professional Network, LinkedIn, Xing
Die IHK Hannover will “Chancen in der Krise” zeigen. Ein Kanzler a.D., ok, aber irgendwas stimmt doch da mit dem Bundeswirtschaftsminister nicht. Tja, die Krise, auch die politische, ist schneller als man denkt.
Tags: Cebit, Plakat, Glos, zu Guttenberg
Ein kleines Gespräch mit den Kollegen von der Hannoverschen Allgemeinen über Twitter im Redaktionsalltag auf der Cebit. Leider war ich an dem Tag nicht da, aber man kann ja dank diesem Dings, diesem Internet, das jetzt auch noch zeitversetzt gucken:
Anzuschauen bei Zaplive.
Ich kann da auch noch ein Anekdötchen beisteuern. Als die Fed jüngst ihre Zinsen auf Null gesenkt hat, hab ich in der Redaktion gesessen und darauf gewartet, dass über den Ticker jetzt endlich mal die Zinsentscheidung der Fed kommt. Aber da war nur – Stille. Daraufhin habe ich bei Twitter mal nach “Fed” gesucht – und da haben US-Twitterer bereits fleißig die historische Entscheidung verkündet und kommentiert. Allerdings war der Zeitvorsprung gering, so ungefähr 5 Minuten. Dann kam es auch brav bei dpa und Reuters.
via: @haz
Cloud-Computing ist so ein Buzzword, das es mit und nach dieser Cebit dann wohl langsam in den allgemeinen Sprachschatz schaffen wird. Leben auf der Wolke, das klingt doch schön. Programme und Daten nicht mehr auf dem eigenen PC pflegen und speichern, sondern schwupps via Internet von überall und mit jedem Endgerät darauf zugreifen.
Mal abgesehen davon, dass dieses Konzept schon dank schwächelnder Mobilfunk-Verbindung kurz hinter dem Hauptbahnhof von Hannover buchstäblich zusammenbricht (bye, bye, Fonic), man braucht selbst an Stellen, wo es den technisch ginge, noch einen Datentarif. Einen bezahlbaren Datentarif.
Als fast treuer Ex-Staatskonzernkunde habe ich irgendeinen uralt T-Mobile-Vertrag, mit einem Mindestumsatz, den ich nie ausnutze und bei dem ich teuer für SMS bezahle. Aber ok, am Monatsende sind das immer so rund 20 Euro. Und dazu habe ich dann noch vor inzwischen auch schon geraumer Zeit 30 Megabyte Datenvolumen als Tarifoption, wie das so schön heißt, zugebucht. Für, wie ich finde, günstige fünf Euro im Monat. Und dank Zweitkarte kann ich sogar mein altes Handy mit Datenkabel als Zweitgerät fürs Surfen parallel zum XDA-Smartphone nutzen. So hat man mir das zumindest damals verkauft.
Das Problem: 30 Megabyte reichen ja bei zunehmender Zahl mobiler Dienste (Googlemaps, Twitter etc.) irgendwie nicht richtig aus. Vom Surfen ganz abgesehen. Deshalb wird das Surfen inzwischen schon mit Fonic-Tagesflat erledigt, aber das ist dann eher was für Ausnahmefälle wie Cebit, für den Alltag wäre es dann doch zu teuer.
Also heute beim T-Mobile-Stand mal nachgefragt. Denn die schnuckeligen neuen All-inclusive Tarife um die 45 Euro wären zwar prima, aber man darf sie nicht zum Laptop-Surfen mittels Zweithandy nutzen. Und das könne man jetzt auch technisch verhindern, sagt die nette Beraterin.
Das heißt, es würden weitere 25 Euro für eine Karte mit Datenflatrate fällig werden, summasummarum also fast 70 Euro. Und da würde ich dann doch sagen, wird das Leben in der Wolke für mich und wohl viele andere Leute auch noch ein bisschen warten müssen.
Oder hat jemand einen Vorschlag für eine günstigere Tarifkombination?
Tags: Cloud Computing, Wolke, T-Mobile, Datentarif
Einen Tag mit einer positiven Überraschung zu beginnen ist in Berlin gar nicht so schwer. Zumindest wenn man S-Bahn fährt. Und dann steigt wieder so ein Mann ein, Gitarre unterm Arm und man weiß: Gleich wird es laut. Obwohl man doch in Ruhe Zeitung lesen will. Und man beginnt gerade darüber nachzudenken, ob so ein iPod-Dings vielleicht doch ganz nett wäre, da fängt er auch schon an zu spielen. Und man senkt die Zeitung und fühlt sich ein bisschen an den Telekom-Werbespot mit dem Opernsänger erinnert.
Der Mann in der S-Bahn beginnt mit einer raumergreifenden Stimme gefühlvoll etwas zu singen, was der musikalische Laie in mir als Arie bezeichnen würde, auf russisch und auf eine Weise, die das Wort “ergreifend” nur unzureichend beschreibt. Drei Stationen lang ist es einfach wunderschön und man schämt sich ein wenig, dass man eigentlich schon diese Mauer aus Genervtheit und Unwillen um sich aufgebaut hatte, als er die Bahn betreten hatte.
“Tschaikowsky”, sagt er noch auf die Frage, was das war, als man zusammen aus der S-Bahn steigt. Und dann ist er schon wieder weg. Und der Tag hat in Berlin mit einer positiven Überraschung begonnen. Be berlin.
Gestern war der erste Tag für mich auf der diesjährigen Cebit, dienstlich dort um zu sehen, was Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns sich so anschaut. Am Freitag fahre ich dann nochmal privat.
Was ich mitgenommen habe? Stände von Unternehmen, von denen man vorher denkt, so was richtig Spannendes kann es gar nicht geben, können für richtige Aha-Effekte sorgen. Francotyp Postalia aus Birkenwerder ist mit Frankiermaschinenhersteller inzwischen wohl nur noch unzureichend beschrieben. Die gibt es zwar auch, aber die Digitalisierung macht auch vor dieser Branche nicht halt. FP Webmail lässt jeden – auch Privatnutzer – seinen Brief zu Hause am PC direkt auf dem Francotyp Server ausdrucken, wo dann den Versand erledigt wird. Würde ich sofort machen (keine Briefmarken mehr kaufen, keine Umschläge, nicht zur Post gehen), leider wird aber zwingend Windows benötigt – und nur für den Zweck gebe ich mein Ubuntu nicht mehr her.
Auch an anderen Ständen habe ich eine Menge Neues gelernt – und die eine oder andere Idee für eine eigene Geschichte bekommen. Weitere Erkenntnis: Es lohnt sich immer, aus dem Büro rauszukommen.
Ich habe auch zum ersten Mal versucht, von so einem Termin parallel ein bisschen zu twittern, auch im Dialog mit den Kollegen von der Onlineredaktion. Hätte ich mir einfacher vorgestellt. Zum einen ist so ein Ministerrundgang ja ein extrem straff organisierte Programm, zum anderen ist mein Handy (XDA) ohne echte Tastatur nur bedingt für blitschnelles Schreiben geschaffen. Dazu kommt, dass man eigentlich schon völlig damit ausgefüllt ist, das Kerngeschäft – zuhören, nachfragen, aufschreiben – zu erledigen, viel Luft für Online-Zusatzexperimente bleibt da leider gar nicht.
Auch stellt sich die Frage: Was twittern? Viele Eindrücke versperren sich doch der 140-Zeichen-Begrenzung, das mag bei knallharten News aus Pressekonferenzen (“Microsoft stellt Entwicklung von Windows ein” oder “Haus in Köln eingestürzt”) einfacher sein. Und manche Dinge mag man als Print-Journalist gar nicht twittern weil man sich gleich denkt: Hey, daraus mach’ ich noch eine schöne runde, ausführliche Geschichte für meine Leser. Und wer weiß, wer so einen Twitter-Feed auch liest – und sich ähnliches denkt?
Am Freitag kann ich ja das Twittern nochmal probieren, da bin ich am Vormittag bei den Vorträgen zur Webciety. Und am Nachmittag schau ich mal so, was es sonst noch so Neues gibt – ohne direkten Brandenburgbezug. Ach ja, und wenn alles klappt treffe ich einen alten Schulfreund wieder, zu dem ich eigentlich keinen Kontakt habe, außer dass wir unsere Twitter-Feeds lesen – und festgestellt haben, dass wir am selben Tag in Hannover sind. Kommunikation 2.0 kann auch funktionieren.
Tags: Cebit, Twitter, Journalismus
Das Video kursiert schon seit Ende vergangener Woche im Netz und ist damit nicht ganz neu, aber ich finde es ist wert, weiter gezeigt zu werden, ist doch ein Erkenntnisgewinn jenseits des konkreten Falls vorhanden:
Bei der Telekom Austria erklärt man vor Analysten, wie man sich das mit dem Personalabbau so vorstellt. Leute, die “nur zu Hause rumsitzen”, weil man sie nicht mehr braucht, nicht mehr weiterbilden kann aber auch nicht kündigen kann, die würden nach ein paar Wochen daheim mal angerufen und für ein paar Tage zur Arbeit bestellt. Tja, und wer sich dann krank meldet, der bekommt mal den Arzt geschickt, der dann feststellt, dass keine Krankheit vorliegt – und dann würde die Bereitschaft, das Unternehmen “freiwillig” zu verlassen schon steigen.
Die Telekom Austria war übrigens gar nicht amused und hat hart durchgegriffen. Der Vorstand … ist künftig nicht mehr für Personalfragen zuständig. Wobei ich mir nicht sicher bin – vielleicht gilt das ja auch nur für Personfrlagen vor Publikum.
Tags: Telekom Austria, Personalpolitik, Mobbing
Ich gebe zu, ich habe nur kurz mit twitpic rumexperimentiert. Der Service, um Bilder via twitter zu verschicken erscheint mir nicht sehr stabil und ich mag auch gerne selbst entscheiden, wo meine Bilder liegen.
Deshalb freut es mich sehr, dass meine Lieblings-flickr-Alternative 23 jetzt auch eine Twitter-Integration hat. Ein per Email hochgeladenes Bild, etwa vom Handy, wird dann auf dem 23-Server gespeichert und auf Wunsch wird eine entsprechende twitter-Meldung abgesetzt.

Gefällt mir sehr gut – und meine Bilder sind dabei an einem Ort und nur da, wo ich sie haben will.
Printed from: http://streim.de/2009/03/page/2/
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