Online first – ganz konsequent

Die “New York Times” hat festgestellt, dass es irgendwie ein Problem ist, aus ihrem (Print-)Redaktionssystem CCI Artikel ins Web zu bringen. Wie kriegt man da Links rein? Wie Metadaten?

Die Lösung klingt eigentlich ziemlich trivial: Man dreht den Weg rum, berichtet Poynter über den Ansatz der US-Zeitung.

‘Why don’t we reverse the paradigm?’ … Instead of writing in the old newspaper CMS and trying to put links in and add metadata and do all these things for the Web, let’s do all of that natively and then transfer all that content into the newspaper CMS.”

Da ohnehin immer mehr Texte zuerst fürs Web geschrieben werden, werden eben einfach alle Text in einem Online-CMS erfasst und von dort nach CCI transferiert. Und die NYT nutzt dafür WordPress (die Software, auf der auch dieses Blog läuft) und eine selbstgeschriebene Erweiterung die es mehreren Benutzern erlaubt, komfortabel am selben Text zu schreiben.

Interessanter Ansatz, der aber wohl eher in US-Zeitungen funktioniert, die gerne mal alles, was nicht mehr auf die Zeitungsseite passt, drei, neun oder 14 Seiten weiter hinten irgendwo links unten weiterlaufen lassen. In deutschen Zeitungen, in denen in der Regel knallhart auf Länge geschrieben ist – so viele Zeichen wie in den vorgegebenen Platz passt – stelle ich mir das eher schwer vor.

Trotzdem ist es vielleicht ein Signal an uns Print-Journalisten, mal ganz grundsätzlich neu zu denken.

Meine Twitter-Woche

  • RT @isdjan: „Hast Du eigentlich ein Hobby?“ „Twitter.“ „Okay. Auch noch andere Hobbies?“ „Du kennst Twitter nicht, oder?“ #fb #
  • Was ich mag: wenn mal eben alles wieder in Frage gestellt wird. #NICHT #
  • Facebook oder Google werden das sicher mal für Autos auf Autobahnen anbieten :-) #
  • Und irgendwo gab es das doch auch für Schiffe. Mist, Link verlegt. #flightradar24 #
  • Wissen die Datenschützer das? #flightradar24 ;-) #
  • Alle Flugzeuge am Himmel als Livekarte. Mit Flugroute und Flugzeuginfos. #
  • Tolle Sache: flightradar24.com #
  • Jetzt? Das wäre sicher recht unangenehm, in dem Käfig. #
  • Meine Leseliste: http://t.co/NOQ3LN1g #
  • Meine Leseliste: http://t.co/bqk1SVKo #
  • Meine Leseliste: http://t.co/FnrjArSj #
  • Meine Leseliste: http://t.co/IUNDt3Xn #
  • Hello World, hello Göttin :-) #
  • "Wie, mit wem twitterst Du da über uns?" *phweia* #
  • sudo apt-get install subversion. [x] check. Hmmm… sudo apt-get install revolution. E: Paket revolution kann nicht gefunden werden #fb #

Meine Twitter-Woche

  • RT @isdjan: „Hast Du eigentlich ein Hobby?“ „Twitter.“ „Okay. Auch noch andere Hobbies?“ „Du kennst Twitter nicht, oder?“ #fb #
  • Was ich mag: wenn mal eben alles wieder in Frage gestellt wird. #NICHT #
  • Facebook oder Google werden das sicher mal für Autos auf Autobahnen anbieten :-) #
  • Und irgendwo gab es das doch auch für Schiffe. Mist, Link verlegt. #flightradar24 #
  • Wissen die Datenschützer das? #flightradar24 ;-) #
  • Alle Flugzeuge am Himmel als Livekarte. Mit Flugroute und Flugzeuginfos. #
  • Tolle Sache: flightradar24.com #
  • Meine Leseliste: http://t.co/NOQ3LN1g #
  • Meine Leseliste: http://t.co/bqk1SVKo #
  • Meine Leseliste: http://t.co/FnrjArSj #
  • Meine Leseliste: http://t.co/IUNDt3Xn #
  • sudo apt-get install subversion. [x] check. Hmmm… sudo apt-get install revolution. E: Paket revolution kann nicht gefunden werden #fb #

Meine Twitter-Woche

  • I have spent 20.5 hours on Twitter! See how much you have: http://t.co/wyj8Z9F6 #
  • Und die Grünen? … RT @volker_beck: Das verstehe einer: Koalitonsverhandlung von SPD und CDU gescheitert – um nach den Wahlen zu koalieren. #
  • Lob den Chefs, die iCal nicht kennen RT @nicebastard: Chefin will ihren iCal mit meinem synchronisieren. Als nächstes dann Leibeigenschaft #
  • Probleme des Lebens RT @killmeiamfemale: Woher die Energie nehmen, Kaffee aufzusetzen, wenn man noch keinen Kaffee getrunken hat? #
  • RT @prenzlette: Pankow ruft offiziell Notstand aus. In der Kultur. Viele Veranstaltungen fallen 2012 aus http://t.co/xvAo7vrM #
  • Kann man den Erfindern von rdesktop ein Bier ausgeben? Scripte für Methode von daheim. #fb #
  • Notebook im "Homeoffice" suf 8GB aufgerüstet. Fein. #fb #
  • @wbuechner Twittern würde ich das noch nicht nennen, aber er hat einen Account. Immerhin ;) #
  • Habe mich gerade vom #dpa Newsroom in Berlin beeindrucken lassen. #fb #
  • Es schneit. #fb #

Meine Twitter-Woche

  • Oweia. Heute hat das erste Apple-Produkt unseren Haushalt betreten. Hab ich mich immer gegen gewehrt. Und es ist echt gut ;) #fb #
  • @MPKemper Würde ich nicht machen,kann Eidos nur empfehlen. Macht ja Spaß :-) und man kann das Leben der Redakteure erleichtern. #
  • @MPKemper :-) Es geht um unser neues Redaktionssystem.Kleine Tools wie Währungsumrechnung, Landkreise ergänzen, Sporttabellen formatieren… #
  • Wenn das so weitergeht kann ich bald als Javascript-Programmierer anheuern. #fb #

Foursquare ist ein recht leerer Platz

Thomas Knüwer hat sich ein paar Trends für 2012 ausgedacht. Unter anderem glaubt er, dass Foursquare zulegen wird:

Sportveranstaltungen sind ein guter Gradmesser für Location Based Services, denn hier geht es natürlich auch um demonstrative Checkins: “Ich bin da! Beim großen Match! Bei dem Team, an dem mein Herz hängt!” Nun bin ich ja auch recht häufig bei Spielen. Und noch im Frühjahr lag der Anteil der Foursquare-Nutzer bei 0,1 Prozent. Da tut sich also etwas und der Nachholbedarf Deutschlands in Sachen Smartphones wird sein Übriges tun.

Ich habe in meinem Umfeld eher den Eindruck, dass der Reiz dieses Dienstes, bei dem man sich “eincheckt”, wenn man z.B. ein Restaurant oder den Arbeitsplatz betritt und dies Freunden und Bekannten über Foursquare, Facebook, Twitter oder Co. mitteilt, eher wieder nachlässt. Wer am öftesten da ist wird Mayor (Bürgermeister) des Ortes und bekommt einen virtuellen Orden.

Wer es wie ich schafft, bei seinem Sportstudio den Mayor-Status zu erreichen, obwohl er gefühlt viel, viel zu selten trainieren geht, der hat eine Ahnung davon bekommen, dass Foursquare noch einen weiten Weg bis zum Massenmarkt vor sich hat. Im Moment nutzt es kaum jemand, deshalb ist man so leicht der, der am öftesten an einem Ort vorbeischaut.

Meine These: Wenn es diese Location based services wirklich einmal schaffen sollten, dann nicht via Foursquare. Google oder Facebook werden etwas entsprechendes bei sich ordentlich(!) integrieren – oder Foursquare kaufen und einbauen.

Meine Twitter-Woche

  • Transparenz ist, wenn ich den genauen Wortlaut doch lieber für mich behalte. #wulff #fb #
  • Bringe endlich meine Android-Entwicklungsumgebung auf den neusten Stand – dann wird es Quick Addroid bald für ICS (Android 4.0) geben. #fb #
  • Nerdige Liebesschwüre RT @hukl: Programmer Ryan Gosling – I loled http://t.co/05j10zaR #fb #
  • RT @robvegas: Gerade mit Giovanni di Lorenzo telefoniert. Er hat die ersten 20 Seiten für das Buch mit Wulff schon fertig. #fb #
  • Krass, jetzt ist der AB geleaked RT @Olaf_Storbeck: Der Anrufbeantworter von Kai Diekmann zum mithören http://t.co/tfQvYBKn #wulff #fb #

Reschpeckt!

Ich weiß gar nicht, ob man das eigentlich schreiben darf, so von wegen aus Respekt gegenüber der Demokratie im Allgemeinen und dem Amt im Besonderen. Aber mir kommt dieses Gerede vom “Respekt gegenüber dem Amt des Bundespräsidenten” inzwischen so vor, wie das Geschwätz der hosengeschwulsttragenden und baseballbecappten Jugendlichen, die “Reschpeckt!” einfordern für sich und ihr auf den Boden Rotzen und Rumrülpsen in der S-Bahn.

Respekt ist etwas, was man sich selbst verdienen muss – und was man nicht einfach dadurch bekommt, das man einen bestimmten Job oder ein bestimmtes Amt übernimmt oder angedient bekommt.

Das Amt des Bundespräsidenten verdient Respekt, weil es von respektablen Persönlichkeiten bekleidet wurde und Respekt einflößend geführt worden ist. Wären diese Vorgänger des amtierenden Bundespräsidenten aber ebenso durch die Welt gezogen wie er, dann hätte es diesen Respekt nie gegeben.

Der Bundespräsident hat vor Weihnachten gesagt, er habe sich nicht gradlinig verhalten. Ich finde, an dem Punkt hat er nicht die Wahrheit gesagt. Er hat sich sehr gradlinig verhalten – und zwar auf eine Weise, dass er keinen Respekt mehr einfordern darf, sondern höchsten noch “Reschpeckt!” verlangen kann. Aber mehr als betretenes Wegschauen und das Wechseln der Straßenseite wird er, ebenso wie die testosterongeschwängerten Jugendlichen, wohl kaum mehr bekommen.