Die Zeitungen in Deutschland buhlen um Leser. Angesichts sinkender Auflagen sicher keine schlechte Idee. Aktuell werden aus diesem Grund Image-Anzeigen geschaltet unter dem Motto “Die Zeitungen. Eine schlauere Welt ist machbar”.
Erstmal eine gute Idee. Ich bin da sicher nicht neutral, schließlich arbeite ich für eine Tageszeitung, aber ich glaube wirklich daran, dass die tägliche Lektüre einer Tageszeitung die meisten Menschen schlauer macht bzw. machen würde. Und die – mich – leicht nervende werbige Sprache des Textes: geschenkt. Es ist eben Werbung, gemacht von einer Werbeagentur.
Schön finde ich auch, dass man sich nicht allein auf das gedruckte Wort beschränkt hat, sondern gleich im ersten Satz ePaper und iPad-Apps mit ins Boot holt. Der leichte Nervfaktor, dass zwar die meisten Verlage auch Apps für Android, mein bevorzugtes System, im Angebot haben, Werber aber offenbar nichts jenseits des Apple-Horizontes kennen, soll mal außen vor bleiben.
Richtig dämlich Wenig zielführend finde ich dann aber den Ansatz, die eigene Qualität gleich mal wieder gegen das böse, dumme, schlechte Internet abzugrenzen.
Weil die Zeitung glaubt, dass uns eine 140 Zeichen lange Twitter-Meldung nicht die Ursachen der Finanzkrise erklären kann.
Jaja, diese doofe, kurzatmige, oberflächliche Twitter. Hat von den Anzeigenmachern und -abnehmern schon mal jemand da reingeschaut? Praktisch jede Zeitungsredaktion hierzulande twittert doch selbst. Wieso eigentlich? Und wenn man mal so ein bisschen auf Twitter schaut, dann wird einem auffallen, dass da ganz, ganz oft Links getwittert werden. Wenn man da draufklickt, landet man bei großen Fotos oder langen Texten. Viel länger als 140 Zeichen.
Wie man so eine herablassende Art gegenüber dem Medium, das durch die Umbrüche in den arabischen Ländern im vergangenen Jahr wirklich im Mainstream angekommen ist, hervorbringen kann, erschließt sich mir nicht.
Vor allem ist das Argument gefährlich. Denn man könnte auch fragen, ob ein 100-Zeilen-Tageszeitungs-Artikel denn diese Anforderung, “die Ursachen der Finanzkrise” zu erklären, erfüllen kann. Ich behaupte mal: Nein. Und ein 25-Zeilen-Kommentar durchdringt das Thema in all seinen Facetten? Kaum.
Aber ein guter Artikel kann aufzeigen, wo die Finanzkrise auf die Menschen in der Region durchschlägt. Und ein kluger Kommentar kann sich ein Detail herausgreifen und einordnen. So wie ein Tweet ein O-Ton vom Ort des Geschehens sein kann oder der Link auf einen spannenden Artikel in einer US-Regionalzeitung, auf den man sonst nie, nie, nie gestoßen wäre.
Ich mag Zeitungen. Ob sie gedruckt sind oder digital erscheinen. Ich halte Journalismus für ungemein wichtig, egal welchen Verbreitungskanal er für seine Geschichten und Rechercheergebnisse wählt. Und deshalb mag ich es nicht, wenn “die Zeitungen” ihre Bedeutung dadurch erklären, dass sie sich vom dummen, bösen Internet abgrenzen. Liebe Zeitung, ich befürchte, so wird das nichts mit der Zukunft. Ich persönlich finde im Netz – und auch bei Twitter – viel mehr als nur “wer, wie, was?”, sondern eine Menge “wieso, weshalb, warum”? Und es gibt genügend gedruckte Texte, die bei “wer, wie, was?” stehenbleiben.
P.S.
Nur mal als ein Beispiel, was dieses Twitter so kann, liebe Zeitung: Ein Jahresrückblick mit ganz vielen 140-Zeichen-Meldungen.

Deutsche Zeitungen haben in den Jahren bis 2008 kein Wort über die gefährliche Immobilienblase in den USA verloren. Deutsche Zeitungen unterrichten ihre Leser praktisch nie über das Ausmaß der wirtschaftlichen Entwicklung in China (und was das für die Arbeitnehmer hierzulande in 10 Jahren bedeuten wird). Deutsche Zeitungen berichten nicht über die wirklich spannenden Entwicklungen im Bereich der erneuerbaren Energien, die leider überwiegend in den USA und in China geschehen. Deutsche Zeitungen berichten auch viel zu wenig über die neokonservativen Politiker in praktisch allen deutschen Parteien, die nicht viel von Bürgerrechten halten und unsere Freiheiten Stück für Stück beschneiden wollen.
Warum sollte man eine deutsche Zeitung lesen?
@Tim man muss sich schon sehr anstrengen, um in den Wirtschaftsteilen der Financial Times, SZ, FAZ oder auch der taz mal keine Geschichte über die erneuerbaren Energien oder auch die Wirtschaftslage in China zu finden. Wenn man keine Zeitung liest, weiss man eben nicht, was drin steht.
@Tim Das stimmt so nicht ganz. Ich kann mich erinnern, dass ich, damals noch im Studium, irgendwo online (ich glaub, das war das Handelsblatt) etwas über ein Platzen der Immobilienblase gelesen habe. Das muss etwa so 3 Monate vorm Platzen gewesen sein. Damals wurde explizit davor gewarnt, sein Geld da irgendwo rein zu investieren. Ich kann mich sogar erinnern, dass ich darüber mit meinen Freunden diskutiert habe. Ich hab einen dieser Freunde vorgeschlagen, sein Geld aus den Aktienmarkt abzuziehen…
@ Daniel
Klar. Aber die Gewichtung macht’s. Wer sich in Zeitungen informiert, kriegt einen Themenmix vorgesetzt, der von den wichtigen Themen der Zeit weit, weit entfernt ist. Und man merkt jedem zweiten Artikel an, daß der Autor weder Zeit für eine gründliche Recherche noch eine fundierte Meinung hatte. Ich weiß nicht, ob das eine Folge der Sparanstrengungen der Verlage ist, aber falls ja, wird sicher an der falschen Stelle gespart.
Wenn ich heute ab und zu noch Zeitung lese, bin ich jedesmal wieder aufs Neue geschockt und enttäuscht.
@ Dnalor
O.K., einen Artikel über die Immobilienblase, immerhin. Die restlichen Zeitungen haben sich in jenen Jahren noch bewundernd über Asmussen geäußert, der die gefährlichen Finanzinstrumente nach Deutschland holte. Und die Landesbanken und Kommunen, die mit jenen Instrumenten spekulierten, galten in der veröffentlichen Meinung als Vorbild. Erinnere mich noch gut an die Jubelarien über die LBBW in jenen Jahren.
Ein Jammer, das alles.
Ihr redet von einer Immo-Blase??? Was soll das denn? Dann kauft euch doch ein Börsenblatt. Ich lese gerne Zeitung, um mehr über das Geschehen in meiner Region und in Deutschland zu erfahren. Dazu brauche ich kein Börsenblatt, sondern echt regionale Berichte, die die Realitäten zeigen, wie sie sich jeden darbieten. Ich brauche keine ****-Zeitung, die mit großen Brüsten prangt oder pauschal Griechen verdammt, ohne auch nur im Ansatz zu kapieren, was da wirklich passiert… Ich möchte Zeitung lesen und was muß ich sehen? Promispecials, langatmige Berichte über die Kauflaune vor Weihnachten, langweilige Nebensächlichkeiten, die nicht einmal meinen Hamster interssieren… Volksverhetzung, Hofberichterstattung unisono, wie schlecht die Kritiker doch alle sind, wie faul und versoffen alle Arbeitslosen, wie teuer die Arbeit und wie billig ein Alfa Romeo. Herrschaften! Aufwachen. Es brennt heftig im Blätterwald. Und das auch und vor allem, weil durchweg alle Gazetten nur einige wenige, von der Lobby vorgegebene und zensierte Artikel bringen, die mir die heile Welt vorgaukeln. Teuerungsrate? Ratet mal, was alles teurer geworden ist und warum? Nichts davon steht in den zeitungen. Nichts. In Wahrheit geht es nur um ganz andere Ding – um die Wahrheit über den Zustand des Staates, dem Zustand der Politik inmitten Wulff und Maschmayer und um den Zustand des Volkes, was wie hypnotisiert auf superreiche Rettungsschirme gafft. Und der Grieche “Normalleser” hat davon nichts, so wenig, wie wir alle nichts davon haben. Der Zustand ist DESOLAT…. So desolat, wie die Berichte in den Zeitungen. Und dafür soll ich auch noch blechen? Für die tägliche Lüge???? MiniWar läßt grüßen. 1984
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“Die Zeitungen. Eine manipuliertere Welt ist machbar.” Die Zeitungen wollen uns schlauer machen, verbreiten aber täglich neue Nebelkerzen anstelle von Zusammenhängen. So lässt man heute die Finanzkrise und die Schuld der Banker gleich komplett unter den Tisch fallen und schreibt unisono nur noch von “Schuldenkrise”. Seit Wochen wird so getan als sei der Fall Wulff beispiellos, aber die Korruption von Schröder, Maschmeyer, Riester und Rürup bleibt weitgehend unerwähnt. Journalismus ist wichtig, keine Frage. Er funktioniert aber nicht, wenn aus Rücksicht auf Anzeigenkunden (z.B. Banken und Versicherungen) kritische Berichterstattung unterbunden wird.
Ich mag keine Zeitung auf Papier. Ich mag Bäume lieber.
Ich mag keine “redaktinellen Beiträge”. Ich mag meinen pop-up Blocker.
Ich mag keinen “Qualitätsjournalismus”, der sich durch unzulässige Verkürzungen wegen des Layouts auszeichnet. Ich mag grenzenlose Informationen, wo allein ich die “Länge” bestimme.
Ich mag keine Redaktionen, die bestimmen, was ich wissen soll. Ich mag es, mich selbst zu informieren.
Ich mag keine Zeitungen, die mich gegen Barers für dumm verkaufen wollen. Ich mag mich lieber selbst für blöd zu verkaufen ;-P
Ich habe ja die Zeitungen ein bisschen gescholten, weil sie mit den üblichen Internet-Vorurteilen Punkte machen wollen.
Was aber so in Kommentaren an Vorurteilen und Verschwörungstheorien zu Zeitungen geschrieben wird, lässt mich ja dann doch erschaudern. Und ich hoffe doch, dass die ganzen Zeitungs-Kritiker nicht doch heimlich im Internet auf den Newsportalen dieser Welt herumlesen
@tim Als Leser / Abonnent der “ersten Stunde” der Financial Times Deutschland konnte man schon ab dem Jahr 2000 erst den Absturz der Märkte im Zuge des NeuenMarkt-Desasters voraus ahnen und nach meiner Erinnerung schon ab 2006 hat die FTD, insbesondere durch Beiträge und Kolumnen von Wolfgang Münchau, vor dem bevorstehenden Desaster bezüglich der Subprime-Kredite und deren Verbriefung gewarnt. Das war aber tatsächlich ein rühmliche Ausnahme im Zeitungsmarkt
Verschwörungstheorie Nr. 1:
http://www.handelsblatt.com/me.....27434.html
Ganz klar: Irgendwen aus der Riege der Politiker der 3. und 4. Liga ist das Internet mit seinen Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung ein Dorn im Auge.Theorie und Praxis durfte man (ich auch) zu DDR-Zeiten erleben. Warum heute in der “Demokratie”? Hat da wer was zu verbergen? Die Politniks der 1. Liga reden nicht, sie handeln. Wie z.B. der vorauseilende Gehorsam in Polen und die Frage ACTA in Polen und die Proteste dagegen. Und kein Wort davon in der hiesigen Presse….
@tim: Ich habe mir im November oder Dezember was aufgeschrieben von wegen Immobilienblase und im Oktober darauf ist Lehmann pleite gegangen. Das war aber aus CNBC oder (früher mal) ntv oder eher DAF(Deutsches Anleger Fernsehen). Solche Spezialthemen-Anbieter oder auch Börsenblatt und Handelsblatt “gelten” aber nicht als Tages-Zeitung die jeden von relevanten Themen korrekt informieren muss.
Letzten März oder so hiess es auch, die USA-Kommunal-Kredite würden pleite gehen. Aber die US-Landes-Politiker haben doch Steuern erhöht und Pleiten vermieden. Da muss auch klar zwischen Gemeinden, Counties, Bundes-Staaten und Obamas USA unterschieden werden. Deutsche Gemeinden stehen auch knapp da und Alters-Armut scheint laut Deutschem Städtetag immer mehr Städte zu betreffen. Das bezahlt jeder über die Grundsteuer in der Miete und über die Gewerbesteuer in den Einkäufen bei lokalen Händlern mit. Großes Thema ist das eher kaum. Anonyme Internetmeldesysteme gibt es auch nicht obwohl sowas (im Gegensatz zu Dokumenten-Leaks-Plattformen für große Dokumente mit potentiellen Wasserzeichen oder Erkennungsmerkmalen) in der Security-Grundvorlesung gelehrt wird.
Du hast aber völlig Recht, das die lieber offizielle FAXe von der Regierung berichten und gerne hinterherberichten anstatt vorher auf Probleme hinzuweisen. Die FAX-Twitter-Regierung-Sprecher-Pressekonferenz hat das klar aufgedeckt. Diese FAX-Journalisten aus Berlin schützen uns vor der vierten Tranche, Schrott-Immobilien, Armutsrente und Untergang durch Miswirtschaft und politische Fehlentscheidungen und führen zur Verbesserung vom Volksvermögen damit jeder anständig leben kann.
In der nächsten Rezession wird uns wieder irgendeine Branche viele Rettungs-Subventionen kosten. Wenn ich vom Presserecht geschützt wäre, würde ich alle Betriebsräte von DAX30-Firmen anschreiben und fragen ob ihre Firma durch den nächsten Winter kommt wie jedes Waldtier das sich Reserven anfuttert oder ob man den Steuerzahler Subventionen kosten will ? Das Ergebnis kommt dann auf die Webseite und gelegentlich auf die Wirtschafts-Seite. Dax-Firmen ohne hinreichende Ersparnisse kriegen ein ”
” hinter ihren Börsenwert wenn man solche Zahlen in der Zeitung hat. Gute Firmen kriegen ein ”
“.
Danach kommen andere Branchen dran und werden verbindlich befragt. Verlage beispielsweise. Manche Druckereien melden schon Insolvenz an wie (vor?)letzte Woche beispielsweise. Die Printbranche und Schulbuchbranche sollte man sauber abwickeln bzw. schrumpfen ohne Subventionen und ohne Kosten für die Gemeinschaft. Genau dafür werden Betriebsräte und Gewerkschaften bezahlt. Und nicht um wie Solar- und Auto-Branche uns Subventionen und Rettungs-Gelder zu kosten.
Als ich früher mal Zeitung abonniert hatte, fielen ein paar Wiederholungen auf: Ein paar Blinde, ein paar Tote: Alle paar Wochen: Hochzeit Indien, gepanschter Alkohol. Bruder/Vater, deutscher Freund, Messer, Türkin: Alle paar Monate: Die Vorläufer von Ehrenmorden. Die Grünen haben sich erst 5-10 Jahre später um das Thema gekümmert.
Aber das Standardbeispiel: Insolvenzen. Die Firmen bezahlen oft drei Monate lang ihre Mitarbeiter nicht liest man ziemlich oft meine ich mich zu erinnern. Evtl beantragen dann Krankenkassen automatisch Insolvenz für diese Firmen wenn die Beiträge ausbleiben. Toller investigativer Journalismus. Da kriegen zig bis hunderte Leute in Sichtweite der Redaktion oder beim 1..10-wichtigsten Arbeitgeber der Stadt keinen Lohn und keiner weiss es… . Das Firmen nur 3%-4% bei der Insolvenz auszahlen ist auch fragwürdig und würde ich abschaffen wenn das Presserecht für mich gelten würde. Das muss ich und alle anderen nämlich als Sparbuch-Inhaber und Kunde und Steuerzahler und deren Rente und Krankenkosten usw. überall mitbezahlen.
Die Presse ist das weiße Blutkörperchen und der Magath der Nation: Leistung statt Luschen. Qualitäts-Management statt Mismanagement. usw. Schade das keine Auslands-Deutschen krasse korrekte Internet-Zeitungen oder Presse-Agenturen aufmachen. Wer Zeitung liest, will korrekt informiert werden. Am einfachsten ist Wirtschaft und Bundes-Themen. Aber auch lokale Blogger usw. kann man kuratieren und die wollen ihre Geschichte loswerden. Die Oma kann am Ipad oder SmartTV oder Pad im Zug nämlich in großer Schrift besser lesen und blättern als in der DIN-A0-großen Zeitschrift mit ganz ganz ganz kleinen verschwommenen Buchstaben.
Die Werbung geht dahin, wo die Aufmerksamkeitsminuten sind. Da hilft auch Durchhaltewerbung nichts. Gute Software könnte Verlagen das EPublishing erleichtern und Auslands-Kunden (Mallorca-Rentner, Durchreisende, Messebesucher, …) an Land ziehen. Für die Zeitungsverteiler sieht es nicht gut aus. Denn E-Publishing wird kommen. Die Player vermurksen es nur seit Jahren und Privatleute können die Regularien nicht erfüllen. Also macht Apple das Geschäft anstatt die BITKOM-Firmen.
“El Botellon” und xx% spanische Jugendarbeitslosigkeit gabs auch zuerst bei Telepolis und erst in Zusammenhang mit Protesten in der normalen Presse. Da gibt es viele Beispiele.
@Andreas #10 : Die Leute lesen news.google.de oder nutzen die nachrichten.de-App die jedem Abgeordneten klar machen sollte, das 90% der Berichte nur Agenturmeldungen sind. Das ist völlig in Ordnung. Aber es müsste irgendwie anders gehandhabt werden statt wie bei nachrichten.de (die App meine ich) bei z.b. Sportthemen 20 Teaser zu lesen von denen 8+9 praktisch gleich formuliert sind und von der/den Agentur(en) stammen dürften. Die Leute sind unzufrieden weil sie mitkriegen das die Qualität nicht stimmt und news.google das Vergleichen einfacher macht. Und sie werden dafür nicht bezahlt und kriegen nichts dafür. Sonst würden sie ja Werbung für HuffPo-Deutschland oder sowas machen. Die Frage ist ob sie recht haben und ich denke schon. Wenn die Qualität stimmen würde, gäb es immer weniger Miswirtschaft, weniger Schulden, quasi keine Korruption und alle wären zufriedener. Und es geht nicht um Rechtschreibfehler. Und das der Herausgeber die politischen Berichte in seiner Farbe berichtet (neoliberal, konservativ, links, rechts, grün,…) ist bei Zeitungen vermutlich normal. Das Bayern3 über Hamburg und Hamburg über Berlin und Berlin über NRW und NRW über Bayern berichtet statt vor der eigenen Tür zu kehren ist auch normal und etabliert. Immer noch besser als Zentral-Funk. Aber das z.B. news-Google ständig als “Content-Dieb” dargestellt wird, erkennen viele doch als falsch an. Küppersbusch meinte vor ein paar Tagen in einem (Online?)Interview das SZ und FAS z.b. ohne gute Recherche von Telefonaten berichten. Die Qualität stimmt einfach nicht. Und die üblichen Mechanismen vermutlich auch nicht. Manche Leute merken das Informationen fehlen. Oder das die Presse vieles früher hätte wissen (und dann natürlich auch melden) müssen. news.google würde ich bei google-tv jedem SmarTV als Startseite setzen. Dann “weiss(t)e Bescheid”[Horst Schlämmer glaube ich] Die jungen Leute informieren sich woanders. Und “mit Fähnchen” oder bunterem Papier oder Durchhaltewerbung kriegt man diese Werbekunden und Leser nicht aquiriert sondern mit Apps, E-Texten (durchaus länger oder anders oder früher als im Print), Twitter, Facebook, google+ usw.. Jeder kann die IVW-Zahlen und die monatlichen Auswertungen von Meedia.de lesen und die Abschmelzung beobachten. RTL macht auch Gewinne und ist kostenlos. Kapitalismus ist die stetige Anpassung an die Marktgegebenheiten. Wie bei Evolution.