Meine Twitter-Woche

Google. Berlin, Germany

Google hat heute in seinem neuen Berliner Büro – Unter den Linden, wo sonst – eine Studie des unternehmernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) vorgestellt, in der die “Generation Google” unter die Lupe genommen wurde. Tenor: Google hat binnen fünf Jahren 28.000 neu gegründeten Unternehmen beim Überleben geholfen. Jobs gesichert. Und damit Milliardenumsätze in der deutschen Wirtschaft entstehen lassen.

Im Detail steckt in der Studie sehr viel drin – etwa welche Dienste von den Firmen genutzt werden und dass Google nutzende Firmen innovativer sind und öfter Geld in Forschung und Entwicklung stecken als andere.

Und natürlich geht es Google mit solch einer Studie auch darum, das eigene Image – das gerade in Deutschland mit dem Makel der “Datenkrake” versehen ist – aufzupolieren.

Ich habe versucht, die Studie und die Beweggründe für eine Tageszeitung jenseits eines Fachpublikums aufzuschreiben. Der Text ist aber erst nach Mitternacht online, der Link wird nachgereicht. Der Text ist hier zu lesen.

Was es schon gibt sind ein paar Fotos aus der Google-Repräsentanz, die ich mit dem Handy geknipst habe (Android, natürlich).

Meine Twitter-Woche

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  • @dorfpunk die leuchten doch Super und sind leicht zu finden ;) #
  • Print ist unersetzlich :-) RT @Nico: Nachteil der Digitalisierung: man hat keine Zeitung mehr zum Drunterlegen beim Ostereierfärben. #fb #
  • Böse, böse Kostenloskultur #Journalismus http://t.co/gVmrQ51j #
  • Warum wirbt Sanssouci eigentlich auf Plakaten in den Abflug-Warteräumen in Tegel? Bisserl spät, oder? #Potsdam #fb #
  • Ist auch eine tolle Idee von der Lufthansa, Karfreitag einen einzigen Gepäckabgabeschalter zu öffnen. Nicht. #
  • @psanner also meines Wissens ist hier heute alles zu. #
  • Schau jetzt noch eine Folge Game Of Thrones. #fb #
  • Eclipse <3 #
  • Und immer schön ans #Backup gedacht? #Erinnerungstweet #fb #
  • Ganz privater #Datenjournalismus im August schreibe ich mehr als im Juli, donnerstags mehr als dienstags. http://t.co/L4kKRLis #
  • Warum schreiben alle über den Text von #Grass das sei ein Gedicht? Dann sind meine Artikel ab jetzt auch Gedichte. So. #
  • R. I. P. – der Badezimmerboden war härter http://t.co/8te8kXO6 #
  • @fhomburger Stimmt. Und man muss nicht drei Stunden warten, bis die Zeitung runtergeladen ist ;-) #
  • Völlig nass und versifft, die Tageszeitung im Briefkasten. Wäre per App nicht passiert. Lesen mit Ekelgefühl. #MAZ #fb http://t.co/ARSqZRg7 #
  • Morgenwdh.: Meine Artikel seit 2001 für die "Märkische Allgemeine" ausgewertet. Das am häufigsten benutzte Wort ist… http://t.co/9YTp2AiX #
  • Mit meiner Wahl von Python bin ich in guter Gesellschaft :-) http://t.co/BCSqEnT0 #fb #
  • @dorfpunk Stimmt. Eigentlich eine gute Idee. :-) #
  • Ich habe mal meine Artikel seit 2001 für die "Märkische Allgemeine" ausgewertet. Das am häufigsten benutzte Wort ist… http://t.co/9YTp2AiX #
  • Habe gerade herausgefunden, welches Wort ich in meinen Artikeln in der "Märkischen Allgemeinen" seit 2001 am häufigsten benutzt habe. #fb #
  • RT @tknuewer: Skandal! Axel Springer Verlag zerrüttet Zeitungsmarkt & vernichtet Arbeitsplätze m Kostenlos-Kultur. http://t.co/etDqPp6V #fb #
  • Hübsche Idee zum Umgang mit unerwünschter Werbung im Briefkasten: http://t.co/5LTSGOIT #fb #

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Datenauswertung im Archiv

Nachdem ich meine Artikel für die “Märkische Allgemeine” seit Sommer 2001 – damals wurde unser elektronisches Archiv eingeführt – einmal zusammengefasst habe, kann man mit den Daten lustige Sachen machen. Nicht nur eine Wortwolke der meistbenutzten Ausdrücke, sondern auch eine Auswertung nach Wochentagen oder Monaten.

Demnach habe ich im August am meisten geschrieben (warum wohl?) und im September (urlaubsbedingt, traditionell) am wenigsten.

Dass ich Sonntag nichts veröffentliche ist eigentlich klar, weil die MAZ an diesem Tag nicht erscheint. Aber die Unterschiede sonst?

Vielleicht bin ich ein Mittwoch-Schreiber (für die Donnerstag-Ausgabe) oder es liegt einfach daran, dass wir an diesem Tag mit unserer Beilage “MAZ-spezial” mehr Platz haben als sonst.

So eine Auswertung ist übrigens recht simpel, wenn man die Daten erstmal digital zur Verfügung hat. Die erste Grafik entsteht zum Beispiel so:

Journalisten, vergesst den 1. April!

Dieses Jahr meint es der Kalender gnädigt mit uns. Der 1. April ist ein Sonntag – und an dem erscheinen die meisten Tageszeitungen nicht. Dadurch sind uns viele, viele April”scherze” erspart geblieben.

Nun ja, die Sonntagszeitungen. Sicher. Da werden Milchstraßen auf der Titelseite umbenannt oder eine Hundekot-Ortungs-App vorgestellt. Haha, ja, gelacht. Oder so.

Warum glauben eigentlich Journalisten, sie müssten ihre Kundschaft in den April schicken?

Wer fände es lustig, wenn es morgens klingeln würde und eine Dame vom Ordnungsamt einen auffordern würde, rasch runterzukommen, da würde gerade das Auto abgeschleppt. Und wenn man im Schlafanzug runtergehetzt ist steht da zwar wirklich eine Ordnungsamtsmitarbeiterin, lacht aber nur und ruft “April! April!”.

Oder falls man am 1. April zum Arzt muss und der nach der Untersuchung erstmal Blut abnehmen lässt, dann bedächtig ernst mit dem Kopf schüttelt und was von “ernst, sehr ernst” murmelt, eine Überweisung zum Facharzt ausstellt und einen auffordert, ganz, ganz schnell dort hin zu gehen. Und erst die Sprechstundenhilfe vorne einen launig mit “April! April!” aufklärt, dass alles ja nur ein Witz gewesen und man selbst außer dem kleinen Schnupfen kerngesund sei.

Oder wenn beim Einschieben der EC-Karte in den Geldautomaten die Meldung kommt, “Karte einbehalten. Konto gesperrt”. Und das Gerät erst nach einer Minute, während der man fluchend auf das Gehäuse eingeschlagen hat, mit einem blinkenden “April! April!” fragt, ob man jetzt noch Geld abheben wolle.

Das wäre alles bestimmt sehr, sehr komisch. Nicht.

Dienstleister sollten ihre Kunden nicht veralbern, schon gar nicht, wenn die für eine Leistung bereits bezahlt haben. Nicht am 1. April und auch sonst nicht. Man kann Freunde, Verwandte, Bekannte, Familienmitglieder in den April schicken, wenn man das eine lustige Tradition findet. Aber das reicht dann auch.

Elfeinhalb Jahre, ein Bild

Seit 1999 arbeite ich – mit einer kurzen Unterbrechung – bei der “Märkischen Allgemeinen” (MAZ) in Potsdam. Die vergangenen Jahre lag bei mir immer ein riesiger Zeitungsstapel in der Wohnung. In den Ausgaben waren Artikel von mir, die ich unbedingt noch ausschneiden musste, um sie dann wieder auf Papier zu kleben und in Ordner abzuheften. Um das aufzubewahren, was man tagein, tagaus an doch sehr vergänglichem Tageszeitungsjournalismus schafft.

Gestern habe ich den großen Papierstapel weggeworfen.

Seit Sommer 2001 hat die MAZ nämlich ein elektronisches Archiv – und ich habe mir jetzt alle meine Artikel auf meine Festplatte heruntergeladen. (Das ist nicht ganz so einfach wie es klingt, weil mein Autorenkürzel “ast” als “Ast” in vielen Texten vorkommt, die mit mir nichts zu tun haben. Aber mit ein bisschen Logik, sogenannten regulären Ausdrücken, und der Programmiersprache Python kein unüberwindbares Hindernis. Ein wirklich guter Grund, warum Journalisten programmieren können sollten.)

Und wenn man dann seine ganzen Texte digital vor sich liegen hat, dann kann man plötzlich Fragen beantworten, die einen Journalisten immer umtreiben:

Was schreib ich denn eigentlich so?

Oder in diesem Fall: Was schreibe ich denn eigentlich am meisten?

Dazu habe ich alle meine Texte in einen großen Text gekippt (bzw. ein dafür geschriebenes Programm hat das gemacht) und diesen dann bei Wordle in eine Wortwolke umwandeln lassen.

Die am häufigsten benutzten Worten mit Ausnahme von Standard-Wörtern der deutschen Sprache wie “und”, “auf”, “im” etc. pp. werden dabei in einer Grafik dargestellt. Je größer das Wort, desto häufiger ist es im Vergleich zu den anderen benutzt worden. Und so sieht die Wortwolke meiner MAZ-Artikel von Sommer 2001 bis heute aus:

Für einen Wirtschaftsredakteur ist das Wort “Prozent” (dicht gefolgt von Euro) als am häufigsten benutztes vielleicht nicht so ungewöhnlich, ich hätte aber vorher nicht darauf getippt.

Mal sehen, was sich mit dem digitalen Datenschatz an Artikeln sonst noch so anstellen lässt, in den nächsten Tagen und Wochen.

[Update 23.30 Uhr: Durch eine technische Panne (naja, einen Fehler im Programm) wurden beim ersten Wordle nur etwa drei Viertel der Artikel berücksichtigt. Jetzt sind es alle.]

[Update 6.4.2012: So, nochmal die Datenbasis überarbeitet und das Wordle neu erzeugt.]

Meine Twitter-Woche

  • Blöd. Selbst wenn Kind gar nicht da ist, kann ich sonntags nicht mehr länger als bis 8 schlafen. #Konditionierungstweet #
  • RT @lanu: grundzweifel am inhalt von nachrichten ist ganzjährig angebracht. #aprilapril #fb #
  • Dem Kalender sei dank. Dieses Jahr keine April"scherze" in ihrer handelsüblichen Tageszeitung. #
  • RT @awillburger: Verdi hat am 12.01.2010 zu einem Boykott von Schlecker aufgerufen. Heute verlangt Verdi Staatshilfen für Schlecker. #fb #
  • Was ich hasse: Pressestellen, die Mails und Faxe parallel verschicken. #
  • Was ist ein Presseverteiler? Heute: Selbstständige aus Unterschleißheim laden "Märkische Allgemeine" aus Potsdam zum Pressegespräch ein. #
  • Mist, ausgerechnet an dem Tag habe ich meinem Fahrer freigegeben… http://t.co/BKEAVxLl #einladung #journalisten #fb #