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	<title>andreas streim &#187; Ablage B</title>
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	<description>buchstaben, wörter, sätze &#38; mehr eines journalisten</description>
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		<title>Sex sells</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Dec 2009 12:38:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe mich in der MAZ ja mal der Frage nach dem Sex-Business und den harten Zahlen gewidmet, aber so schön können wir Printjournalisten unsere Ergebnisse natürlich nicht darstellen:]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mich <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11340737/485072/">in der MAZ ja mal der Frage nach dem Sex-Business und den harten Zahlen gewidmet</a>, aber so schön können wir Printjournalisten unsere Ergebnisse natürlich nicht darstellen:</p>

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		<title>Domina GmbH &amp; Co. KG</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 09:03:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein gro&#223;es SM-Studio ist ja eigentlich auch nur ein kleines mittelst&#228;ndisches Unternehmen, das damit k&#228;mpft, das alles teurer wird, aber die Preise beim Kunden schwer zu erh&#246;hen sind. Das es nicht leicht hat, qualifiziertes Personal zu finden &#8211; und das &#8230; <a href="http://www.streim.de/2009/11/30/domina-gmbh-co-kg/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein gro&szlig;es <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/BDSM#Professionelle_Dienstleistungen">SM-Studio</a> ist ja eigentlich auch nur ein kleines mittelst&auml;ndisches Unternehmen, das damit k&auml;mpft, das alles teurer wird, aber die Preise beim Kunden schwer zu erh&ouml;hen sind. Das es nicht leicht hat, qualifiziertes Personal zu finden &#8211; und das Mitglied in der Industrie- und Handelskammer (IHK) ist und &ouml;fter mal Besuch vom Finanzamt bekommt.</p>

<p>Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich f&uuml;r die <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de">&#8220;M&auml;rkische Allgemeine&#8221;</a> eine gr&ouml;&szlig;ere Geschichte &uuml;ber die Erotik-Branche geschrieben. Es war der Versuch herauszufinden, wie viel Geld eigentlich rund um Sex in Deutschland gemacht wird &#8211; und wer es macht. Das Ergebnis, die Seite 1 in unserer Beilage MAZ-spezial mit <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11340737/485072/">dem Titel &#8220;Nackte Zahlen&#8221;</a>, war etwas ern&uuml;chternd. Wirklich recherchieren l&auml;sst sich das auf die Schnelle nicht, man kann nur ein paar Schlaglichter auf das Thema werfen.</p>

<p>Bei der Recherche hatte ich allerdings ein l&auml;ngeres Interview mit Sabine Meyer gef&uuml;hrt, die als <a href="http://www.avalon-berlin.de/studio/de/team/mercedes.php">Lady Mercedes</a> zusammen mit ihrer Partnerin <a href="http://www.avalon-berlin.de/studio/de/index.php">das SM-Studio &#8220;Avalon&#8221;</a> in Berlin-Spandau betreibt. Im Text vorgekommen ist daraus, wie so oft, nur ein kleiner Teil. Beim Aufr&auml;umen habe ich k&uuml;rzlich das komplett abgeschriebene Interview wiedergefunden und nach R&uuml;cksprache mit Frau Meyer darf ich es an dieser Stelle ver&ouml;ffentlichen. Ich finde es extrem interessant und es gibt eine Menge Einblick in eine Branche, die viele neugierig be&auml;ugen &#8211; aber nur aus sicherer Entfernung. Und ohne dass sie es je zugeben w&uuml;rden.</p>

<p><strong><big>Es ist eine Materialschlacht geworden</big></strong></p>

<p><em>Betreiberin eines SM-Studios &#8211; da denkt man an ein dickes Bankkonto, den Porsche vor der T&uuml;r und ein finanziell ausgesorgtes Leben.</em></p>

<p><a href="http://www.streim.de/wp-content/uploads/2009/11/meyer2.JPG"><img src="http://www.streim.de/wp-content/uploads/2009/11/meyer2-200x300.jpg" alt="Sabine Meyer" title="Sabine Meyer" width="200" height="300" class="alignright size-medium wp-image-1626" /></a><strong>Sabine Meyer:</strong> Unsere Stundenpreise liegen bei 220 Euro. Das klingt erstmal so, als ob hier wahnsinniges Geld verdient wird. Aber wir m&uuml;ssen einen enormen Aufwand betreiben, um Menschen mit diesen anderen Fantasien einen Rahmen zu bieten, in dem sie sich aufgehoben f&uuml;hlen. Da flie&szlig;t wirklich viel Geld hinein. Um das mal deutlich zu machen: Das f&auml;ngt schon damit an, dass es warm sein muss, dazu sind 400 Quadratmeter zu heizen. Und dann kommt ja auch nicht jede Stunde ein Gast.</p>

<p><em>Wenn schon dieses Klischee nicht stimmt, fangen wir doch vorne an. Wie wird man denn Studio-Betreiberin?</em></p>

<p><strong>Meyer: </strong>Man muss eine Veranlagung dazu haben. Man muss eine Liebe zu SM haben, man muss das auf jeden Fall m&ouml;gen. Man wird nicht einfach so SM-Studio-Betreiberin oder Domina. Wichtig ist auch, dass man diese Mode gerne mag. Und man muss auch bereit sein, sich in dieses Leben hineinfallen zu lassen. Man ist ja nicht in einer festen Arbeitssituation, man muss sich um alles selber k&uuml;mmern.</p>

<p><em>Was hei&szlig;t das praktisch?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Zun&auml;chst f&auml;ngt es an mit einer Neigung. Dann geht es damit weiter, dass man sich ein vern&uuml;nftiges Studio sucht &#8211; so wie unseres &#8211; und sagt, ich m&ouml;chte das lernen. Dann lernt man das und dann bekommt man schon mit, durch Feedback von G&auml;sten und Kolleginnen, ob man ambitioniert ist oder nicht. Erst wenn man eine solche Ausbildung bekommen hat und damit fertig ist, dann kann man hier einsteigen.</p>

<p><em>Ausbildung, das klingt ja richtig wie einen Beruf lernen&#8230;</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Das ist wie einen Beruf lernen. Das ist wirklich hochkomplex, was die Frauen hier machen mit den Leuten, das ist sehr anspruchsvoll. Das ist nicht so, dass man sich denkt, man hat sich hier mal eine Peitsche gekauft und dann geht es los. Aber genau das ist leider das Klischee. Ich w&uuml;rde es so formulieren: Ein Arzt wird auch sagen, seinen Job k&ouml;nnte nicht jeder machen, dazu geh&ouml;rt eine bestimmte Veranlagung dazu. Aber selbst wer die hat, muss noch eine Menge lernen, bevor er in der Praxis stehen kann.</p>

<p><em>Was macht den Beruf einer Domina aus Ihrer Sicht so anspruchsvoll?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> In unserem Beruf gehen wir viel mit dem menschlichen K&ouml;rper um &#8211; und der menschliche K&ouml;rper ist sehr sensibel. Man muss genau wissen, wie man jemanden hinstellt, wie man jemanden fixiert. Wo darf ich meine Seile anbringen und wo nicht? Das muss man wissen. Wenn man den menschlichen K&ouml;rper so sieht, dann gibt es eine Menge neuralgischer Punkte. Das darf ich nicht machen und das darf ich auch nicht machen, aber das kann ich machen. Es ist sicher kein Zufall, dass wir sehr viele Frauen haben, die aus dem Krankenpflegebereich kommen. Ich selbst &uuml;brigens auch. Dieser Beruf im Studio, das hat schon was mit behandeln zu tun, wir behandeln Menschen. Mit Freude und mit Lust. Und das muss man sich dann auch trauen, da muss man auch &uuml;ber ein gesundes, freudvolles  Ma&szlig; Sadismus verf&uuml;gen wenn man in diesem Beruf arbeitet.</p>

<p>Und abgesehen von diesen k&ouml;rperlichen Sachen, die man wissen muss, gibt es ja auch noch die total wichtige psychologische Seite. Wie man mit jemandem kommuniziert und erf&auml;hrt, was er m&ouml;chte. Das ist nochmal die ganz andere Seite, neben dem Wissen &uuml;ber den menschlichen K&ouml;rper. Das ist diese soziale Kompetenz, dass ich wei&szlig;, wie weit kann ich gehen? Wie tickt diese Person? Was sind seine Fetische, worauf steht er, was geht in seinem Kopf vor? Denn manche Fantasien sind ja schon ziemlich abstrus.</p>

<p><em>Wie ist das konkret, bei Ihnen meldet sich eine Frau und sagt einfach, ich w&uuml;rde das jetzt gerne beruflich machen&#8230;</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Die Frauen m&uuml;ssen eine Bewerbung schicken oder anrufen. Wenn sich die Email oder Stimme vern&uuml;nftig anh&ouml;rt, dann geht es weiter. Es gibt so bestimmte Punkte wo eine Stimme ganz gruselig ist oder die Frau nicht in der Lage ist, drei zusammenh&auml;ngende S&auml;tze zu artikulieren, oder die Email ist gespickt mit Fehlern, dann wei&szlig; man ganz genau, die kommt nicht in Frage. Aber wenn jemand da ist, der sich vern&uuml;nftig anh&ouml;rt, dann kommen die Damen meist hierher und dann f&uuml;hren wir ein sehr ausf&uuml;hrliches Gespr&auml;ch. Wenn jemand sagt, ich habe mich damit schon besch&auml;ftigt, dann gibt es so ein paar Fragen, wo man abtestet, ob das stimmt. Dann gibt es Frauen die sagen, ich habe &uuml;berhaupt keine Ahnung, aber ich m&ouml;chte das einmal ausprobieren, ob das f&uuml;r mich was ist.</p>

<p>Auf jeden Fall werden wir klar am Anfang sagen, was auf eine Frau zukommt. Das bedeutet, die ersten zwei Monate so viel Arbeitseinsatz wie m&ouml;glich, mindestens zweimal die Woche sechs bis sieben Stunden im Studio sein, wo sie nur zuschaut, nur lernt, und kein Geld verdient. Wenn das nach dieser Zeit vern&uuml;nftig aussieht &#8211; und die Frauen sind ja dann auch hei&szlig; und wollen arbeiten und alleine eine Session gestalten &#8211; dann macht man Werbung, macht ordentliche Fotos, die ins Internet gestellt werden, und hofft, dass die G&auml;ste diese Frau dann auch attraktiv finden.</p>

<p><em>Werden die Frauen dann bei Ihnen eingestellt?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Nein. In so einem gro&szlig;en Studio, wir sind ja fast 15 Leute, geht das gar nicht. Wir vermieten unsere R&auml;ume. Die Frauen zahlen eine Nutzungspauschale f&uuml;r die Zeit, in der sie hier t&auml;tig sind. Sie nutzen ja unsere R&auml;ume, die komplett eingerichtet sind. Den Stundensatz bekommt die Frau, muss aber davon ihre Miete an uns und ihre Steuer an das Finanzamt abf&uuml;hren.</p>

<p><em>Sie haben ein normales Gewerbe angemeldet?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Nat&uuml;rlich, wir sind ja auch kein Prostitutionsbetrieb. Wir sind ordentlich angemeldet und im Handelsregister eingetragen als Filmstudio, dominante Begleitung und Handel mit Fetischmode. Das sind unsere drei Standbeine. Zu uns kommt regelm&auml;&szlig;ig das Finanzamt und guckt nach. Das sind alles Sachen, die gut funktionieren. Wir zahlen Steuern und wurden auch schon immer mal wieder gepr&uuml;ft. Glauben Sie, bei uns schauen die Obrigkeiten ganz genau hin! Wenn eine Frau zu uns kommt hei&szlig;t das deshalb auch, dass wir als erstes mit unserer Vereinbarung wedeln. Hier kann niemand arbeiten, der keine Steuernummer hat und nicht angemeldet ist.</p>

<p><em>Sind Sie damit auch Mitglied bei der Industrie- und Handelskammer?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Ja. Wir bezahlen jedes Jahr unseren Beitrag, aber mehr ist da auch nicht. Die melden sich ab und zu mal, mit so einem allgemeinen Rundschreiben. Zum Beispiel fragen sie regelm&auml;&szlig;ig, ob wir Ausbildungspl&auml;tze liefern k&ouml;nnen oder so <em>(lacht)</em>. Aber sonst gibt es keinen speziellen Kontakt.</p>

<p><em>Und die Pr&uuml;fer vom Finanzamt schauen nicht seltsam, wenn sie in Ihr Studio reinkommen?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Ach, das ist f&uuml;r die Pr&uuml;fer inzwischen genauso normal wie f&uuml;r uns. Es gibt vielleicht mal eine kleine Bemerkung, weil die Frauen ja auch in Lack und Leder gekleidet sind und ein bisschen anders aussehen. Da kriegt der eine oder andere schon mal ein Auge. Und die Polizei kommt uns ja auch in regelm&auml;&szlig;igen Abst&auml;nden besuchen und redet mit den Frauen, ob sie wirklich freiwillig hier sind. Das ist alles ganz normal.</p>

<p><em>Das Studio ist im Gewerbegebiet, direkt neben BMW. Finden die das nicht ein wenig befremdlich?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> BMW kriegt uns sowieso nicht mit. Es ist  eben was ganz anderes, wenn man ein dominantes Studio betreibt oder ein Bordell. Unsere G&auml;ste sind diskret, hier w&uuml;rde nie jemand laut die Treppen hochpoltern. Die gehen hier rein, gemessenen Schrittes, und wollen vor allem nicht auffallen. Das ist in einem Bordellbetrieb anders, da kommen ja mal Gruppen von M&auml;nnern, die sich laut unterhalten oder im Treppenhaus Spa&szlig; haben. Das ist bei uns anders, unsere G&auml;ste kommen alleine, diskret. Es gibt hier vielleicht im Gewerbegebiet selbst einige Mieter, die finden das nicht so toll, aber die sind trotzdem alle h&ouml;flich und gr&uuml;&szlig;en uns.</p>

<p>Und es gibt auch Mieter, mit denen verstehen wir uns extrem gut, mit denen arbeiten wir zusammen &#8211; zum Beispiel eine Eventagentur. Das ist eine Win-Win-Geschichte. Den Vermieter selbst kennen wir schon sehr lange. Wir sind erst seit einem Jahr hier, fr&uuml;her waren wir in der Kantstra&szlig;e, da waren wir fast neun Jahre in einem Mietshaus. Und da sind wir auch gut zurechtgekommen. Unser Gewerbe ist ein leises. Wenn jemand auf dem Bock liegt und Senge kriegt, dann schreit er ein bisschen, ok. Aber sonst ist unser Gewerbe ein sehr diskretes, unsere Kunden wollen nicht gesehen werden.</p>

<p><em>Mit einem Bock alleine ist es ja nicht getan. Wie finanziert man ein solches Studio, geht man da zur Bank und legt einen Businessplan vor?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Nein, da muss man schon Freunde haben, die einem Geld leihen. Von der Bank haben wir nichts bekommen. Wir haben das fr&uuml;her mal versucht, aber das war ein No-No. Und dann haben wir es gelassen.</p>

<p><em>Aber das Geld w&auml;re doch gut investiert, man hat den Eindruck, SM ist eine Boombranche.</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Eine Boombranche war es eher vor 20 Jahren. Mittlerweile ist SM so alltagstauglich geworden, dass es nicht mehr das gro&szlig;e Geheimnis ist. Wenn man sich normal durchs Leben bewegt, dann steht da eben eine Frau in der Lackhose an der Bushaltestelle. Es ist einfach schon viel mehr im Alltag zu sehen, was die Kleidung anbelangt. Im Fernsehen wird man mit der SM-Geschichte zugem&uuml;llt. Nein, das ist keine richtige Boombranche. Stattdessen ist es eine Materialschlacht geworden. Ein gutes SM-Studio muss dieses und jenes haben, sonst ist es kein gutes SM-Studio. Ein Latex-Vakuum-Bett ist zum Beispiel irre teuer, 1500 Euro, aber das muss man haben &#8211; f&uuml;r ein paar G&auml;ste, die das wollen. Man hat Tausend Gummianz&uuml;ge, damit jeder, egal ob er einen dicken oder d&uuml;nnen Bauch hat, in so eine Gummihaut hineinpasst. Wo es wirklich boomt, da ist bei den ganzen Leuten, die das herstellen.</p>

<p><em>Wie viel muss man denn in so ein Studio reinstecken?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Ich will ihnen nicht sagen, was hier so alles drinsteckt, das ist breathtaking. Allein was in unserem Gummistudio an den W&auml;nden h&auml;ngt, ist enorm.</p>

<p><em>Wie viele Studios gibt es denn in Berlin?</em></p>

<p><strong>Meyer: </strong>In Berlin gibt es in der Stadt so 15 Studios, die einigerma&szlig;en funktionieren. Wir sind dabei das gr&ouml;&szlig;te. Es gibt einige andere, sehr gute, aber die haben alle nicht die M&ouml;glichkeiten, die wir haben. Die haben vielleicht zwei oder drei R&auml;ume, aber wir haben 420 Quadratmeter. Und dann gibt es noch ein paar Prostituierte, die sich ein Kreuz an die Wand geschraubt haben, und sich als SM-Studio bezeichnen, es aber nicht sind.</p>

<p><em>Was ist ein SM-Studio und was nicht?</em></p>

<p><strong>Meyer: </strong>Mein Verst&auml;ndnis von einem SM-Studio ist: Wir sind kein Bordell und es geht bei uns nicht um Geschlechtsverkehr. Vielleicht gibt es am Ende auch das Gl&uuml;ck des Mannes, aber es geht nicht vordergr&uuml;ndig um Geschlechtsverkehr. Wir verkaufen etwas ganz anderes. Wir verkaufen bizarre Tr&auml;ume, wir verkaufen Rollenspiele, wir verkaufen fetischistische Tr&auml;ume. Wir verkaufen ganz andere Dinge als andere Leute. Wir sind mit einer Handvoll Studios die einzigen, die darauf wert legen, dass wir nicht Prostitution verkaufen. Wir sehen uns als Sexualtherapeuten, das ist eine andere Kategorie. Da f&uuml;hlen wir uns wohl und zu Hause. Es ist eine Art von K&ouml;rpertherapie. Wir wollen es Menschen leichter machen. Es geht um Wohlf&uuml;hlen, um Druckabbau, darum sich zu sp&uuml;ren.</p>

<p><em>Letzteres w&uuml;rde vielleicht manche Prostituierte auch &uuml;ber sich und ihr Gesch&auml;ft sagen.</em></p>

<p><strong>Meyer: </strong>Absolut. Ich habe nichts gegen Prostituierte. Wir haben Frauen, die sind da ausgestiegen, weil sie auf diese K&ouml;rperlichkeit keine Lust mehr hatten, und das sind ausgezeichnete dominante Frauen geworden. Wir haben aber keine G&auml;ste die hierher kommen, um ausschlie&szlig;lich und nur Geschlechtsverkehr zu haben. Und die wollen wir auch nicht.</p>

<p><a href="http://www.streim.de/wp-content/uploads/2009/11/meyer1.JPG"><img src="http://www.streim.de/wp-content/uploads/2009/11/meyer1-400x266.jpg" alt="Sabine Meyer" title="Sabine Meyer" width="400" height="266" class="aligncenter size-medium wp-image-1625" /></a></p>

<p><em>Wie sehen Sie Ihre eigene Rolle, verstehen Sie sich als Chefin eines kleinen Unternehmens oder sind Sie die oberste Domina?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Da schlagen zwei Herzen in meiner Brust, das der Gesch&auml;ftsfrau und das der leidenschaftlichen dominanten F&uuml;hrerin. In den Part der Gesch&auml;ftsfrau bin ich so reingewachsen. Ich leite dieses Studio mit meiner Partnerin zusammen, wir sind ein gutes eingespieltes Team seit vielen Jahren. Wir sind auch der kreative Kopf der ganzen Angelegenheit, wir sind die Ausbilderinnen unserer Damen. Und wir empfangen auch noch hin und wieder eigene G&auml;ste. Wenn ich meine G&auml;ste empfange f&uuml;hle ich mich ausschlie&szlig;lich der Dominanz verpflichtet. Neben diesem Studio haben wir noch <a href="http://www.avalon-residenz.de/">die Residenz</a>, das ist eine Geschichte, die meistens w&auml;hrend des Sommers l&auml;uft. Da haben wir Events mit verschiedenen Mottos, da geht auch viel Energie rein. Meine Partnerin und ich, wir sind jeden Tag gefordert. Das Studio hat von 365 Tagen 360 Tage offen.</p>

<p><em>Um nochmal aufs Finanzielle zur&uuml;ckzukommen, ein Klischee des Studiobesuchers ist ja auch, dass Geld keine gro&szlig;e Rolle spielt, dass die erfolgreichen Gesch&auml;ftsmanner sich die Klinke in die Hand geben. Stimmt das?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Die Leute legen ja nicht ihre Visitenkarten auf den Tisch. Aber manchmal sieht man im Fernsehen schon jemanden und sagt sich, &#8220;ach, der war das?&#8221; Generell haben wir sicher keine armen G&auml;ste. Einen Stundensatz von 220 Euro kann sich niemand leisten, der auf sein Geld schauen muss. Aber es sind nicht die ganz, ganz Reichen, wenn auch schon eher die Anzugtr&auml;ger. Es passiert auch nur ganz, ganz selten, dass wir Trinkgeld bekommen. Wenn die erste Stunde 220 Euro kostete und jede weitere Verl&auml;ngerung 200 Euro, dann legt der 420 Euro hin und keine 450 Euro. Man gibt dann eben auch Wechselgeld raus. Die Leute schauen wirklich alle aufs Geld. Und es gibt auch kein solches Puff-Gebahren, dass jemand 10.000 Euro auf den Tisch legt und sagt, verw&ouml;hnt mich mal. Das geht bei uns auch nicht. Die Leute haben eine klare Vorstellung, was sie erleben wollen. Teilweise ist das minuti&ouml;s vorgeplant und streng ritualisiert.</p>

<p><em>Die Frauen zahlen von ihren Einnahmen die m&uuml;ssen Nutzungsgeb&uuml;hr an Sie, dazu Steuern und Versicherung. Das ganz gro&szlig;e Geld bleibt davon nicht &uuml;brig.</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Das ist in der Tat so. Das ist ja die Ungerechtigkeit, dass die Leute immer denken, &#8220;ach ja, die lebt ja von der Prostitution, die hat so ein gro&szlig;es Studio, die muss ja ein Schweinegeld verdienen&#8221;. Das ist wirklich nicht so. Als ich vor zehn Jahren mit meiner Partnerin angefangen habe, da hatten wir eine Wohnung. Wir waren alleine und es ging uns wirtschaftlich wirklich gut. Dann sind wir immer gr&ouml;&szlig;er geworden, immer mehr Frauen, den ganzen Aufwand, den wir betreiben, die ganzen Quadratmeter, die wir haben &#8211; aber es ist trotzdem so, dass wir damit nicht reich werden k&ouml;nnen. Wir sind Sklave unseres eigenen Imperiums. Auf der anderen Seite macht es aber auch so viel Spa&szlig;. Wenn man etwas gefunden hat, was einem Spa&szlig; macht und was einem Platz f&uuml;r seine Kreativit&auml;t l&auml;sst, dann ist es das auch wert. Wir haben ja mit so wenig angefangen und es ist so viel daraus geworden. Wir scherzen manchmal, wenn wir die Nase voll haben, jetzt m&uuml;sste jemand kommen und uns die Summe sowieso bieten, dann w&uuml;rden wir verkaufen. Aber wir hatten gerade zehnj&auml;hriges Jubil&auml;um und da haben wir gesagt, zehn Jahre machen wir es noch.</p>

<p><em>Zehn Jahre, 20 Jahre, das ist alles eine ziemlich lange Zeit&#8230;</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Ja, auch das ist anders als in der Prostitution. Bei uns entstehen gewachsene Beziehungen zu den G&auml;sten. Wir sind nicht ihre Ehefrauen, aber es gibt teilweise sehr intime  Beziehungen, wo es auch pers&ouml;nliche Worte gibt. Ich begleite manche Leute schon seit 20 Jahren, seitdem ich diesen Beruf mache. Als Domina ist man eben auch noch interessant und attraktiv, wenn man &uuml;ber 40 ist.</p>

<p><em>Das Klischee ist doch, die Frauen machen das ein paar Jahre lang und dann er&ouml;ffnen sie eine schicke Boutique. Kommt das vor?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Das ist totaler Quatsch. Ich wei&szlig; gar nicht, wo dieses Vorurteil herkommt. In den 20 Jahren habe ich nicht eine getroffen, die das Gl&uuml;ck hatte, den Prinzen zu treffen, der die monatliche Apanage locker macht, damit sie ein gesegnetes Leben hat. Das sind alles Frauen, die f&uuml;r das, was sie verdienen, echt hart arbeiten m&uuml;ssen.</p>

<p><em>Ist das eher ein Haupt- oder Nebenberuf?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Wir haben hauptberufliche Damen, aber die sind nicht nur bei uns. Das w&uuml;rde sie nicht ern&auml;hren. Viele von unseren Damen gehen nach S&uuml;ddeutschland, weil sie da mehr verdienen. Berlin ist das Armenhaus der Republik, In M&uuml;nchen oder N&uuml;rnberg liegt der Stundensatz bei 250 Euro und da gibt es keinen geringeren Preis f&uuml;r die Folgestunden. Das sollte man sich in Berlin mal trauen, da w&uuml;rde man von allen abgestraft. Eine Preiserh&ouml;hung wird in der Fetischgemeine und von der G&auml;steschaft nicht wohlwollend aufgenommen.</p>

<p><em>Wie kommen solche regional einheitlichen Preise zustande, gibt  es da Absprachen oder sowas wie ein Kartell?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Nein, &uuml;berhaupt nicht. In Berlin ist das einfach der &uuml;bliche Preis, der ist so entstanden. Ich kann mich erinnern, fr&uuml;her kostete eine Stunde 300 Mark, als ich anfing. Und dann wurde es erh&ouml;ht auf 400 Mark, das hat sich so ergeben. Seit Einf&uuml;hrung des Euro sind wir bei dem Preis, den wir jetzt haben. Da denkt man nat&uuml;rlich dar&uuml;ber nach, wenn man seine Heizkostenrechnung anschaut, die jedes Jahr steigt. Aber eine Preiserh&ouml;hung kann man sich nicht erlauben. Dann bleiben die G&auml;ste weg und in Foren im Internet wird geschrieben, was f&uuml;r ein geldfressendes Monster man ist.</p>

<p><em>Aber wenn Ihr Studio doch so gro&szlig; und gut ausgestattet ist, dann k&ouml;nnten Sie doch sagen, bei uns ist alles auch etwas teurer?</em></p>

<p><strong>Meyer: </strong>Es ist eher umgekehrt. Es gibt kleine Studios, die weniger bieten, bei denen kostet die Stunde dann nur 150 Euro. Aber, richtig, da gibt es dann auch diese Ausstattung nicht.</p>

<p><em>Ist das eher ein kollegiales Miteinander mit den anderen Studios oder harter Konkurrenzkampf?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Man freut sich nat&uuml;rlich, wenn man tolles Feedback &uuml;ber sich h&ouml;rt. Und feixt, wenn man im Forum liest, wie es dem bei der oder der gegangen ist und es sich ganz schrecklich anh&ouml;rt. Aber man hat schon Kontakt zu ein paar Studios.</p>

<p><em>Sie haben gesagt, manche Frauen haben SM fr&uuml;her privat schon gelebt. Wie ist das, wenn man es dann beruflich macht. H&auml;ngt das einem irgendwann zum Hals raus?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Stimmt, viele Frauen kommen aus der privaten Initiative heraus. Wenn man es beruflich macht, dann h&ouml;ren die privaten Geschichte und Spiele bei den Frauen auf. Aber wenn es einem auf die Nerven geht oder man keine Freude mehr hat, dann ist es der Zeitpunkt, wo man auch mal aufh&ouml;ren muss. Wir haben Studentinnen, die zwei Tage die Woche arbeiten. Wir haben da flexible Zeiten. Es gibt M&uuml;tter, die sind nur von 12 bis 16 Uhr da, weil dann die Kinder aus der Kita abgeholt werden m&uuml;ssen. Es gibt auch hauptberufliche Frauen, aber allein in Berlin k&ouml;nnen die ihr Geld nicht zusammenpeitschen. Das sind dann Reisefrauen, die gehen dann nach Frankfurt, die gehen nach M&uuml;nchen. Unsere Frauen sind alle auch in anderen Studios in S&uuml;ddeutschland oder in Hamburg mit besch&auml;ftigt; nur so funktioniert das, wenn man sich ein Auto oder dies und das leisten will.</p>

<p><em>Das Studio Avalon hat eine ausf&uuml;hrliche Website, mit einem gesch&uuml;tzten Bereich mit Fotos und Videos. Ist das in erster Linie eine Werbema&szlig;nahme, um Kunden ins Studio zu bekommen oder bietet das Netz eine weitere Einnahmequelle?</em></p>

<p><a href="http://www.streim.de/wp-content/uploads/2009/11/Bildschirmfoto-5.png"><img src="http://www.streim.de/wp-content/uploads/2009/11/Bildschirmfoto-5-358x300.png" alt="Screenshot" title="Screenshot" width="258" height="220" class="alignright size-medium wp-image-1634" /></a><strong>Meyer:</strong> Das hat wirklich mal als Werbema&szlig;nahme angefangen. Das ist auch etwas, was gewachsen ist &#8211; und sich zu einem wichtigen Standbein entwickelt hat. Das war auch der Grund, warum wir die Residenz gemietet haben, weil wir davor nur im Studio produziert haben. Das war langweilig, weil irgendwann jede Ecke mehrfach abgefilmt war.</p>

<p><em>Das hei&szlig;t, Sie produzieren selbst Filme?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Ja. Wir produzieren in der Regel drei bis vier Filme im Monat. Wir schreiben das Drehbuch, Filmen selbst, machen die Fotos. Das ist wirklich auch unser Job.</p>

<p><em>K&ouml;nnte man sagen, dass nicht nur vor der Kamera, sondern auch mit dem Gast im Studio Ihr Beruf etwas von Schauspielerei hat?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Absolut. Dieser Beruf bietet tats&auml;chlich zahlreiche Facetten. Wenn wir in diesen Raum gehen, dann ist &#8211; tata! &#8211; die B&uuml;hne er&ouml;ffnet. Dann schl&uuml;pfen wir in jede Rolle, die es gibt. Wir sind die Lehrerin, die &Auml;rztin, die Henkerin. Wir sind alles, was sich jemand in seiner Fantasie vorstellen kann.</p>

<p><em>Kommt man sich da nicht manchmal albern vor?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Man spielt absolut diese Rolle, eben wie ein guter Schauspieler. Und es ist w&uuml;nschenswert, dass ein Gast, der sich das vorstellt, in seiner Rolle mitgeht. Wenn ich vor jemandem als
Gef&auml;ngnisw&auml;rter herumspringe und was von den Regeln der Gefangenschaft erz&auml;hle und der sich nur kaputtlacht, dann w&auml;ren wir kein so gutes Team. Der muss dann schon ein entsprechend erschrockenes Gesicht machen. Aber wenn jemand Geld bezahlt und in ein Spiel eintauchen will, dann verh&auml;lt er sich auch so. Erst wenn er diesen Lustgewinn hat, dann haben wir auch einen Lustgewinn.</p>

<p><em>Freut man sich also hinterher, wenn ein Auftritt supergelungen war, oder ist einem selbst das dann schon wieder egal?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong>Nat&uuml;rlich freut man sich &uuml;ber ein gelungenes Spiel, eben weil man auch selbst Spa&szlig; daran hat. Ein gelungenes Spiel kann mir den ganzen Tag vers&uuml;&szlig;en, ein misslungenes Spiel kann den ganzen Tag f&uuml;r miese Laune sorgen.Jeder Gast sollte beim Gehen schon mit Vorfreude daran denken, wann er uns das n&auml;chste Mal besuchen wird.</p>

<p><em>Die Branche funktioniert mit M&auml;nnern als G&auml;sten und Frauen, die einen Service anbieten. Das Angebot mit umgekehrter Rollenverteilung gibt es nicht.</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Das ist in der Tat so. Es passiert sehr selten, dass wir Frauen als G&auml;ste haben. Wir hatten fr&uuml;her auf unserer Internetseite auch einen Artikel f&uuml;r Frauen, denn wir haben Kontakt zu einem sehr guten Bondage-Meister, der auch Frauen behandelt. Der ist sehr frei verf&uuml;gbar, aber er hat sehr wenig Termine, weil es echt wenig Frauen gibt, die sich diesen Luxus zugestehen und leisten.</p>

<p><em>Woran liegt das?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Frauen sind anders gestrickt. Keine submissive Frau wird feucht, wenn pl&ouml;tzlich ein dominanter Mann die B&uuml;hne betritt. Da muss vorher schon etwas passieren.Bei M&auml;nnern ist das anders. Der Gast ist nackt im Raum, pl&ouml;tzlich betritt die Dominaseiner Tr&auml;ume den Raum und schon ist er in seiner Rolle, ein Mann kann sich da viel schneller hingeben oder in eine  Situation fallen lassen, Bei Frauen passiert viel mehr &uuml;bers Hirn, das ist halt so.</p>

<p><em>Trotzdem ist es doch erstaunlich, dass wir seit zig Jahren &uuml;ber Emanzipation reden, aber nicht nur der SM-Bereich, sondern auch andere Erotik-Angeboten fast ausschlie&szlig;lich auf M&auml;nner als Kunden ausgerichtet sind.</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Es ist aber auch so, dass das Angebot teilweise so schlecht ist. Ich wei&szlig; von Kolleginnen, die haben sich schon hin und wieder mal einen Dressman bestellt &#8211; und das sind dann aber auch echte Gurken. Es gibt keinen Richard Gere als hinrei&szlig;enden Gentleman. Umgekehrt, wenn man in ein sch&ouml;nes Bordell geht, da sitzen einem Frauen gegen&uuml;ber, die sind traumsch&ouml;n und die haben was in der Birne. Genau wie hier. Unsere Frauen sehen extrem gut aus und haben auch was im Kopf. Das ist auch ein Vergn&uuml;gen, sich mit denen zu unterhalten.</p>

<p><em>Um zum Abschluss nochmal zum Anfang zu kommen, was machen Sie denn f&uuml;r einen Umsatz im Monat?</em></p>

<p><strong>Meyer:</strong> Kein Kommentar</p>

<p><small><em>(Fotos: Sabine Meyer (2), Screenshot)</em></small></p>
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		<title>Böser, böser Kapitalist!</title>
		<link>http://www.streim.de/2009/11/19/boeser-boeser-kapitalist/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 22:51:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Bank]]></category>
		<category><![CDATA[Konto]]></category>
		<category><![CDATA[MLPD]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ich die Pressemitteilung gelesen hatte, dachte ich nur: Das muss doch ein Fake sein. Aber weil weder Absender noch geschilderter Sachverhalt für die Zeitung, für die ich arbeite, von besonderer Bedeutung ist, habe ich die &#8220;DEL&#8221;-Taste gedrückt und das &#8230; <a href="http://www.streim.de/2009/11/19/boeser-boeser-kapitalist/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich die Pressemitteilung gelesen hatte, dachte ich nur: Das muss doch ein Fake sein. Aber weil weder Absender noch geschilderter Sachverhalt für die Zeitung, für die ich arbeite, von besonderer Bedeutung ist, habe ich die &#8220;DEL&#8221;-Taste gedrückt und das Ganze vergessen. Doch was muss ich jetzt lesen &#8211; die Sache ist wahr. Und der pressemeldungstechnisch von der MLPD, <a href="http://www.mlpd.de/">der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands</a>, geschilderte Skandal lautet:</p>

<p>Die Deutsche Bank hat alle MLPD-Konten und die des längstjährigen Parteichefs Stefan Engel (ohne &#8220;s&#8221;) gekündigt. Einfach so. Ohne Begründung. Ja gibt&#8217;s denn das!</p>

<p>Darüber berichten inzwischen einige, nun ja, der MLPD nicht fernstehende Publikationen. Wie <a href="http://www.rf-news.de/2009/kw47/kontenkuendigung-die-freiheit-die-sie-meinen">die &#8220;Rote Fahne&#8221;</a>. Oder <a href="http://www.scharf-links.de/43.0.html?&#038;tx_ttnews[tt_news]=7597&#038;tx_ttnews[backPid]=56&#038;cHash=2fcbddf1bb">&#8220;Scharf links&#8221;</a>.</p>

<p>Dabei finde ich die viel spannender Geschichte: Warum hat die MLPD eigentlich Konten bei der Bank von Josef Ackermann, die in die Kategorie &#8220;private Gier-Banken&#8221; (im MLPD-Jargon) fällt? Darf ein guter Genosse mit dem Klassenfeind Geschäfte machen? Schlummern im Aktiendepot der marxistischen Leninisten vielleicht gar ein paar Atomstrom- oder Rüstungskonzern-Papiere? Oder liegen im Tresor gar ordentlich verzinste US-Staatsanleihen? Irgendwo hat Marx bestimmt geschrieben, man müsse den Feind mit den eigenen Waffen schlagen. Oder Lenin. Oder notfalls Stefan Engel. Passt schon.</p>
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		<title>Qualität die man erkennt</title>
		<link>http://www.streim.de/2009/09/11/qualitaet-die-man-erkennt/</link>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 09:57:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[DJV]]></category>
		<category><![CDATA[Initiative Qualität]]></category>
		<category><![CDATA[Qualitätstag]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Gewerkschaft, der DJV, hat mir eine Pressemitteilung der &#8220;Initiative Qualität&#8221; zukommen lassen. Am 19. Oktober wollen sich schlaue Leute Gedanken darüber machen, wie es sich mit der Qualität im Journalismus verhält. Und wie sie erhöht werden kann. Bei so &#8230; <a href="http://www.streim.de/2009/09/11/qualitaet-die-man-erkennt/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Gewerkschaft, der DJV, hat mir eine Pressemitteilung der &#8220;Initiative Qualität&#8221; zukommen lassen. Am 19. Oktober wollen sich schlaue Leute Gedanken darüber machen, wie es sich mit der Qualität im Journalismus verhält. Und wie sie erhöht werden kann.</p>

<p>Bei so einem Thema &#8211; Journalisten können zum Beispiel auch ein Lied über die Qualität von Pressemitteilungen singen &#8211; und wenn eine wie auch immer geartete Organisation sich mit dem Label &#8220;Qualität&#8221; schmückt, dann kann ich es mir nicht verkneifen, auch genauer hinzuschauen. Und lese:</p>

<blockquote><p>In zwei von Medienberater Werner Lauff moderierten Gesprächsrunden werden sich die prominenten Podiumsgäste und das fachkundige Publikum Antworten aus unterschiedlichen Aspekten nähern</p></blockquote>

<p>Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, wie man &#8220;einen unterschiedlichen Aspekt&#8221; erstmal einnimmt, um sich dann von dort aus einer Antwort &#8220;zu nähern&#8221;. Klingt nach ziemlich gequirrltem Wortgeklingel der peinlichsten PR-Sorte. Aber ganz ehrlich, auch der Rest liest sich wie aus einem Lehrbuch, wie man Presseinladungen nicht formulieren sollte, wenn man zumindest einen Anflug von Interesse beim Leser wecken möchte und nicht nur möglichst viele Namen und Titel in möglichst wenig Zeilen pressen soll:</p>

<blockquote><p>Den Eröffnungsvortrag hält &#8211; nach der Begrüßung durch DLR-Intendant Dr. Willi Steul &#8211; Prof. Dr. Volker Lilienthal (Universität Hamburg, Rudolf Augstein Stiftungsprofessur für Praxis des Qualitätsjournalismus). Sein Thema: &#8220;Was heißt da Qualität? Perspektiven in der Krise&#8221;.

Als Podiumsgäste diskutieren: die Chefredakteure Domenika Ahlrichs (netzeitung), Sven Gösmann (Rheinische Post), Peter Stefan Herbst (Saarbrücker Zeitung), Dr. Wilm Herlyn (dpa) und Johannes Bruckenberger (stellv. Chefredakteur der APA, Wien), als Vertreter der Medien(selbst)kontrolle Fried von Bismarck (Deutscher Presserat) und Prof. Dr. Norbert Schneider (LfM/ZAK), aus der Wissenschaft Prof. Dr. Susanne Fengler (Erich-Brost-Institut, Dortmund) und Prof. Dr. Petra Werner (FH Köln) sowie als freier Journalist und Internetexperte Dr. Stefan Krempl (Berlin).</p></blockquote>

<p>Die Qualität, so dünkt mir, muss noch etwas warten.</p>
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		<title>Aussageverweigerung</title>
		<link>http://www.streim.de/2009/07/24/aussageverweigerung/</link>
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		<pubDate>Fri, 24 Jul 2009 05:33:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich mich um die 50-Millionen-Abfindung für Wendelin Wiedeking gekümmert. Bei den meisten &#8211; Politikern, Verbänden etc. &#8211; ist die nicht so gut angekommen, obwohl er die Hälfte davon für soziale Zwecke spenden will. Interessant fand ich, dass die &#8230; <a href="http://www.streim.de/2009/07/24/aussageverweigerung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich mich um die 50-Millionen-Abfindung für Wendelin Wiedeking gekümmert. Bei den meisten &#8211; Politikern, Verbänden etc. &#8211; <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11565916/485072/Wendelin-Wiedeking-wirft-das-Handtuch-und-erhaelt-Millionen.html">ist die nicht so gut angekommen</a>, obwohl er die Hälfte davon für soziale Zwecke spenden will.</p>

<p>Interessant fand ich, dass die Gewerkschaften, die sonst ja gerne mal über gierige Manager herziehen, recht verschwiegen waren. Die Dame (das nette muss ich mir hier verkneifen) von der Pressestelle der IG Metall in Frankfurt am Main sagte mir auch Nachfrage und Rücksprache mit dem Sprecher, man sage nix zu dem Thema am Telefon, man mache ja um 16 Uhr eine Pressekonferenz. In Frankfurt am Main! Nun ja, manche Zeitungen könnten da Leute schicken, sagte sie. Aber sie versprach, mit nach der PK dann anzurufen. Auf den Anruf warte ich immer noch.</p>

<p>Die Bundeszentrale des Deutschen Gewerkschaftsbunds meldete sich immerhin noch mit einer Rück-Mail auf meinen Anruf &#8211; und teilte mit, man wolle dazu lieber nichts sagen. Telefonisch riet man mir, mich doch an die IG Metall zu wenden.</p>

<p>Und da war dann noch der Bundestagsfraktions-Funktionsträger einer großen Partei, dessen Büro mir seine Handy-Nummer gab mit dem Hinweis, er sei in Norddeutschland unterwegs auf einem Termin und man wisse nicht, ob er zu erreichen sei. Er ging dann aber sofort ans Handy &#8211; und sagte mir, dazu könne er nix sagen, davon wisse er gar nichts. Er wisse ja nicht einmal &#8220;ob Wiedeking noch im Amt ist&#8221;. Das war gestern, so gegen 16 Uhr. Neun Stunden nachdem in den Radios, Nachrichtensendern und Online-Seiten eigentlich kein anderes Thema mehr vorkam.</p>

<p><small>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Wiedeking" rel="tag">Wiedeking</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Recherche" rel="tag"> Recherche</a>, <a href="http://technorati.com/tag/DGB" rel="tag"> DGB</a>, <a href="http://technorati.com/tag/IG+Metall" rel="tag"> IG Metall</a></small></p>
 <img src="http://www.streim.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1416" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Zeig die Krise</title>
		<link>http://www.streim.de/2009/03/24/zeig-die-krise/</link>
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		<pubDate>Tue, 24 Mar 2009 08:40:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Mal was Nettes aus der Pressemitteilungs-Inbox. Bei Spreadshirt gibt&#8217;s jetzt eine Auswahl von T-Shirts zur Finanzkrise. Mir gefällt ja und Tags: Finanzkrise, T-Shirt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mal was Nettes aus der Pressemitteilungs-Inbox. Bei <a href="http://www.spreadshirt.net">Spreadshirt</a> gibt&#8217;s jetzt <a href="http://elaine-asp.spreadshirt.net/go/ik05kagc/s2nk4srs">eine Auswahl von T-Shirts</a> zur Finanzkrise.</p>

<p>Mir gefällt ja</p>

<p><img src="http://newsletter.spreadshirt.net/press-release/2009/0320_financialcrisis/238/jumpyoufuckers.jpg" alt="Jump f*ckers" /></p>

<p>und</p>

<p><img src="http://newsletter.spreadshirt.net/press-release/2009/0320_financialcrisis/238/goldmansucks.jpg" alt="Goldman Sucks" /></p>

<p><small>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Finanzkrise" rel="tag">Finanzkrise</a>, <a href="http://technorati.com/tag/T-Shirt" rel="tag"> T-Shirt</a></small></p>
 <img src="http://www.streim.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1262" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		<title>Planet in der Krise</title>
		<link>http://www.streim.de/2009/02/13/planet-in-der-krise/</link>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2009 14:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>

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		<description><![CDATA[In einen guten Artikel über ein Thema, das bereits länger köchelt, gehören immer auch Hintergrundinformationen, über was man da eigentlich schreibt. Schließlich kann man ja nicht erwarten, dass alle Leser immer jedes Thema von Anfang an aufmerksam verfolgt haben. Also, &#8230; <a href="http://www.streim.de/2009/02/13/planet-in-der-krise/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einen guten Artikel über ein Thema, das bereits länger köchelt, gehören immer auch Hintergrundinformationen, über was man da eigentlich schreibt. Schließlich kann man ja nicht erwarten, dass alle Leser immer jedes Thema von Anfang an aufmerksam verfolgt haben.</p>

<p>Also, wie war das jetzt nochmal mit der Wirtschaftskrise? Die Nachrichtenagentur dpa schreibt heute in ihrem Stück &#8220;Deutschland quält sich durch tiefe Rezession&#8221; diese bildgewaltige literarische Kurz-Zusammenfassung:</p>

<blockquote><p>Ein explosives Gemisch aus Banken- und Immobilienkrise hatte Länder auf dem ganzen Planeten in Turbulenzen gestürzt. Das Fass zum Überlaufen brachte (&#8230;) die Lehman-Pleite im September.</p></blockquote>

<p><small>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Journalismus" rel="tag">Journalismus</a></small></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Eine ganz andere Bankenkrise</title>
		<link>http://www.streim.de/2009/01/16/eine-ganz-andere-bankenkrise/</link>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 23:55:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal hat man als Journalist morgens so eine Idee und denkt sich, das wäre doch mal fein. Und leicht umzusetzen. Zum Beispiel am heutigen Donnerstag anlässlich der erwarteten Leitzinssenkung der EZB bei ein paar Banken in Brandenburg nachfragen, wie die &#8230; <a href="http://www.streim.de/2009/01/16/eine-ganz-andere-bankenkrise/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal hat man als Journalist morgens so eine Idee und denkt sich, das wäre doch mal fein. Und leicht umzusetzen. Zum Beispiel am heutigen Donnerstag anlässlich der erwarteten Leitzinssenkung der EZB bei ein paar Banken in Brandenburg nachfragen, wie die denn seit Oktober die inzwischen vier Leitzinssenkungen verarbeitet haben. Wurden Kredite billiger, etwa die Dispo-Zinsen? Und wie haben sich die Guthaben-Zinsen entwickelt?</p>

<p>Die Realität dieser &#8220;einfachen Idee&#8221;: Der Kollege, der das übernommen hat, hat von 11.30 Uhr bis zum Abend den Banken hinterher telefoniert und hat am Ende dennoch nicht alles  bekommen. Warum ist das denn eigentlich so schwer&#8230;. oder wissen die Banken echt nicht, wie vor vier Monaten ihre Zinssätze waren? Das würde dann wieder erklären, wie es zu der Finanzkrise kam (Stichwort: Controlling und so).</p>

<p>Zum Nachlesen: <a href="http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11407054/485072/Senkung-um-Punkte-Geldinstitute-reagieren-unterschiedlich-Zentralbank-dreht.html">Zentralbank dreht an der Zinsschraube &#8211; Senkung um 0,5 Punkte / Geldinstitute reagieren unterschiedlich</a></p>

<p><small>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Finanzkrise" rel="tag">Finanzkrise</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Zinsen" rel="tag"> Zinsen</a>, <a href="http://technorati.com/tag/EZB" rel="tag"> EZB</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Banken" rel="tag"> Banken</a></small></p>
 <img src="http://www.streim.de/wp-content/plugins/wordpress-feed-statistics/feed-statistics.php?view=1&post_id=1128" width="1" height="1" style="display: none;" />]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Sache mit der Rente</title>
		<link>http://www.streim.de/2009/01/16/die-sache-mit-der-rente/</link>
		<comments>http://www.streim.de/2009/01/16/die-sache-mit-der-rente/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 23:49:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>
		<category><![CDATA[Sozialstaat]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt wenige Themen, bei denen ich als Journalist mehr Leserreaktionen bekomme als bei allem rund um die Rente. Das Thema ist ein Minenfeld &#8211; und leider ziemlich kompliziert. Oft zu kompliziert für den Platz, den ein Text in einer &#8230; <a href="http://www.streim.de/2009/01/16/die-sache-mit-der-rente/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt wenige Themen, bei denen ich als Journalist mehr Leserreaktionen bekomme als bei allem rund um die Rente. Das Thema ist ein Minenfeld &#8211; und leider ziemlich kompliziert. Oft zu kompliziert für den Platz, den ein Text in einer Zeitung hat.</p>

<p>Umso mehr hat es mir Freude gemacht, mal eine ganze Seite über die Kontroversen um eine Erhöhung der Ost-Renten und eine Angleichung an das West-Niveau schreiben zu können. Und weil ich das Thema wichtig finde und mir der Text wirklich gefällt, hier an dieser Stelle mal ein klein bisschen Werbung und ein Link zur &#8220;Märkischen Allgemeinen&#8221;:</p>

<p><a href=" http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11406387/485072/Viele-Rentner-im-Osten-fuehlen-sich-weiterhin-benachteiligt.html">Die unvollendete Einheit &#8211; Viele Rentner im Osten fühlen sich weiterhin benachteiligt, weil die West-Renten höher sind – doch so einfach ist es nicht</a></p>

<blockquote><p>Vor 20 Jahren fiel die Mauer. An diesen Jahrestag wird 2009 häufig erinnert werden. Vielen ostdeutschen Rentnern ist jedoch nicht nach Feiern zumute, weil sie jeden Monat mit ihrer Rentenzahlung daran erinnert werden, dass Deutschland noch nicht völlig zusammengewachsen ist. Der Riss, um den es geht, scheint klein, um genau zu sein beträgt er 3,22 Euro. Denn in den neuen Ländern beträgt der aktuelle Rentenwert, der maßgeblich für die Rentenzahlung ist, genau 23,34 Euro, in den alten Ländern sind es 26,56 Euro. „Der Unmut unter den Rentnern in den neuen Ländern wächst in besorgniserregendem Maße“, mahnt dennoch der Präsident des Sozialverbands Deutschland, Adolf Bauer. (&#8230;)</p></blockquote>

<p><small>Tags: <a href="http://technorati.com/tag/Rente" rel="tag">Rente</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Renten" rel="tag"> Renten</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Ost-Rente" rel="tag"> Ost-Rente</a>, <a href="http://technorati.com/tag/Rentenangleichung" rel="tag"> Rentenangleichung</a></small></p>
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		<title>An alle! An alle!</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jul 2008 07:10:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andreas Streim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ablage B]]></category>
		<category><![CDATA[Landwirtschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Milchbauern]]></category>
		<category><![CDATA[Milchboykott]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwie war der Protest der deutschen Milchbauern angenehm übersichtlich. Es ging einfach darum, mehr Geld für den Liter Milch zu bekommen, damit die Einnahmen wenigstens die Ausgaben decken. Verglichen mit Tarifverhandlungen mit ihren Stufenerhöhungen und Laufzeitdebatten ein klarer Konflikt. Gestern &#8230; <a href="http://www.streim.de/2008/07/29/an-alle-an-alle/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Irgendwie war der Protest der deutschen Milchbauern angenehm übersichtlich. Es ging einfach darum, mehr Geld für den Liter Milch zu bekommen, damit die Einnahmen wenigstens die Ausgaben decken. Verglichen mit Tarifverhandlungen mit ihren Stufenerhöhungen und Laufzeitdebatten ein klarer Konflikt.</p>

<p>Gestern haben die Milchbauern nochmal vor den Agrarministerien der Länder protestiert. Und dabei eine &#8220;Resolution&#8221; veröffentlicht, die das ganze jetzt doch wieder anders erscheinen lässt. Ich würde zumindest mal wetten, dass die wenigsten, die die Milch im Supermarkt bezahlen, hier noch folgen können:</p>

<blockquote><p>Änderung des Umrechnungsfaktors in Deutschland von 1,02 kg/l Milch auf 1,03 kg/l Milch
Abschaffung bzw. Einschränkung der Molkerei- und Bundessaldierungsmöglichkeiten und damit verbunden das Parken der 2 % igen Quotenerhöhung in der nationalen Reserve
Einführung einer Umlage zur Feinsteuerung des Milchmarktes</p></blockquote>

<p>Mir schwant, auch dieser Konflikt ist nur halb so übersichtlich, wie es zunächst erscheint. Oder zumindest wollen uns das die Beteiligten jetzt deutlich machen.</p>
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