Fotos umbenennen mit Pfiff

Ich habe 13 Negativfilme von unserem Urlaub in Cuba aus dem Jahr 2001 einscannen lassen. Dazu demnächst noch ein bisschen mehr.

Ich wollte jetzt die Fotos verschlagworten, mit Beschreibungen versehen etc. und dabei ist mir aufgefallen: die Reihenfolge ist falsch. Die Dateien heißen 001.jpg, 002.jpg etc., analog zu ihren Negativnummern, und liegen in Ordnern für den jeweiligen Film. Das Problem ist nur: Die Fotos sind mit meiner alten Canon EOS gemacht – und die hatte einen kleinen Trick.

Um die bereits gemachten Bilder zu schützen hat die Kamera nämlich als erstes den ganzen Negativfilm aus der Kassette gezogen und dann nach dem Auslösen wieder in die sichere Verpackung zurückgezogen (andere Kameras, die älteren, die noch Negative kennen, werden sich erinnern, haben den Film beim Fotografieren rausgezogen und man muss ihn am Ende zurückspulen). Der Nachteil ist nun, dass die Nummerierung exakt umgekehrt ist. Bild 36 auf dem Negativstreifen ist so z.B. das erste, das gemacht wurde. 35 das zweite und so weiter.

Ich musste jetzt eine ganze Weile suchen, um ein Programm zu finden, mit dem ich die Dateinamen rückwärts durchnummerieren und umbenennen kann. Die Lösung lautet Métamorphose 2 und ist nicht nur für Linux, sondern auch für Windows erhältlich.

So viele Einstellungsmöglichkeiten

So viele Einstellungsmöglichkeiten

Damit ist das Ganze ein Kinderspiel – und man kann auch noch die Filmnummer voranstellen, so dass später alle Urlaubsfotos in einem Ordner liegen können.

Und dann doch Tiny Tiny RSS

Ich habe ja nach dem angekündigten Ende von Google Reader auf Fever gesetzt und war davon auch ganz angetan. Parallel dazu hatte ich mir aber auch Tiny Tiny RSS installiert, ein kostenloses Projekt, das nicht nur in der Funtkionalität, sondern auch in der Optik nahe am Google Reader ist.

Jetzt werde ich erstmal bei Tiny Tiny RSS – oder ttrss – bleiben. Und die Entwicklung bei Fever weiter verfolgen.

Der Grund ist einfach: die mobile Anwendung fehlt bei Fever für mich. Es gibt keine ordentliche App für Android. Meltdown, so der Name des einzigen Projekts, das ich gefunden habe, taugt leider gar nichts, nicht einmal eine chronologische Sortierung der Beiträge funktioniert. Und die mobile Webdarstellung, die eigentlich sehr schön wäre, führt unter allen Browsern auf Android (Chrome, Firefox, Dolphin) zu zerstörten Ansichten.

Defekte Grafik bei Fever

Schade.

Ich nutze jetzt also meine Tiny Tiny RSS – Installation und unterwegs die passende App, die zwar 1,xx Euro kostet, aber ihr Geld wert ist.

Und bin jetzt auch unterwegs auf dem Laufenden.

Ubuntu wird auch immer mehr Windows

Früher konnte man ein Linux-System – ja, auch ein Desktop-System – problemlos wochenlang ohne Neustart laufen lassen. Und heute? Gefühlt bei jeder zweiten Software-Aktualisierung kommt hinterher dieses Bildchen:

Bitte neustarten

Ganz ehrlich, das nervt ein bisschen. Woran liegt das denn eigentlich? Ist das System instabiler geworden? Gibt man sich weniger Mühe, auf den Neustart zu verzichten, weil die User das eh gewohnt sind?

Fever als RSS-Reader – ein paar Tage später

Ich habe ja vor zwei Wochen beschrieben, dass ich nach dem angekündigten Ende des Google Reader zu fever gewechselt bin. Mein Eindruck nach ein paar Tagen testen: Die $30, die fever kostet, sind gut angelegtes Geld.

Allerdings hat mich zunächst zum Verzweifeln gebracht, dass der Cronjob, den ich beim Webhostingpaket von 1&1 (Dual Perfect) eingerichtet habe, nicht ordentlich funktioniert hat. Der Grund: Der Cronjob darf bei 1&1 in diesen Paketen nur maximal 60 Sekunden dauern, das Aktualisieren zahlreicher Feeds dauert aber deutlich länger.

Ich habe dann die Gelegenheit ergriffen und etwas getan, was ich schon lange machen wollte: ich habe zu einem Virtual Server gewechselt und bin jetzt mit mehr Freiheiten im Web ausgestattet. Die zweite fever-Installation war auch nicht schwerer. Aber dann die Ernüchterung: Der Cronjob hier läuft auch nicht ordentlich durch. Es gibt einen 500 Internal Server Error. Das Erhöhen der max_execution_time in der php.ini hat daran nichts geändert.

Die Lösung, die ich erst nach einigen Tagen (und dem Auffinden der Apache-Log-Dateien in /var/www/vhosts/domain.tld/statistics/logs) gefunden habe: In der mir bis dahin unbekannten Datei /etc/httpd/conf.d/fcgid.conf muss der Wert für FcgidIOTimeout deutlich erhöht werden. Dann läuft alles prima.

Und mir gefällt fever, zumindest auf dem PC – sowohl zu Hause (Ubuntu) als auch in der Arbeit (Windows) – sehr gut. Dank der vielen Keyboard-Shortcuts geht die Arbeit flüssig von der Hand, das Definieren von eigenen Sharing-Keys ist sehr, sehr praktisch. Die “Hot”-Funktion ist ganz interessant, aber daran muss ich mich noch gewöhnen.

Was leider suboptimal ist, ist die mobile Unterstützung. Der bislang einzige Andorid-Client Meltdown hat aktuell ein Sortierungsproblem der Feeds und ist für mich absolut unbrauchbar. Sollte da mal was gefixt werden, könnte er aber durchaus ausreichend sein. Ich hoffe auf weitere Reader-Apps, die mit dem Wegfall des Google Reader neue Nutzer suchen und vielleicht fever entdecken.

Die mobile Webseitendarstellung ist auf dem Nexus 7 prima, auf dem Nexus 4 stelle ich fest, dass regelmäßig das Layout zerschossen wird und die Anzeige deutlich über den sichtbaren Bereich hinausrollt. Das ist extrem unschön.

Ich habe zum Vergleich dann auch noch Tiny Tiny RSS installiert. Auch nett, sehr nah am Google Reader Feeling dran. Und es gibt auch eine ordentliche, wenn auch kostenpflichtige Android-App. Aber ich muss gestehen, ich habe mich inzwischen an fever gewohnt, mir gefällt das Handling, und ich hoffe auf Weiterentwicklungen, die die von mir bemängelten Punkte bei der mobilen Nutzung bald beheben.

Amy ist 13 – und programmiert

Nicht nur, dass die 13-jährige Amy einen tollen Vortrag hält, sie erklärt noch dazu, warum sie gerne programiert:

I enjoy programming, because although sometimes it may be hard, that once you do get the program to work, you fell really happy. So I like that.

Hätte ich nicht besser sagen können. Also: Macht es wie Amy, lernt programmieren.

Programmieren macht das Leben leichter

In der Schweizer Sonntagszeitung ist ein netter Artikel über einen Informatik-Professor, der fordert, dass Informatik Pflichtfach an den Schulen werden muss.

Ja, es ist wie beim Übertritt von der Agrar- zur Industriegesellschaft, als Begriffe wie Energie und Materie wichtig wurden: Da führte man Physik, Chemie und Biologie an den Gymnasien ein. Heute sind es Begriffe wie Information und Algorithmus, die bestimmend sind, und darum muss die Informatik ins Gymnasium.

Die Argumentation ist bestechend – wir bringen unseren Kindern ja auch in Biologie bei, wie der menschliche Körper funktioniert, ohne dass sie gleich alle Ärzte werden. Ebenso müssen am Ende nicht lauter Programmierer herrauskommen, abe Menschen, die verstehen, wie die Maschinen und Software funktionieren, die immer mehr unser Leben bestimmen. Ich habe hier ja schon vor zweieinhalb Jahren geschrieben: Lernt programmieren!

Neben einem gewissen Verständnis kann Programmieren übrigens auch helfen, kleine Problemchen zu lösen (und es macht Spaß).

Ich habe mich zum Beispiel immer über die Mailflut geärgert und mich gefragt, ob nicht vielleicht noch jemand auf eine Antwort von mir wartet oder ob ich jemandem geschrieben habe, der sich dann gar nicht gemeldet hat. Wäre doch nett, wenn Software mir da ein bisschen auf die Sprünge helfen könnte. Zum Beispiel in dem mein Adressbuch mit meinem Mail-Ein- und -Ausgang verglichen wird. Und wenn ich mich eine bestimmte Zeit nicht mehr bei jemandem gemeldet habe, eine freundliche Erinnerung vom MailButler bekomme.

Adressbuchabfrage etc. ist jetzt ein bisschen komplex, aber einfach mal den eigenen Mail-Ein- und -Ausgang durchschauen und gucken, wie es da aussieht, ist eigentlich eine Kleinigkeit. Das wird kein Programmierkurs, sondern es soll nur zeigen, wie wenig Aufwand das wirklich ist. (Und ich bin mir sicher, dass ich weder besonders effizient noch schön programmiere, aber es funktioniert eben – ich bin Heimwerker-Programmierer.)

Als Programmiersprache habe ich für das Beispiel Python gewählt. Python ist einfach und auf jedem Linux-Rechner eigentlich vorinstaliert, aber auch unter Windows und Mac OS verfügbar.

Im Ergebnis bekomme ich von dem kleinen Programm dann einen Text (bei dem ich die Mailadressen unkenntlich gemacht habe):

XXX wartet seit 21 Tagen auf Antwort von Dir zum Thema YYY. Insgesamt Kontakt: 3.

XXX wartet seit 18 Tagen auf Antwort von Dir zum Thema YYY. Insgesamt Kontakt: 5.

xxx@abc.de wartet seit 11 Tagen auf Antwort von Dir zum Thema ZZZ. Insgesamt Kontakt: 7.

###

XXX hat seit 38 Tagen nicht geantwortet zum Thema YYY. Insgesamt Kontakt: 2.

xxx@xx-xxx.de> hat seit 28 Tagen nicht geantwortet zum Thema ZZZ. Insgesamt Kontakt: 3.

XXX hat seit 21 Tagen nicht geantwortet zum Thema XXX. Insgesamt Kontakt: 17.

Und wie sieht es aus? Nicht mehr als das hier:

So viele neue Fotos

Ich fotografiere mit meiner Nikon D70 im RAW-Format (also: NEF), gleichzeitig wird jeweils ein eher unansehnliches JPG-Format des Bildes auf der Speicherkarte abgelegt. Wenn ich die Bilder nun auf meinen Notbeook kopiere (Linux, Ubuntu), dann schaue ich die JPG-Bilder mit einem Bildbetrachter durch (geht einfach schneller als das aufwändige RAW-Format). Was absolut nix taugt (unscharf, wer ins Motiv gelaufen, Augen zu etc.) wird dann gelöscht. Also das JPG.

Jetzt wäre es schön, wenn nach dieser Auswahl die NEF-Dateien, die zu den gelöschten JPG-Bildern gehören, auch verschwinden würden. Und am besten alle anderen JPG-Dateien auch. Denn dann wären nur noch die brauchbaren Bilder im NEF-Format übrig und ich könnte DxOptics Pro, mein bevorzugtes Bild-Optimierungs-Tool, auf die ausgewählten Fotos loslassen.

Voilà, dieses kleine Script sollte das tun:

Ich bleibe dabei: Ein paar rudimentäre Programmierkenntnisse können das Leben leichter machen.

Von wegen geplante Oboleszenz

Bis vor drei Wochen hatte ich den Ausdruck “geplante Oboleszenz” noch nie gehört. Dann wurde er ja geradezu ein (kurzzeitiges) Medien-Hype-Thema. Die Idee bzw. der Vorwurf dahinter: Elektronische Geräte werden so konstruiert, dass sie kurz nach Ablauf der Garantiezeit kaputt gehen.

Das wird möglich entweder durch den Einbau minderwertiger Teile an zentralen Stellen oder sogar mittels Software, die nach einer bestimmten Nutzungsmenge Fehler generiert. Sagt man.

Ich muss sagen: Ich kann da gerade nicht klagen.

Wir haben hier im Haushalt auch einen HP Notebook. Er wurde jetzt unerträglich langsam, was aber wohl eher an Windows als an der Hardware lag. Nach einem Rücksetzen in den Auslieferungszustand (yeah, hätte nie gedacht, dass ich mal so eine Recovery Partition nutzen würde) ist jetzt wieder alles prima.

Auf dem Desktop fand sich dann plötzlich AOL 9.0. WLAN kennt weder WPA noch WPA2 und muss dazu erstmal mit einem Windows XP Servicepack 3 (auf CD, man kommt ja nicht ins Internet) überredet werden. Und der Windows-Updater gab irgendwann die Info, das Update sei heruntergeladen, die “Verbindung zum Internet kann jetzt getrennt werden”. Ach ja, stimmt. AOL, da war doch was. Und es gab eine Zeit, in der man nicht always online war. Vergisst man ja manchmal.

Die Software zur Systemzurücksetzung hatte übrigens das Erstellungsdatum 2006. Und funktioniert tadellos.

Wer würde nicht gerne Gründer sein?

Start-ups sind cool. Und Berlin ist die Hauptstadt der digitalen Gründerszene. Wer schon immer mal wissen wollte, wie diese Typen ticken und was die so den ganzen Tag machen, der sollte sich diesen Vortrag von Joel Kaczmarek, Chefredakteur von Gründerszene, anhören, den er auf dem BITKOM-Trendkongress am 27. November gehalten hat. Gut investierte 30 Minuten.

Leider funktioniert das Einbetten aktuell nicht, deshalb bitte hierhin weiter zu Youtube klicken.

Android 4.2

Das hier ist ein Service-Beitrag. Für Menschen mit Andorid-Smartphone. Ganz speziell dem Samsung Galaxy Nexus.

Ja, man kann das Update auf 4.2 manuell installieren. Das ist sogar ziemlich einfach. Es gibt dazu prima Schritt-für-Schritt-Anleitungen im Netz.

Allerdings setzt man sich damit das Handy auf Werkszustand zurück. Und, tja, ein eventuelles Systembackup (Stichworte: nandroid, Titanium Backup) ist ebenfalls perdu. Weil das Galaxy Nexus in Googles unendlicher Weisheit ja leider keine SD-Card hat, sondern alles auf einen einzigen großen Flash-Speicher packt. Der beim Update halt gelöscht wird. Mit allen Backups.

Aber trotzalledem und alledem: das Update hat sich gelohnt. Ist schnell, die neue Kamera ist klasse. Nur der Akku, so scheint es mir, wird etwas flotter leer.