Windows installieren

Ich bin ja überzeugter Linux-Nutzer (Ubuntu), aber beim Aufräumen habe ich diesen kleinen Schatz gefunden. Und es beruhigt ungemein zu wissen, dass ich jederzeit wieder Windows 3.0 installieren könnte, wenn ich wollte.

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Und wenn ich irgendwo ein Diskettenlaufwerk herbekommen würde.

(Blöder ist, dass ich keine Chance sehe, meine Amiga-Disketten von 1989 nochmal einzulesen. Also wenn da magnetisch überhaupt noch irgendwas drauf wäre.)

Bekennervideo

Nicht nur, dass Google sich überhaupt Gedanken macht, wie die Nutzer ihre Daten aus Google-Diensten einmal woanders mit hinnehmen können (oder ein Backup anlegen), sondern auch wie sie das verkaufen gefällt mir finde ich +1:

Andere Dienste geben viel Gehirnschmalz und Geld dafür aus, es den Nutzern so schwer wie möglich zu machen, einmal angelegte Daten woanders hin zu speichern. Schließlich besteht ja die Gefahr, auf diese Weise Kunden und Geld zu verlieren. Es sei denn man ist, wie Google offenbar, der Meinung, dass man einfach das beste Produkt hat. Dann ist so ein Service eine zusätzliche Beruhigung für (potenzielle) Kunden und damit eher Werbung.

via: Die wunderbare Welt von Isotopp

Moderne Zeiten

Beim Aufräumen in einem alten Ordner gefunden: Eine Quittung über 815 DM für ein Zyxel U1496E. Ein externes Modem, dass damals – 1992 – die sensationelle Geschwindigkeit von 14.400bps schaffte. Wenn an der anderen Seite auch ein Zyxel pfiff, dann konnten sogar 16.800bps rauskommen.

Und außerdem konnte das Ding auch Sprachdateien wiedergeben und aufzeichnen und wie ein Anrufbeantworter funktionieren. Mehr noch: Es konnte die Tastendrücke von Tonwahltelefonenen auswerten. Ich habe damit eine ziemlich komplexe Sprachmailboxsoftware in Turbo Pascal (hach!) programmiert, die Talkmaster hieß, und eigentlich nie so ganz lief.

Ich bin damals extra von Trier in die Nähe von Bonn gefahren, um das begehrte Gerät von einem mehr Privatperson als Händler abzuholen, der es aus den USA importiert hatte. Zu einer Zeit als von Ebay noch niemand sprach und man so einen kostbaren Kontakt über eine Fido-Mailbox herstellte (oder war es im Z-Netz gewesen?), in die ich mich mit einem ebenfalls sündhaft teuren Vobis-Modem, das gerade mal 2400bps schaffte, eingewählt hatte. Der Post wollte ich auf jeden Fall so ein kostbares Stück nicht anvertrauen.

Heute haben wir DSL-Flatrate, die irgendwie aus der Steckdose kommt, alles weitere ist in den Computern schon eingebaut. Draußen sendet UMTS alles was wir wissen wollen ins Handy. Und das Zyxel liegt, glaube ich, noch in einer Kiste im Keller.

Ich fühl’ mich so mobil

Ich habe schon Apps auf meinen PDA und mein Handy geladen, als man bei Apple – sofern man überhaupt wusste, was das sein soll – allenfalls an Mac dachte. An schicke PCs halt, nicht mehr. iPhone? Gab’s nicht. Damals waren die Dinger von Palm oder Sony Ericsson. Und ich habe viel Geld in die Geräte investiert. Und viel Spaß damit gehabt.

Aber ehrlich gesagt: Dass das Zeug massenkompatibel sein soll, das konnte ich mir nicht vorstellen. Viel zu frickelig. Im Internet surfen ging, ja (laaaangsam!). Aber der Bildschirm war so klein, dass es eher eine Demonstration war, was technisch möglich ist, und weniger realen Nutzen hatte.

Inzwischen bin ich mir sicher, dass diese ganzen Studien, dass die mobile Web- und Appnutzung das stationäre Internet via PC abhängen wird, recht behalten werden. Wenn wir uns heute Gedanken darüber machen, einen Internetauftritt zu modernisieren, dann klingt das irgendwie sehr nach 90er Jahre. Mobil, das ist einfach geworden, praktisch und bequem.

Zum Beispiel ein Bahnticket via Handy kaufen. Habe ich vor ein paar Monaten zum ersten Mal gemacht. Am Münchener Flughafen habe ich auch nach der dritten Runde die Fahrkartenautomaten des Schienenunternehmens nicht gefunden. Kann gar nicht sein, ich weiß, aber ich schaffe das. Ich muss mich dazu nicht mal anstrengen. Aber ich wusste, dass die S-Bahn gleich losfährt und ich sonst meinen Anschlusszug nach Prien verpassen würde. Also bin ich ans Gleis runter und habe dort, in den wenigen Minuten bis die S-Bahn losging, via Bahn-App auf meinem Android-Handy das Ticket gekauft.

Ein paar Klicks, eine Pin. Fertig. Und die Schaffnerin konnte tatsächlich den komischen Barcode mit ihrem Gerät auslesen und feststellen: bezahlt. Technik die begeistert.

Oder die letzte Bastion der Totholz-Benutzer, der Internetausdrucker: der Brief. Spätestens gegen Ende Mai, wenn die Steuererklärung weggebracht werden muss, fehlt sie, die Briefmarke. Man muss an einer Postfiliale vorbei, mindestens den dort stehenden Briefmarkenautomaten füttern (der das Rückgeld penetrant in wertlosen 5-Cent-Marken gibt, die man danach eh wegschmeißt oder verliert, da müssten Verbraucherschützer mal aktiv werden) und dann das Kuvert frankieren und in den Postkasten werfen. Anders geht’s nicht.

Dachte ich. Denn die Deutsche Post ist innovativer als ich dachte. Man kann Briefmarken im Internet kaufen, per Paypal(!) bezahlen, ausdrucken und aufkleben. Fertig.

Aber es geht noch besser. Mobil. Mit einer App fürs Handy. Damit kann man (zu Apothekenpreisen, zugegeben, aber dafür immer und überall) einen Brief frankieren, indem man das Porto per SMS kauft und per Hand einen Code auf den Umschlag schreibt. Nie wieder Automaten- oder Filialzwang! Und man kann in der App sogar den nächsten Briefkasten suchen und die Leerungszeiten anzeigen lassen.

Und jetzt die Sparkassen. Die wollen an ihre Kunden künftig EC-Karten mit einem Funkchip (NFC-Chip) ausgeben, der berührungsloses Bezahlen ermöglicht. Das klingt innovativ, ist es aber nicht wirklich. Eher ist es der – am Ende womöglich hilflose – Versuch, Google auf Distanz zu halten. Denn Google startet in den USA gerade den Dienst Wallet, durch den das Handy künftig Brieftasche mit EC- und Kreditkarte ersetzen könnte. Im Handy dazu nötig: ein NFC-Chip.

Meine Einschätzung: In zehn Jahren werden wir ganz normal mit dem Handy an der Kasse bezahlen – und uns nur noch vage an Plastikkarten erinnern. So wie meine Erinnerung an Briefmarkenbögen langsam verblasst. Und wann ich zum letzten Mal am Schalter ein Bahnticket gekauft habe, das auf diesem Kartonzeugs ausgedruckt worden ist.

Ich arbeite in einer Branche, die bei diesen Veränderungen auch eher staunend zuschaut. Tageszeitungen werden – allen technischen Weiterentwicklungen zum Trotz – ähnlich produziert und ausgeliefert wie vor einigen Jahrzehnten. Und es gibt nicht wenige Kollegen die meinen, es werde das gedurckte Nachrichtenangebot immer geben, die Dot-Com-Euphorie sei ja schließlich auch vergangen. Ich denke, eigentlich müsste man sich weniger Gedanken darüber machen, wie die Leute heute anders als auf Papier ihre Zeitung lesen wollen/können, sondern wo sie in fünf oder zehn Jahren stehen werden. Und in diese Richtung müsste der schwerfällige Tanker “Medien” dann steuern. Sonst hetzt er im Zickzackkurs immer nur den schnittigen und schnellen Entwicklungen hinterher.

It’s fucked

Im Moment bekomme ich auf der Arbeit mit, mit was für Problem(ch)en die Leute so beim EDV-Service aufschlagen. “Der Computer ist so gerade”, weil man nicht am neuen Monitor ein bisschen gezogen und geschoben hat, um den Betrachtungswinkel zu ändern, gehört da noch zu den harmlosen Äußerungen.

Hier ist die ultimative Antwort darauf: