Google weiß einfach, was die Nutzer (hören) wollen:
Category Archives: Computer
It’s fucked
Im Moment bekomme ich auf der Arbeit mit, mit was für Problem(ch)en die Leute so beim EDV-Service aufschlagen. “Der Computer ist so gerade”, weil man nicht am neuen Monitor ein bisschen gezogen und geschoben hat, um den Betrachtungswinkel zu ändern, gehört da noch zu den harmlosen Äußerungen.
Hier ist die ultimative Antwort darauf:
Linux ist gut für Babys
Leider bekommt man die besten Ideen ja immer dann, wenn man sie nicht mehr braucht. Sohn ist mit 18 Monaten dafür ja jetzt zu alt – aber vielleicht gibt’s ja auch gescriptete Einschlafhilfen für höhere Alter?
Go Linux
Linux ist nicht nur besser als Windows, es ist mindestens so leicht zu installieren und zu verstehen und es macht nicht nur mehr Spaß – es ist auch ökologischer.
Wie ich kein We-Pad sah
Heute ist es mir nach mehr als zehn Jahren als Journalist zum ersten Mal passiert. Ich war zur richtigen Zeit am falschen Ort.
Nachdem ich mich nach einem interessanten Hintergrundgespräch auf dem flachen Brandenburger Land mit der Regionalbahn von Nauen bis Berlin vorgearbeitet hatte, war ich tatsächlich pünktlich um kurz vor fünf am (vermeintlichen) Ort der Pressekonferenz. Hier, im “Adina Apartment Hotel Berlin” wollte die Berliner Firma Neofonie ihr We-Pad, die Konkurrenz zu Apples I-Pad, vorstellen. Ich hatte in der MAZ bereits darüber berichtet, aber natürlich hätte ich gerne mal eines in der Hand gehabt bzw. wenigstens live gesehen.
Das Problem: Die “Akkreditierung” zur PK war genau fünf Zeilen lang.
Hallo Andreas Streim, wir freuen uns, Ihre Akkreditierung zur WePad-Pressekonferenz der neofonie GmbH am 12. April 2010 um 17 Uhr im Adina Apartment Hotel Berlin zu bestätigen. Bitte bringen Sie diese Bestätigung zur Veranstaltung mit. Da wir mit erhöhtem Medieninteresse rechnen, bitten wir Sie um rechtzeitiges Erscheinen vor Ort.
Adina Apartment Hotel Berlin? Noch nie gehört. Keine Adresse dabei. Naja, wofür gibt es Google. Da ist es ja auch groß und gut zu sehen:
Blöd nur, dass ich dann, als ich kurz vor fünf ins Foyer des Hotels trat, zusammen mit zwei Kollegen – einer vom niederländischen Rundfunk, einer von einem Tech-Magazin – von der Dame hinter dem Empfangstresen die nette Info bekam, dass die PK im Adina Apartment Hotel am Hauptbahnhof stattfinde. Auf die Idee, dass es mehrere dieser Hotels geben könnte, wäre ich nie gekommen. In dem Fall hätte der Veranstalter doch sicher eine Adresse angegeben oder wenigstens den Zusatz “am Hauptbahnhof”. Denkt man.
Das freundliche Angebot, in Taxi zu rufen, um sich dann bis zum Ende der Pressekonferenz durch den Berliner Berufsverkehr zu stauen, habe ich dann dankend ausgeschlagen. Weshalb ich jetzt nicht weiß, wie sich das Arbeiten auf dem We-Pad anfühlt. Aber ich weiß zumindest, dass ich inständig hoffe, dass die Techniker und Softwareingenieure bei Neofonie um einige Klassen besser arbeiten, als ihre Kolleg/inn/en bei PR und Marketing. Sonst sehe ich schwarz, für die I-Pad-Alternative mit Android.
Leben ohne Microsoft
Vor etwas mehr als einem Jahr habe ich der Linux-Distribution Ubuntu eine 3+ als Note gegeben und mich vor einem Komplettumstieg von Microsoft Windows auf Linux noch etwas geziert. Kurz darauf habe ich es dann doch getan – und heute ist mal ein guter Tag, Bilanz zu ziehen.
Für mich funktioniert das Leben ohne Microsoft – zumindest fast.
Mein damals geäußertes größtes Problem, nämlich der nicht funktionierende Zugriff auf einen Exchange2007-Server hat sich dadurch in Luft aufgelöst, dass die dortigen Emails, Adressen und Kalendereinträge inzwischen von Google verwaltet werden. Ich weiß, ich weiß, die große Datenkrake, aber dazu vielleicht ein andermal mehr. Auf jeden Fall ist seitdem der Zugriff durch Ubuntu (und durch mein Handy, das G1, auch) problemlos.
Die Banking-Software Starmoney ist durch Moneyplex ersetzt, eine kommerzielle Lösung, die sich vom Funktionsumfang her nicht verstecken muss. Sogar mein HBCI-Chipkartenleser wurde erkannt.
Die Fotoverwaltung Imatch unter Windows hat leider kein gänzlich adäquates Pendant auf Linux-Seite gefunden. Programme wie F-Spot sind zwar ganz nett, aber sie unterstützen bestimmte Funktionen nicht, etwa echte IPTC-Felder lesen und(!) schreiben. Ich benutze jetzt Mapivi – und bin damit zufrieden.
Was weiter ohne jede Konkurrenz ist, ist DxOptics Pro, ein Programm, das Fotodateien professionell aufpeppt, und zwar je nach benutztem Kameramodell und Objektiv. Das Programm läuft bei mir in einer virtuellen Windows-Maschine (via Virtualbox), neben dem jährlichen Programm zur Steuererklärung. Ehrlich gesagt laufen beide Programme dort besser als früher auf einem echten, reinen Windows-PC.
Ansonsten gibt es alles, was ich brauche, unter Ubuntu. Zum Beispiel Cinerella für den Videoschnitt; nach ein paar Berührungsängsten habe ich mich im dritten Versich mit dem etwas unkonventionellen Programm angefreundet. Mehr und mehr ist das sowieso nur noch Firefox als Webbrowser, in dem alles stattfindet (von Mail über Kalender bis zu Evernote für die Notizensammlung). Welches Betriebssystem der Rechner hat wird da nebensächlich.
Also, es braucht weder Microsoft noch Apple, damit ein Computer ordentlich funktioniert. Und man muss nicht einmal viel Geld ausgeben, um die nötige Software zu installieren.

