The good, the bad and the ugly

Wer sich über den Nahost-Konflikt informieren wollte, der konnte das am vergangenen Wochenende auf mehreren Demonstrationen tun – und zwar aus ganz verschiedenen Blickwinkeln. Am Samstag zog eine pro-palästinensische “Stoppt den Krieg in Gaza”-Demonstration vom Alexanderplatz zum Hauptbahnhof. Am Sonntagmorgen gab es die Luxemburg-Liebknecht-Demo verschiedenster linker Gruppen, ebenfalls unter anderem mit dem Thema “Krieg in Gaza”. Und am Sonntagnachmittag gab es eine “Solidarität mit Israel”-Kundgebung am Breitscheidtplatz.

Auch wenn ich bereits mehrfach geschrieben habe, dass ich bei dem Nahost-Konflikt nicht “neutral” bin, habe ich doch Verständnis für alle, die ganz einfach ein Ende der militärischen Aktionen fordern und die Toten beklagen. Auch auf früheren Friedensdemonstrationen war die Position schließlich nur “keine neuen Raketen”, “kein Krieg” oder was auch immer, ohne damit gleich eine Antwort geliefert zu haben oder liefern zu müssen, wie dann der dahinter stehende Konflikt zu lösen ist. Diese Position, diesen Hinweis auf das Leid der Bevölkerung in Gaza, die Trauer, aber auch die Empörung, nehme ich einem Teil der 6500 bis 8000 Teilnehmer der Demonstration am Samstag durchaus ab.

Abschreckend fand ich aber die ausnahmslos einseitige Darstellung des Konflikts. Israel war dort schuld an allem – an den Toten, an dem Leid, an dem dahinter stehenden, jahrzehntelangen Konflikt. Niemand hat in den dreieinhalb Stunden, in denen ich dort war, an den verschiedensten Stellen der Demo, die Hamas kritisiert. Hat sich gegen den Beschuss israelischer Zivilisten – der seit Jahren andauert – durch Palästinenser geäußert. Oder hat die zivilen israelischen Opfer bedauert. Stattdessen wurden Parolen wie “Israel – Mörderstaat. Israel – Terrorstaat” skandiert. Ich wage zu behaupten, dass “Tod, Tod, Israel” nur deshalb nicht gebrüllt wurde, weil es von der Versammlungsbehörde ausdrücklich untersagt wurde, wie zu Beginn der Demo per Lautsprecher mitgeteilt wurde. Dass das gerufene “Kindermörder – Israel” an gewisse antisemitische Stereotype anknüpft, ist da fast nur noch eine Nebenbemerkung.

Was wäre die Lösung des Konflikts auf dieser Demo? Auch darauf gibt es Hinweise – nämlich Plakate wie “Nieder mit Israel”, “Intifada bis zum Sieg” oder Sprechchöre wie “Israel raus aus Palästina”. Wenn ein Slogan wie “Amis raus aus dem Irak” ja irgendwie noch ein möglicher Lösungsansatz wäre, denn die Truppen kommen aus der Ferne und können auch dahin wieder zurück, so fragt man sich bei “Israel raus aus Palästina” ja schon, was dahinter für ein Gedanke steht – wenn gleichzeitig das gesamte Land zwischen Mittelmeer und Jordan als Palästina beansprucht wird. Wie eine solche “Lösung” ohne weitere Opfer erfolgen soll, dann eben “der anderen Seite”, das erschließt sich mir nicht.

Für mich völlig unerträglich sind dann aber die Plakate, die einem historischen Kurzschluss gleich, die Palästinenser zu den Juden und die Israelis zu den Nazis von heute machen. Da wird die Niederschlagung des Aufstands im Warschauer Getto 1943 mit Gaza 2009 verglichen – was man wirklich selbst beim besten Willen nur noch mit übler Demagogie oder einer absolut miserablen Schulbildung erklären kann. Und die Deutschen werden aufgerufen, mal den Holocaust zu vergessen, denn Israel betreibe selbst einen Holocaust an den Palästinensern. “Deutschland erwache” steht da in bester NS-Diktion auf einem Plakat. Bei allem Verständnis für Wut, Trauer, Empörung – Dummheit, historische Ignoranz und Geschichtsklitterung rechtfertigt das nicht.

Umso schlimmer, dass auch genau diese Getto-Vergleichs-Plakate am nächsten Tag auf der Luxemburg-Liebknecht-Demonstration unwidersprochen mitgeführt werden. Auf einer Demonstration, auf der vermutlich fast jede beteiligte Gruppe sich als “antifaschistisch” bezeichnen wird. Auch hier gibt es sonst viele Plakate, die sich gegen Israel richten und ein Stopp der Militäraktionen, des Krieges fordern. Aber ich habe auch hier keines gesehen, dass sich gegen die Hamas und deren Terror wendet. Merkwürdig.

Am Sonntagnachmittag dann die Pro-Israel-Kundgebung. Erster Unterschied: Zwar viel “Solidarität mit Israel”-Transparente und Fahnen, aber praktisch nichts, was sich gegen die Palästinenser oder Palästina richtet. Auf einem Plakat, das ich gesehen habe, wurde vom Islamo-Faschismus fabuliert – ganz ohne solche Vergleiche nach dem Motto “die Nazis, das sind immer die anderen” geht es dann doch nicht.

Und noch ein gravierenderer Unterschied: Die Veranstaltung beginnt mit einer Schweigeminute. Für die Opfer des Konflikts, und zwar ganz ausdrücklich die israelischen und die palästinensischen im Gaza-Streifen (irgendwie bezeichnend, dass dieses Schweigen durch Pfiffe und Rufe einer anti-israelischen Gegendemonstration gestört wird). Und praktisch jeder der Redner der politischen Parteien – egal ob Walter Momper für die SPD, Frank Henkel für die CDU oder Klaus Lederer für die Linke – hat neben seiner Solidarität mit Israel auch kritische Worte für die Politik dieses Staates geäußert. Teilweise sehr deutliche kritische Worte. Und es wurden immer die Opfer bedauert – die Opfer beider Seiten. Zwar gab es manchmal Pfiffe für bestimmte Positionen- ganz besonders viele für Franziska Eichstädt-Bohlig von den Grünen, die mir zumindest demonstriert hat, dass sie eher wenig von diesem Nahost-Konflikt weiß, wenn sie Israel immer auffordert, das Gespräch mit der anderen Seite zu suchen -, aber eben nur Pfiffe.

Ich hätte mal gerne am Samstag gesehen was passiert wäre, wenn jemand auf einem Lautsprecherwagen dort der Hamas die Leviten gelesen hätte… Vermutlich wäre dieser Redebeitrag nicht zu Ende geführt worden. Hier, bei den Israel-Unterstützern kann selbst mitten in der Menge jemand pro-palästinensische Flugblätter an Laternenmasten kleben oder ein Schild hochhalten, das auf die 800 Opfer in Gaza hinwieß. Es gab hier keinen solch spürbaren Hass, keine Aggression, wie am Samstag.

Selbst als sich nur zehn Meter seitlich hinter der Bühne eine kleine Gegenkundgebung formierte, die das “Massaker in Gaza” auf einem großen Transparent kritisierte, gab es zwar etliche “Lang lebe Israel”-Rufe der Nahestehenden und ein paar hitzige Wortgefechte, die zu einer Kette der Polizei zwischen beiden Seiten führte. Aber eben nicht mehr. Und von der Bühne wurde nur gesagt, dass man den Gegenprotest befremdlich finde, da am Tag zuvor schließlich auch jene hätten ihre Meinung frei äußern dürfen.

Ich würde es mal so sagen: Es kann sich lohnen, drei Demos an einem Wochenende anzuschauen – um sich selbst ein Bild zu machen.

Tags: , , , , ,

Frohe Weihnachten

Nur für den Fall, dass demnächst Israel Stellungen im Gaza-Streifen angreift und dann wieder die internationale Debatte über diese Aggression angeht, hier ein paar Nachrichten, die es kaum in die Mainstream-Medien schaffen (via QassamCount bei Twitter):

Dec 24, 11:19am: 6 rockets fired at Israel; landings spotted in Netivot, Ashkelon (http://snurl.com/92ip8) 3 Qassams fired at Ashkelon (http://snurl.com/92j4v); 5 rockets fired at Sderot (http://snurl.com/92j5s) Dec 24, 11:54am: Qassam hits house in western Negev; several people suffer shock. The house sustained major damage – http://snurl.com/92jnq 12:08pm: 3 rockets hit Eshkol Regional Council factory (http://tinyurl.com/7jge8w) Noon update: Nearly 30 rockets, 10 mortar shells fired from Gaza Strip on Tuesday night, Wednesday morning.

Tags: , , , ,

Nützliches getwittere

Es ist schwierig, anderen Leuten zu erklären, was das alles mit Twitter soll. Das habe ich jetzt mehrfach festgestellt. Und wahrscheinlich ist es einfach richtig: Man braucht Twitter nicht.

Genauso wenig wie man Handys braucht. Oder gar SMS. Vor zehn, 15 Jahren hätte das (und hat das) auch fast jeder gesagt. Und irgendwie, nun ja, hört man das heute seltener. Dafür handytelerufiert und simmst es allerorten. Auch nicht schön – aber was ist das schon?

Aber zu Twitter: Man braucht Twitter heute nicht, aber es ist ganz nett. Und ich muss mich selbst korrigieren. Selbst als Regionalzeitungs-Redakteur kann Twitter ganz hilfreich sein. Vergangenen Dienstag saß ich vor dem Nachrichtenticker und wartete auf die Entscheidung der US-Notenbank Fed zu den amerikanischen Leitzinsen. Und wartete. Und wartete. Dann habe ich mal spaßeshalber auf Twitter nach Fed gesucht – und da liefen die ersten Meldungen über die historische Zinsentscheidung tatsächlich bereits, ein paar Minuten bevor die Nachricht über den Ticker kam.

Ich würde deshalb nicht die Twitter-Ära im Journalismus ausrufen, wie Thomas Knüwer, aber es steckt doch mehr Potenzial drin als sich ich noch vor einigen Tagen selbst gedacht habe. Merke: Man sollte Dinge gründlicher ausprobieren.

Und es gibt auch ein paar interessante Twitterer. Und wegen einem schreibe ich diesen Beitrag hier eigentlich. Man hört ja derzeit wieder mehr über Israel und einen drohenden neuen militärischen Konflikt mit der Hamas. Da steht dann zum Beispiel bei “Spiegel Online”:

Die radikal-islamische Hamas, die seit rund eineinhalb Jahren den Gaza-Streifen kontrolliert, hatte am Freitag einen seit sechs Monaten geltenden Waffenstillstand mit Israel offiziell für beendet erklärt. Daraufhin feuerten bewaffnete Kämpfer einige selbstgebaute Raketen auf israelisches Grenzgebiet im Norden des Gaza-Streifens ab.

Daraufhin? Man weiß gar nicht, ob das bei SpOn nun Schluderei ist oder Methode hat. Denn von “daraufhin” kann nun wirklich keine Rede sein. Hintergrund der israelischen Blockade des Gaza-Streifens entgegen des Abkommens war ja gerade, dass der Raketenbeschuss von dort auf Israel praktisch nie aufgehört hatte.

Und wer – jetzt zurück zu Twitter – sich davon ein Bild machen will, der kann jetzt die Raketeneinschläge bei Twitter verfolgen, via QassamCount.

Dort heißt es heute Morgen:

Good morning everyone. Hoping for a quite day.

We will see.

Tags: , , , , , , ,

Trauer. Wut. Abscheu.

Trauer. Wut. Abscheu. Viel mehr fällt mir zu den Nachrichten aus Israel nicht ein.

Dass man (lebende) Mörder gegen Leichen austauscht, das kann vermutlich nur verstehen, der weiß und nachfüllen kann, was Israelis ihre Toten bedeutet.

Aber wie dieser Austausch abläuft, wenn ich lese:

Ein großes Foto zeigte eine weinende Israelin: “Israel vergießt Tränen des Schmerzes, der Libanon vergießt Freudentränen”, stand auf einem Schild daneben. Dies sei Israels “offenes Eingeständnis der Niederlage”, triumphierte der Kommandeur im Südlibanon, Scheich Nabil Kaouk.

dann möchte ich vor allem eins: Kotzen.

Clash of Civilisations? Wo, fragt man sich da, wo ist da Zivilisation? Wenn die Rückkehr von verurteilten Mördern als Volksfest gefeiert wird, wenn ein Killer vom Staatspräsidenten empfangen wird?

Ich lese:

Der 45 Jahre alte Samir Kuntar war der am längsten einsitzende arabische Häftling in einem israelischen Gefängnis. Er hatte 1979 bei einem Überfall einer Guerillagruppe in Israel einen Polizisten und einen Familienvater erschossen. Der Tochter des Mannes habe der Libanese, so urteilte die israelische Justiz, mit dem Gewehrkolben den Schädel eingeschlagen.

Heute verteilen palästinensische Kinder auf den Straßen von Gaza Süßigkeiten, weil sie diesen Mann als Helden feiern. Nein, da ist keine Menschlichkeit. Ich bin froh zu wissen, für wen mein Herz schlägt.

Dave Bender, ein israelischer Journalist, den ich einmal in Jersualem getroffen habe, hat seinen Blog-Beitrag “An I Saw Satan Laughing With Delight” betitelt

Such a sad and bitter, bitter, day in Israel and the Jewish world.

Und er spricht von Rache, die möglichst bald kommen soll. Ob das der richtige Weg ist, um Trauer, Wut und Abscheu künftig zu vermeiden? Kaum.

Aber er scheint eine Stimmung in Israel wiederzugeben. Yakoov Kirschen, der täglich seinen Comic “Dry Bones” zeichnet, hat auch einen zum “Gefangenen”(sic!)austausch gemacht (mit Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung):

Prisoner Exchange

A: Wir nennen es einen “Gefangenenaustausch”. Aber nur sie bekommen Gefangene. Während wir nur tote Körper bekommen.

B: Na und? Wir nennen es “Land für Frieden”. Aber nur sie bekommen Land. Während wir nur Terrorismus, Aufwieglung und Drohungen, uns zu vernichten, bekommen.

Und wieder ein Mordversuch

Raketen aus dem Gaza-Streifen auf Israel, Tag für Tag. In der Regel interessiert das die Weltöffentlichkeit gar nicht mehr. Solange es nicht eine Reaktion der Israelis gibt, wenn die in die Nachrichten kommt, dann wird meist ein verschämtes “reagierte damit auf den andauernden Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen” herangehängt.

Pünktlich zum 60. Jahrestag der Staatsgründung haben Hamas & Co. heute ein Einkaufszentrum in der 100.000-Einwohner-Stadt Aschkelon getroffen. Das ist ein Vielfacher Mordversuch. Man braucht wenig Fantasie, um sich die Reaktion Israels in den kommenden Tagen vorzustellen. Und man braucht wenig Fantasie, um sich dann die Reaktion der Kommentatoren hierzulande, die von “Gewaltspirale” und der “verfehlten Politik Israels gegenüber den Palästinensern” sprechen und schreiben werden.

Dabei sollte man vielleicht doch einmal die Fantasie aufbringen, und sich mal vorstellen, was wohl los wäre, wenn irgendwer ein Einkaufszentrum in Deutschland oder den USA mit Raketen beschießen würde. Würde man dann fordern, man solle mit den Schützen, die stolz ihre Urheberschaft des Anschlags verkünden, doch endlich mal Gespräche führen, weil man an ihnen ja nicht vorbei käme? Würde dann von “Bild”, “taz” & Co. wohl gefordert, man solle jetzt auf jeden Fall Zurückhaltung üben um nur ja nicht den Provokateuren am Abzugshebel der Raketenwerfer in die Hände zu spielen? Würde man wohl Verständnis äußern, dass die Todesschützen ja gar nicht anders könnten als zu schießen, weil die Umstände, nun ja, eben so seien?

Und, wo wir schon bei Fantasie sind, wer nennt eigentlich die Sudetendeutschen in diesem Land noch Flüchtinge? Oder die Deutschen, die 1945 aus Ostpreußen kamen? Aber nach 60 Jahren gibt es in den Palästinensergebieten, die doch so gerne (und richtigerweise) ein eigener Staat wären, noch “Flüchtlingslager”.

Irgendwas läuft da doch ziemlich schief. Und nicht nur, weil es Geburtstag feiert, kann ich nur sagen: die israelische Politik ist sicher nicht der Hauptgrund dafür.

Und ich könnte kotzen, wenn ich dann passend dazu noch dieses lesen darf:

Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat Israel erneut mit scharfen Worten angegriffen. Israel sei ein “terroristischer und krimineller Staat”, sagte Ahmadinedschad am Dienstag in Teheran. Das “Regime” werde aber “bald von den Palästinensern weggeschwemmt”. Es sei “vom Westen zwecklos, für etwas eine Geburtstagsfeier zu veranstalten, das bereits tot ist”, erklärte der für seine Verbalattacken bekannte iranische Präsident zu den Feiern zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels.

Tags: , , , , ,

Happy Birthday, Israel

… und “Mazel Tov”!

Eigentlich hast Du ja erst am 14. Mai Geburtstag, den 60., aber weil alle Welt schon rumgratuliert und auch Du ja schon damit beschäftigt bist, zu feiern, wollte ich auf jeden Fall nicht zu spät kommen.

Und lass Dir nicht von solchen Umfragen bzw. der Meinung, die da rauskommt, die Feierlaune verderben

Ob sie diese Aufbauleistung der Israelis bewunderten, fragten IP und Forsa die Bundesbürger. Die Antwort war eindeutig: Nur 13 Prozent äußern Bewunderung. 57 Prozent sehen Israel wegen seines Dauerkonflikts mit den Palästinensern kritisch. Im Gegensatz zu den Amerikanern, die sich bei Umfragen regelmäßig mit Zweidrittelmehrheit proisraelisch zeigen, hegen die Deutschen für den nach dem deutschen Massenmord an sechs Millionen Juden gegründeten Judenstaat offenbar wenig verständnisvolle, gar freundschaftliche Gefühle.

es reicht schon, wenn ich mich darüber ärgere.

Ich erinnere mich derweil an schöne Tage (damals oder damals)- und freue mich auf ein Wiedersehen.

Tags: , ,

Hamas – Kindermörder

Nach dem Anschlag auf die Talmud-Schule in Jerusalem heißt es dazu heute:

Die Todesopfer waren – abgesehen von einem 26-Jährigen – zwischen 15 und 19 Jahren alt. Außerdem gab es neun Verletzte.

Und wer das als “legitime Reaktion” auf israelische Militäraktionen in Gaza mit vielen, vielen zivilen Toten ansieht, der sollte sich schon überlegen ob a) nicht auch die Terroristen daran schuld sind, die Raketen aus Wohngebieten heraus auf israelische Städte abfeuern und b) die Frage beantworten, ob es in Reaktion auf die toten palästinensischen Zivilisten Freudenfeiern in Tel Aviv gab. Denn genau das geschah in Gaza, nachdem der Terroranschlag in Jerusalem, der sich gezielt nur gegen Zivilisten richtete, bekannt wurde:

Nach Bekanntwerden der Bluttat strömten in Gaza Palästinenser auf die Strasse und feuerten Freudenschüsse in die Luft.

Auf pro-palästinensischen Demos wird ja gerne skandiert “Israel – Kindermörder”. So kann man sich seine Wahrheit auch zurechtlügen.

Tags: , , , ,

Ja zu Jerusalem

Dem Newsletter der israelischen Botschaft in Deutschland habe ich entnommen, dass es eine “Weltedition” von Monopoly geben soll, mit 20 Städten. Über die darf man auf der Internetseite von Hasbro abstimmen.

Und natürlich schlägt die Botschaft vor, für Jersualem zu stimmen. Was ich natürlich getan habe – und viele andere auch. Derzeit liegt Jerusalem auf Platz 7.

Tags: , , ,

Spielt nicht mit Juden

Ashkan Dejagah, Fußballprofi beim VfL Wolfsburg, spielt in der deutschen Fußballnationalmannschaft der Unter-21-Jährigen. Und diese Mannschaft spielt am 12. Oktober. Gegen Israel, in Israel. Aber ohne Dejagah.

“Er kam zu uns und hat uns gebeten, dass er aus persönlichen Gründen nicht mit nach Israel kommen muss. Diese Gründe waren für uns nachvollziehbar”, sagte DFB-Sprecher Jens Grittner heute der Nachrichtenagentur Reuters.

Schreibt “Spiegel Online”. Und für diese “persönlichen Gründe” kann man durchaus individuell Verständnis haben, wenn man sich zum Beispiel diese zusammenfassende Erklärung beim “Bildblog” anschaut:

Ashkan Dejagah hat Verwandte, die im Iran leben; sein Bruder spielt bei Paykan Teheran. Es ist nicht auszuschließen, dass sie mit Sanktionen rechnen müssten, wenn Dejagah in Israel spielt. Er hat nicht nur einen deutschen, sondern auch einen iranischen Pass, und der Iran verbietet seinen Staatsbürgern die Einreise nach Israel. Dejagah muss damit rechnen, nicht mehr in den Iran zu seiner Familie reisen zu dürfen, wenn er an dem Spiel der U21 teilnimmt.

Allerdings sollte man den “persönlichen Gründen” auch eine persönliche Entscheidung folgen lassen – und nicht mehr für die deutsche Fußballnationalmannschaft spielen. Und wenn er diese Entscheidung nicht selbst treffen kann oder will, dann sollte der DFB sie für ihn treffen.

Denn, egal aus welchen Gründen, dass ein deutscher Fußballnationalspieler sagt “Ich spiele nicht mit gegen Juden”, das darf einfach nicht sein.

Tags: , , , , ,