Wiedervorlagemappe

Ein netter kleiner Service ist HitMeLater, über den ich während meines USA-Urlaubs in einer dortigen Zeitung gelesen hatte.

Der kostenlose Dienst tut nichts anderes, als jede an @hitmelater.com gesendete Email zu einem bestimmten Zeitpunkt an den Absender wieder zurückzusenden. Eine Mail an 2@hitmelater.com kommt demnach nach zwei Stunden wieder in den Email-Eingangskorb, bei 4@hitmelater.com wären es gleich vier Stunden. Und elektronische Post an wednesday@hitmelater.com kommt erst am Mittwoch wieder zum Vorschein.

Wer keine Sekretärin und keinen Sekretär mit einer Wiedervorlagenmappe hat, für den ist das vielleicht eine praktische Erfindung.

Dazu passt vielleicht noch LetterMeLater, den Dienst habe ich allerdings selbst noch nicht ausprobiert. Er ermöglicht es, Emails mit der eigenen Absenderadresse(!) zu einem bestimmten Zeitpunkt, einem bestimmten Tag und zu einer bestimmten Uhrzeit, abzuschicken. Egal, ob man dann selbst online ist oder nicht.

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Trauer. Wut. Abscheu.

Trauer. Wut. Abscheu. Viel mehr fällt mir zu den Nachrichten aus Israel nicht ein.

Dass man (lebende) Mörder gegen Leichen austauscht, das kann vermutlich nur verstehen, der weiß und nachfüllen kann, was Israelis ihre Toten bedeutet.

Aber wie dieser Austausch abläuft, wenn ich lese:

Ein großes Foto zeigte eine weinende Israelin: “Israel vergießt Tränen des Schmerzes, der Libanon vergießt Freudentränen”, stand auf einem Schild daneben. Dies sei Israels “offenes Eingeständnis der Niederlage”, triumphierte der Kommandeur im Südlibanon, Scheich Nabil Kaouk.

dann möchte ich vor allem eins: Kotzen.

Clash of Civilisations? Wo, fragt man sich da, wo ist da Zivilisation? Wenn die Rückkehr von verurteilten Mördern als Volksfest gefeiert wird, wenn ein Killer vom Staatspräsidenten empfangen wird?

Ich lese:

Der 45 Jahre alte Samir Kuntar war der am längsten einsitzende arabische Häftling in einem israelischen Gefängnis. Er hatte 1979 bei einem Überfall einer Guerillagruppe in Israel einen Polizisten und einen Familienvater erschossen. Der Tochter des Mannes habe der Libanese, so urteilte die israelische Justiz, mit dem Gewehrkolben den Schädel eingeschlagen.

Heute verteilen palästinensische Kinder auf den Straßen von Gaza Süßigkeiten, weil sie diesen Mann als Helden feiern. Nein, da ist keine Menschlichkeit. Ich bin froh zu wissen, für wen mein Herz schlägt.

Dave Bender, ein israelischer Journalist, den ich einmal in Jersualem getroffen habe, hat seinen Blog-Beitrag “An I Saw Satan Laughing With Delight” betitelt

Such a sad and bitter, bitter, day in Israel and the Jewish world.

Und er spricht von Rache, die möglichst bald kommen soll. Ob das der richtige Weg ist, um Trauer, Wut und Abscheu künftig zu vermeiden? Kaum.

Aber er scheint eine Stimmung in Israel wiederzugeben. Yakoov Kirschen, der täglich seinen Comic “Dry Bones” zeichnet, hat auch einen zum “Gefangenen”(sic!)austausch gemacht (mit Dank für die Erlaubnis zur Veröffentlichung):

Prisoner Exchange

A: Wir nennen es einen “Gefangenenaustausch”. Aber nur sie bekommen Gefangene. Während wir nur tote Körper bekommen.

B: Na und? Wir nennen es “Land für Frieden”. Aber nur sie bekommen Land. Während wir nur Terrorismus, Aufwieglung und Drohungen, uns zu vernichten, bekommen.

Danke, HP!

Auch wenn dies der zweite techniklastige Blogeintrag heute ist, so möchte ich doch der Firma HP meinen herzlichen Dank aussprechen. Herzlichen Dank für zwei Tage mit ausgefeilten Internetrecherchen, mit ewigem Rechner-Neu-Starten, mit Wundern und Fluchern. Aber eben mit einer Menge Erkenntnisgewinn. Liebe Firma HP, lernt programmieren! Danke.

Hintergrund: Auf einem HP Notebook ging plötzlich das Update von AntiVir nicht mehr. Seltsam. Deinstallieren und Neu-Installieren des Virenscanners hilft ja manchmal. Aber in diesem Fall nicht.

Ein Blick in den Taskamanager zeigt, dass ein Prozess – svchost – 99 Prozent der Rechnerleistung beansprucht, wenn AntiVir versucht, sich upzudaten.

Google im Netz führt mit solchen Suchbegriffen unweigerlich zu Seiten über Würmen, Trojanern und Viren. Grusel. Doch alle Scans des Computers mit diversen Programmen zeigen nix wirklich Bedenkliches. Und doch wird in solchen Fällen dann oft die komplette Neuinstallation des Systems empfohlen, um möglicherweise sehr gut versteckte Schädlinge wegzubekommen.

Eher durch Zufall hat Google dann diesen Link präsentiert. Und, ja, auch an dem HP-Notebook hängt so ein HP-Multifunktions-Drucker-Gerät, das auch scannen und was weiß ich noch kann. Kann HP super bauen, finde ich. Nur Treiber, die können sie offenbar nicht programmieren. Denn der Druckertreiber klaut sich praktisch alle Computerressourcen. Darauf muss man mal kommen.

Die Problemlösung ist dann sehr simpel (aus dem obigen Link zitiert):

To resolve the problem:
start –> run –> services.msc
- above brings services UI
- Right click on “HP Network Device Support” service,
- select property.
- in Startup type pulldown menu, changeto “Manual” from “Automactic”.
- You are good to go.

Nun ist alles wieder gut.

Und ich möchte meine Danksagung an HP mit diesem wunderschönen Zitat aus dem Film “Leben des Brian” beschließen, gewidment den Hewlett-Packard-Programmierern:

“Nun, alles in Ordnung, Brian. Setz’ dich. Nimm dir ‘nen Keks. Mach’ es dir schön bequem. Du Arsch! Du dämlicher, spatzenköpfiger, völlig irre gewordener…”

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Mailmigrationsagentur

Wer seine Mails eine zeitlang mit Thunderbird verwaltet hat und dann, warum auch immer – so wie ich – auf Outlook umsteigt, hat ein Probelm: Die Mails aus Thunderbird lassen sich nicht so einfach in Outlook übertragen, weil das nicht vorgesehen ist weil Outlook aus seiner Datenstruktur ein großes Geschäftsgeheimnis macht.

Im Netz kursieren verschiedene Lösungmöglichkeiten, die letztlich auf zwei Varianten rauslaufen:

  1. Über den Umweg mit Outlook Express (erstmal wieder installieren etc.) und mindestens einem weiteren Tool alle Mails, Ordner für Ordner, von Hand umziehen. Klingt langwierig, nervig, fehleranfällig.

  2. Über einen IMAP-Server. Das heißt, den neue Exchange-Account als Imap-Postfach (klingt kauderwelschig, ist aber einfach) in Thunderbird eintragen und dann einfach die Mails in die neuen Ordner verschieben. Klingt gut, funktioniert gut, hat aber einen Haken (war ja klar): die Mails bekommen als “Empfangen”-Datum das Datum von heute. Für ein Mailarchiv, das teilweise bis 1999 zurück reicht, ist das schon ein bisschen, hmmm, dumm.

Trotz intensivem Googling habe ich lange nix gefunden, was auf eine weitere Lösung hindeutet. Bis jetzt:

Aid4Mail. Das Programm (für Windows) bietet Ex- und Import für die verschiedensten Programme an. Die kostenlose Testversion hat das Projekt auch prima erledigt und ihre Funktionsfähigkeit beweisen, nur leider kann sie – ist eben eine Test(!)version – nur 50 Mails pro Ordner verarbeiten und verändert noch dazu die Betreff-Zeilen.

Jetzt stellt sich die Frage: Ist die Lösung dieses Problems mir die verlangten 49,95 Euro wert?

Auf jeden Fall endlich eine einfache Lösung für Thunderbild-zu-Outlook-Umziehen-Problem. Und wenn man sich die Beschreibung anschaut: Noch für eine Menge Probleme mehr.

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Gehversuche mit Ubuntu

Ich habe nochmal meine Ubuntu-Version 8.04 komplett neu installiert und von Anfang an alles aufgesetzt.

Was ich tue und was passiert dokumentiere ich in diesem öffentlichen Evernote-Notizbuch – vor allem für mich selbst, damit ich irgendwann noch weiß, wie ich die vielen kleinen Problemchen so gelöst habe.

Zum Beispiel, welches Programm ich wofür ich installiert habe. Und warum das Mikrofon unter Skype erstmal nicht geht, dann aber plötzlich wieder doch.

Und, by the way, Evernote beta ist wirklich super. Ein paar Einladungen für den Beta-Test habe ich noch. Bei Interesse einen Kommentar hinterlassen.

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Ubuntu: 3+

Ich hatte ja schon vor geraumer Zeit mal geschrieben, dass ich Linux eigentlich eine tolle Sache finde. Obwohl ich mich selbst nicht gerade als Computer-Laien einstufen würde, haben meine vergangenen Versuche mit verschiedenen Distributionen (vor allem Suse) nie zu so richtig brauchbaren Ergebnissen geführt. Etliches ging einfach nicht – was bei mir die Frage, ob ein gewisser Komfortverlust dann durch den Kein-Windows-Mehr-Effekt ausgeglichen wird, immer mit “Nein” beantworten ließ.

Doch jetzt bin ich einigermaßen Baff. Ich habe Ubuntu 8.04 installiert – und auf Anhieb lief praktisch alles. Die Hardware komplett erkannt, sogar Wlan und die Logitech-Tastatur, bei der selbst die Sonderkeys für Multimedia etc. funktionieren. Nicht schlecht.

Get Ubuntu!

Dazu eine aufgeräumte, leicht verständliche Gnome-Oberfläche und keine Probleme, auf die Windows-Laufwerke zuzugreifen.

Ehrlich gesagt, fast könnte ich mir den Komplettumstieg vorstellen. Immer mehr der Arbeit am PC findet eh mit Web-basierten Anwendungen statt, zum Beispiel Evernote Beta.

Ich müsste mal eine Liste machen, was ich wirklich am Computer mache und was ich daher brauche. Spontan fallen mir ein paar Dinge ein, bei denen Ubuntu / Linux immer noch Defizite hat.

Das Wichtigste – und ein K.o.-Kriterium für mich derzeit:

Keine Möglichkeit, auf einen Exchange 2007-Server zuzugreifen und dort, jenseits von IMAP, Mails abzurufen, geschweige denn den Kalender und die Kontakte zu synchronisieren. Schade eigentlich, wenn das ginge, wären die anderen Probleme wohl zu lösen.

Sonst gibt es nämlich vor allem ein paar Windows-Programme, die ich gerne weiter nutzen würde, weil es dafür keine praktikablen Alternativen gibt (bzw. ich sie nicht kenne; Tipps jederzeit sehr willkommen): StarMoney, Imatch Fotoverwaltung, DxO Optics zur Bildbearbeitung. Aber die dürften in einer Virtualbox Windows-Maschine ja prima laufen, StarMoney habe ich da schon mal vorgetestet.

Also, mein Zwischenfazit: Linux ist auf einem guten Weg. Ich gebe die Note “3+”, knapp an einer zwei vorbei. Aber ein paar Schritte fehlen noch zum Ziel.

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Schlüsseldienst

Da ich trotz viel gegoogle und rumgelese nix dazu gefunden habe, bis ich es ausprobiert habe:

GnuPG läuft bei mir – bisher – reibungslos mit Outlook 2007 zusammen, und zwar über Gpg4Win Version 1.1.3. Auch wenn dort steht, es ist nur für Outlook 2003. Ok, vielleicht kommt das böse Erwachen ja noch, aber bisher geht es.

Nicht funktioniert hat bei meinem Kurzversuch die aktuelle Beta 1.9.1. Da konnte ich schlicht keine Nachricht mehr senden, wenn ich unterschreiben oder verschlüsseln gewählt hatte. Es passierte einfach: nichts.

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Opt out

Ich habe ein Profil bei Xing und finde das eigentlich ganz praktisch, zur Adress- und Kontaktpflege. Ich zahle sogar dafür und bin damit ein “Premium”-Nutzer. Da fühlt man sich doch gleich geschmeichelt.

Aber seit Kurzem blendet Xing Werbung auf den Profilen ein – die aber nur Nicht-Premium-Nutzer zu sehen bekommen. Da wirbt dann die Comdirect-Bank auf dem Profil eines Deutsche-Bank-Mitarbeiters und so “lustige” Sachen.

Immerhin kann man als “Premium”-Kunde, der ja eh schon zahlt, nach dem Aufschrei der Entrüstung der Kundschaft die Werbung bei sich selbst untersagen, aber dazu muss man ein Häkchen setzen (Opt out), standardmäßig wirbt Xing weiter (was nicht fein ist):

Xing Werbung

Ich für meinen Teil frage mich allerdings, ob ich weiterhin Leute einladen soll, sich ein Profil auf Xing zuzulegen. Denn wenn sie erstmal keine Bezahl-Kunden sind, müssen sie diese Werbung akzeptieren. Und will ich für so eine Werbetour Werbung machen? Oder wird es doch Zeit, bei Xing komplett die Opt-Out-Option zu nutzen? Ich denke mal drüber nach.

Update, 6.12.:
Offenbar ist man bei Xing zumindest lernfähig, das finde ich sehr in Ordnung: “Seit Samstag, den 05. Januar 2008, sind die Profilseiten von Premium-Mitgliedern generell frei von Werbung. Wir reagieren damit auf das anhaltende Feedback…”

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