Bill Gates immer dabei

Ich gebe es zu, es wird Zeit für eine Beichte (Link führt zum Beicht-o-mat), ich habe meinen Palm Treo 650 ausgemustert. Er ist mir zuletzt tierisch auf die Nerven gegangen.

Da war dieses unerklärliche Ausschalten des Telefon-Teils, irgendwie ja ein Kernbestandteil eines solchen Handys, das sich häufig erst nach einem Softreset wieder dazu bewegen ließ, mit der Außenwelt Kontakt aufzunehmen. Und da war mein Ärger über das Nicht-Funktionieren des Outlook-Exchange-Abgleichs ohne Zeitzonenchaos – sowie das extrem kundenunfreundliche Support-Formular von Palm. Und UMTS konnten die Palms mit Palm-Software auch noch nie…

Also habe ich mir gebraucht einen XDA Star gekauft (baugleich dem HTC Shift Dual). Und ich bin: begeistert.

Bisher tut das Gerät einfach das, was es soll. Es gleicht sich perfekt mit meinem Exchange-Account ab. Und mit ein bisschen Zusatz-Software kann er fast alles, was der Palm auch konnte – und er ist kleiner, handlicher, besser zum Telefonieren geeignet.

Nur den Support, zugegeben, den brauchte ich bislang (zum Glück) noch nicht.

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Geht’s noch, Palm?

Ich bin ein treuer Nutzer dieser kleinen digitalen Spielzeuge von Palm. Früher nur die, mit denen man halt so seine Adressen und Termine verwalten konnte, jetzt seit geraumer Zeit mit einem Treo 650 einem, das auch als Telefon funktioniert. Und als Websurf-Maschine. Und als Emailer, natürlich.

Aber jetzt funktioniert was nicht. Habe extra für 10 Euro plus ein Update des Mailprogramms Versamail und ein sogenanntes Activesync-Update bei Palm gekauft, runtergeladen und installiert – und das dann. Bei der Synchronisierung mit meinem Exchange-Server-Hoster werden alle, alle Termine mal glatt um fünf Stunden nach hinten geschoben. Das ist dämlich (und gut, dass ich ein Backup hatte). Also muss ich mich jetzt mal an den Palm-Support wenden. Wenn das so einfach wäre.

Support bedeutet Hilfe – und die braucht man eher schnell. Deshalb heißt der Notruf ja auch 112 und nicht 08000/82737299171. Oder so ähnlich. Und deshalb ist da dann auch ein Mensch am anderen Ende der Leitung und nicht eine Maschine die sagt, “wollen sie einen echten Notruf melden, drücken sie die eins. Wenn der Verletzte unter 30 Jahren ist, dann drücken sie die eins. Sonst die zwei. Ist das Opfer männlich, bitte die eins drücken…” Und so weiter. Und so fort.

Mit Palm will ich aber gar nicht telefonieren. Ich will eine Mail schicken. Das geht aber gar nicht so einfach, auf der Website. Erstmal muss man sich durch die Knowledge-Library, die Wissensbibliothek wühlen. Hatte ich natürlich längst vorher gemacht um zu sehen, ob ich bei Exchange was beachten muss – aber das weiß Palm ja nicht. Und weil man wohl glaubt, dass die Benutzer in der Regel eh nur blöde Fragen stellen, die längst erklärt sind (und man ihnen im Zweifelsfall so einfache Fragen wohl nicht erklären will), zwingt man sie noch ein bisschen zum Lesen.

Aber irgendwann bekommt man den Link “Email” dann doch angezeigt – und darf eine Mail an den Support verfassen. Glaubt man. Denn dann geht das Spiel von vorne los. Man muss ein Themengebiet auswählen, Klick, und dann ein Formular ausfüllen.

Ein Formular? Ein Fragebogen trifft es wohl eher.

Palm will alles wissen

Palm will mein Geschlecht wissen (stellen Frauen andere Fragen als Männer), das Kaufdatum meines Geräts (woher soll ich das wissen), die Seriennummer, die IMEI-Nummer, eine Liste aller weiteren Anwendungen anderer Anbieter auf meinem Gerät (allein das würde mich jetzt eine Weile beschäftigen…). Ja geht’s noch? Ich möchte eine Mail schreiben, von mir aus mit ein paar Basisinfos – und wenn die nicht ausreichen, dann kann der Supportmitarbeiter gerne nach Details fragen (wobei ich Dinge wie Kaufdatum und Geschlecht echt extrem überflüssig finde).

Wie man’s macht zeigt zum Beispiel mein Exchange-Hoster Sherweb. Da schickt man eine einfache Mail und bekommt ruckzuck eine einfache Antwort. Die einem sogar, bisher, weiterhilft. Und das war’s. Vielleicht sollte ich künftig meine Hardware-Käufe auch ein bisschen davon abhängig machen, wie sich der Kundendienst des Herstellers so präsentiert. Und da bekommt Palm bei mir jetzt eine glatte fünf. Setzen.

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Unleserlich

Tja, die Umlaute im letzten Beitrag “Ungesagtes (1)” sind leider unleserlich. Offenbar kann das eigentlich ganz gute Palm-Programm Mo:blog keine UTF-8-Zeichenkodierung, sondern jagt alles als ISO-Zeichen raus. Blöd. Blöd vor allem auch, dass ich auf meine Mail mit einer entsprechenden Frage und möglicher Abhilfe noch keine Antwort bekommen habe.

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Die wissen (fast) was sie tun

Ich besitze seit einiger Zeit einen Treo 650 von Palm, ein “Smartphone”, wie das so schön heißt. Mit meiner T-Mobile-Sim-Karte kann das Ding alles, was ein Palm kann, telefonieren – und so schöne Sachen wie im Internet surfen oder Mails abrufen. Prima!

Nur eins nervt tierisch. Jedes mal, wenn man sich neu mit GPRS bei T-Mobile einwählt, etwa um eine Website anzuschauen, kommt stattdessen eine Seite “Speedmanager”, auf der man anklicken kann ob man komprimierte Websites übertragen bekommen will oder nicht. Jedes mal! Und abgesehen vom Nerv-Faktor stört das auch manche tollen Programme, die ganz selbsttätig betimmte Dinge im Internet erledigen (sollen).

Aber zum Glück steht ja drunter, dass man sich bei Fragen an onlineservice@t-mobile.de wenden kann. Und meine Frage wäre jetzt: Wie werde ich diese doofe Frage grundsätzlich los.

Aber – und jetzt versteht man, warum es der Telekom wirtschaftlich gerade nicht so gut geht – statt einer Antwort kommt zurück:

- These recipients of your message have been processed by the mail server:
onlineservice@t-mobile.de; Failed; 5.1.1 (bad destination mailbox address)
Remote MTA 10.2.0.68: SMTP diagnostic: 550 RCPT TO: User unknown
Reporting-MTA: dns; mail-ms.msne.detemobil.de
Received-from-MTA: dns; moutng.kundenserver.de (212.227.126.183)
Arrival-Date: Wed, 16 Aug 2006 09:21:59 +0200
Final-Recipient: rfc822; onlineservice@t-mobile.de
Action: Failed
Status: 5.1.1 (bad destination mailbox address)
Remote-MTA: dns; 10.2.0.68
Diagnostic-Code: smtp; 550 RCPT TO:
User unknown

Oder kurz gesagt: Wer was von T-Mobile will, muss halt anrufen.

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Mobiles (er)leben

Schon seltsam wie sich Verhaltensweisen verändern, nur deshalb, weil man’s kann. Seitdem ich meinen Palm Treo habe – für Nichteingeweihte: sowas wie eine Kreuzung aus PDA, also elektronischem Notízbuch, und Handy – checke ich wirklich in der S-Bahn meine Mails, schaue in der Kneipe per Google nach, wann in Israel 2006 Feiertage sind und surfe beim Warten auf den Zug bei der Netzeitung rum (weil die die beste Anzeige für mobile Geräte hat, nur deshalb). Und natürlich nehme ich keinen Stadtplan mehr gedruckt mit, sondern schaue in meinen elektronischen auf der Speicherkarte.

Ich tue genau das, was die Werbefuzzis einem immer so versprochen haben, wovon man aber immer dachte: “Wer braucht das denn?” Ich weiß nicht, ob ich’s brauche. Aber es macht Spaß. Und es funktioniert. Wirklich erstaunlich.

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