Mein Lufthansa-Traffic

Man kann bei einem solchen Blog auch sehen, mit welchen Suchbegriffen Leute zu einem gekommen sind. Gestern gab es eine, nun ja, auffällige Häufung:

lufthansa hotline besetzt
lufthansa besetzt
lufthansa rufnummer besetzt
lufthansa service hotline besetzt
lufthansa servicenummer überlastet

Ich hätte da jetzt so die Vermutung, dass die Call-Center der Lufthansa irgendwie am Wochenende trotz Streikankündigung nicht ausreichend verstärkt worden sind. Aber wie gesagt, das ist nur eine Vermutung.

Ach, Bochum. Ach, Bahn.

Bochum ist keine Weltstadt. Nicht London, nicht Paris – und sicherlich auch nicht Berlin. Auch wenn es mit Sicherheit das beste Lied über die Stadt gibt. Aber man muss sagen, am Bochumer Hauptbahnhof fahren schon eine ganze Menge Züge. Ja, liebe Deutsche Bahn, da ist echt was los.

Was natürlich schön ist. Weil die Leute gut nach Bochum kommen – und auch wieder weg. Weil das der Bahn Geld in die Kasse spült. Und überhaupt, weil Mobilität auf Schienen ja ganz prima ist.

Nur leider hat das mit den vielen Zügen niemand bei der Bahnhofsgestaltung gewusst. Oder er hat es kurzfristig wieder vergessen. Und deshalb hängt in der – lächerlich kleinen, ziemlich ungemütlichen – Bahnhofshalle genau eine Anzeigentafel. Auf der Platz ist für gerade mal neun Züge. Neun.

Bochum Hbf

Wer also um 14.35 Uhr mit seinem Zug von Bochum nach Berlin fahren will und mal nachschauen möchte, auf welchem Gleis der Zug fährt und wie das denn heute womöglich mit Verspätung ist, der erfährt darüber noch um 14.20 Uhr… nix. Nada. Niente.

Er bekommt Reisehinweise für den Weg in die Welstadt Wanne-Eickel. Aber eben nicht nach Berlin.

Also, liebe Bahn, reißt ein bisschen was von der hässlichen Werbung an der Wand runter und hängt einfach noch eine zweite Anzeigentafel daneben. Schwupps, schon gibt’s Infos zu 18 Zügen (habe ich euch mal schnell vorgerechnet). Oder macht’s wie an Flughäfen und hängt zusätzlich zur Anzeigentafel einfach ein paar Monitore in die Gänge, auf die passen dann locker 15 oder 20 Abfahrten.

Und wenn ihr schon dabei seid: Bitte überlegt euch doch mal, wie man Lautsprecherdurchsagen über das ganze Gleis hörbar macht. Und warum man auf den Gleisen in Bochum im Abschnitt E gar keine Chance hat, die Anzeigentafel für das Gleis zu sehen.

Und ganz grundsätzlich: Sorgt doch mal dafür, dass man die Wagennummern auf den ICEs richtig groß sehen kann, auch bei Sonnenlicht. Kommt in West- und Mitteleuropa halt ab und an mal vor.

Das alles kann doch nicht so schwer sein, im 21. Jahrhundert. Und wenn ihr’s nicht hinbekommt, fragt doch mal bei Firmen nach, die sich mit sowas auskennen. Die gibt es ganz bestimmt.

100% Quote bei Radioeins

Mein Lieblingsradiosender Radioeins macht diese Woche 100% Quote. Also nur Frauen kommen zu Wort, als Moderatorinnen und auch z.B. bei den Gastkommentaren. Nun ja, mit wenigen Ausnahmen, wie etwa beim Kino-Experten.

Abgesehen davon, dass das Experiment durchaus auch zeigt, dass ein paar Männer einen guten Job machen, die jetzt nicht da sind, gab es eben ein Gespräch zu den Trends auf der CeBIT. Und irgendwie ist es ja schon krassies Klischee: Moderatorinnen sprechen mit c’t-Redakteurin auf der CeBIT über Trend “wearable computing” und fragen nicht, was die Funktionen z.B. dieser Uhr oder eines solchen intelligenten T-Shirts ist, sondern nur, wie so eine Uhr sich am Handgelenk einer Frau denn machen würde und ob das nicht ein bisschen 80er Jahre ist.

Ich bin mir eigentlich sicher, dass sich auch die eine oder andere Zuhörerin dafür interessiert hätte, was die Dinger können (sollen).