FDP: zweitklassig

Die FDP startet den Landtagswahlkampf mit Fragen und Antworten.

Zum Beispiel zur Schulpolitik.

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Hä? Also wie in der Bundesliga? Wer die Kohle hat, spielt oben mit. Und wer aus wirtschaftlich schwierigen Verhältnissen kommt, ist zweitklassig oder kämpft allenfalls gegen den Abstieg.

Sehr ehrliches Plakat von den Liberalen. Aber ob die Klientel für 5 Prozent reicht?

Berlin – arm, aber voller Baustellen

Auf dem Weg zur Arbeit für heute gemeldet:

STADTVERKEHR BERLIN: A 115, Avus Zwischen Hüttenweg und Spanischer Allee nur eine Spur und Stau stadtauswärts.

A 100, Stadtring Richtung Süden Stau zwischen Beusselstraße und Dreieck Charlottenburg. Stau auch auf der A 113, Zubringer Schönefeld, vor dem Tunnel Britz stadteinwärts.

Wedding, Seestraße Zwischen Louise-Schröder-Platz und Sylter Straße Stau in Richtung Stadtring. In der Gegenrichtung Stau zwischen Stadtring und Afrikanischer Straße.

Also dann: mal sehen, wie das S-Bahn-Chaos heute so ist.

Guten Morgen, Herr Otto

In Berlin ist Wahlkampf. Offiziell dürfen seit heute Plakate geklebt werden, inoffiziell wurden bereits seit Freitagabend die besten Laternenmasten besetzt. Hut ab vor den wahlkämpfenden Piraten, die das am Freitag bei strömendem Regen im Wedding gemacht haben. Aber inzwischen haben die anderen Parteien nachgezogen.

Und Andreas Otto von den Grünen schaut mir nun ins Fenster.

An einer Stelle, wo ich mich frage, wen er außer uns (und unserem Haus) so erreichen will. Ich sage es mal so direkt heraus: Ich finde es ein bisschen aufdringlich. Wäre es wenigstens ein etwas originelleres Plakat geworden. Aber so ein Gesicht? Ick wees nich. Ich glaube, das beeinflusst meine Wahlentscheidung. Nicht.

Bitte keine Werbung

“Bitte keine Werbung” steht auf fast jedem Briefkasten in unserem Hausflur. Dass sich die halb- und vielleicht gar nicht legalen “Hilfe bei Renovierung”-Karten-Werfer und die dubiosen Autoan- und verkäufer daran nicht halten – geschenkt. Aber auch die Deutsche Post AG, die sich am Schalter ohnehin zur Drückerkolonne für billige Stromtarife und Null-Euro-Girokonten entwickelt hat, kann nicht lesen lässt sich durch solche Willensbekundungen das Geschäft doch nicht vermiesen.

Stattdessen wird das in Plastikfolie eingeschweißte künftige Altpapier, das niemand bestellt hat und keiner haben will, einfach en bloc im Treppenhaus abgelegt. Hat auch den Vorteil, dass es dem Briefträger so weniger Arbeit macht.

Das nächste mal, versprochen, nehme ich den Stapel und werfe ihn in den Briefkasten vorne an der Straße. Spam wird ab sofort mit Spam beantwortet.

Die Bahn twittert – mir

Ok, das ganze Netz ist voll davon, dass die Deutsche Bahn AG künftig ihren Kunden über Twitter helfen will.

Und wenig überraschend, gibt es auch schon vor dem Start jede Menge Häme.

Ich hatte auch eine Frage, wirklich gerade aufgekommen, aber auch so als Test. Und nach knapp 45 Minuten eine Antwort. Wenn auch keine, wie erhofft, doch zumindest eine klare Aussage. Das hätte ich nicht erwartet.

Und deshalb von mir erstmal Daumen hoch für das Bahn-Projekt. Aber spätestens im anstehenden Klimaanlagenausfall-Sommer dürfte @db_bahn arg ins Schwitzen kommen, befürchte ich.

Mineralölmafia

Nee, schon klar, bei Shell & Co. hat man gar nix gegen E10, das ist alles nur ein bisschen blöd gelaufen, mit der Information und so. Aber schuld ist das die Bundesregierung, oder die EU. Oder halt der Verbraucher, der – völlig überraschend – den Sprit nicht tanken will.

Diese kleinen Aufkleber, die Shell da an seine Zapfsäulen geklebt hat, haben damit bestimmt gar nichts zu tun.

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Ich meine, eigentlich wollte man ja schreiben “Fast alle Autos, vor allem neuere Modelle ab dem Jahr 2002, vertragen E10. Sollten Sie unsicher sein, schauen Sie in die Herstellerliste, die an unserer Kasse ausliegt. Nur falls ihr Fahrzeug wirklich kein E10 vertragen sollte, empfehlen wir unsere überteuerten Luxus-Kraftstoffe Vdingens oder Vbummensplus.”

Aber in der Abstimmung mit der Agentur ist da ein Klitzekleines bisschen Panik mitreingerutscht. Aber, mal ehrlich, sowas spielt doch sicher keine Rolle, wenn die Leute E10 nicht tanken wollen.

Wobei Shell & Co. die ganze Debatte doch sowieso gerade recht kommt. In dem Durcheinander konnte man locker die magische 1,50-Euro-Marke je Liter durchbrechen, ohne dass B*ld & Konsorten überhaupt daran gedacht haben, was von Benzinpreis-Abzocke zu titeln. Und bis der deutsche Michel sich von dem Biosprit-Schock erholt hat, pendeln wir um 1,60 Euro und alles ist gut.