Was macht eigentlich…

…Bill Gates? Er sitzt in seinem Büro mit drei Computermonitoren und schreibt Emails mit Outlook 2007 und lobpreist die Microsoft-Sharepoint-Technologie. Nachlesen kann man den Gastbeitrag von Mr. Microsoft bei Apple Microsoft natürlich.

Und wahrscheinlich benutzt Bill für die wenigen Papierausdrucke, die er noch braucht, auch solche schicken Aktenmappen

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die man bei Haseform kaufen kann.

haseform-Link via: ToolBlog

Not so Kindle

Amazon hat in den USA seinen E-Book-Reader Kindle vorgestellt. Die Idee: Ein leichtes, kleines Gerät zum immer dabei haben, dass kein normales Display benutzt, sondern E-Ink. Dadurch soll weniger Strom verbraucht werden und vor allem ein klares Schriftbild auch bei schlechten Lichtbedingungen erreicht werden – wodurch die Augen nicht wie bei Bildschirmarbeit ermüden (sollen).

Die Marktmacht von Amazon, wo Ebooks von Beststellern für den Kindle in den USA deutlich billiger zu haben sind als die Papiervariante, könnte dem Gerät durchaus helfen, auch wenn die Anschaffung (noch) mit 399 Dollar zu Buche schlägt.

Nett in den USA (wobei ich nicht weiß, wie das hierzulande gehen würde): Das Gerät klinkt sich auf Wunsch ohne jedes Nutzerzutun in das Mobilfunknetz ein und kann darüber neue Bücher quasi “magisch” ohne jeden Vertrag oder Wlan-Fummelei runterladen. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Thomas Knüwer vom Handelsblatt hat das Kindle bereits gnadenlos verrissen:

“Die Zukunft des Lesens” soll es verkörpern, glauben wir der “Business Week”, was nur beweist, wie weit manche Journalisten gehen, wenn sie eine Exklusiv-Geschichte bekommen. Denn schon ein Blick auf das schmucklose Teil zeigt, dass es niemals eine Chance im Markt haben wird.

Nun ja, der Commodore C64 war auch als “Brotkiste” verschrien – er war nicht ganz unerfolgreich, eine zeitlang. Bis etwas besseres kam. Und selbst das nächste Gegen-Kindle-Argument passt in diesen Vergleich:

Jeder Versuch, E-Books zu etablieren, ist bisher gescheitert. Vorhersehbar gescheitert, möchte ich ergänzen. Denn Bücher sind ein langsames Medium. Ich brauche nicht von jetzt auf gleich den Lesestoff.

Damals hat man auch gesagt, kein Mensch braucht einen Computer zu Hause. Und, klar, kein Mensch braucht “Video on demand”. Entweder man schaut das, was im Fernsehen kommt, oder man hat rechtzeitig geplant, in eine Videothek zu gehen. Für manche mag das ja gelten – für andere (und die Frage ist: viele andere?) – nicht.

Warum sollte man denn ein Buch nicht auf diese elektronische Weise lesen, wenn man es danach sowieso nur ins Regal stellt und nie wieder anfasst? Das gilt nicht für alle Bücher, nicht für solche, die man gerne immer wieder anfassen will. Aber für die Dutzendware, deren Existenz man nach sechs Monaten schon wieder vergessen hat? Warum nicht.

Für uns Journalisten interessant:

In dem Kindle-Werbevideo von Amazon wird auch gezeigt, wie der Kindle-Besitzer sein Gerät so einstellt, dass es morgens ohne sein Zutun die New-York-Times empfängt. Morgens beim Kaffee sind die Texte dann einfach auf dem Gerät.

Denn das ist ein Unterschied zu all den anderen Lösungen, wie etwa die Sachen mit dem iPod-Touch zu lesen, wie Thomas Knüwer empfiehlt: Es – man muss sagen: scheint, wir haben es ja noch nicht in der Hand gehabt – ist simpel. Es funktioniert wie der Zeitungszusteller am Morgen, einfach so, ohne Klicks und Klacks und Wartezeiten beim Seitenaufbau.

James Kendrick von jkOnTheRun hat ein kleines Video mit seiner ersten Zeit mit dem Kindle gemacht:

Sein größter Kritikpunkt: Die Anordnung der Tasten. Aber das lässt sich ja eigentlich in der nächsten oder übernächsten Version des Geräts leicht ändern.

Im Moment, so heißt es auf der Amazon-Seite, ist das Gerät übrigens – ausverkauft. Wegen der großen Nachfrage. So viel zum hässlichen Design (aber wir wissen ja auch nicht, wie viele Geräte sie überhaupt hergestellt haben…)

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Häuslicher Nerd

Ich bin “der häusliche Nerd”, hat mir das Shoposkop erklärt. Und sagt mir dankenswerterweise auch, was das ist:

Wenn es den Computer nicht schon gäbe: Sie hätten ihn erfunden. Bloß in besser. Denn egal ob das Fahrrad, die Waschmaschine oder Windows nicht geht – Sie wissen, wie man das wieder hinkriegt. Form follows Function lautet Ihr Motto und die Welt von Morgen ist Ihr Zuhause. Gleichwohl gibt es in Ihrem Leben auch Tage, die Sie am liebsten mit einer Wärmflasche auf dem Sofa verbringen. Und dabei ein bisschen darüber nachdenken, welche Farbe Ihr Heim besonders harmonisch erscheinen lassen würde. Und wenn Sie mal einen guten Tag haben, setzen Sie auch gerne mal die rosa Brille auf. Denn unter uns: niedlichen Hallo-Katzen, Biedermeierimitat und Totenkopftassen können Sie schon etwas abgewinnen. Spaß muss schließlich sein!

Und ehrlich gesagt – so falsch finde ich das gar nicht.

Die Produkte, die mir empfohlen werden, finde ich auch gar nicht so schlecht. Nintendo Wii, Halo 3 oder eine Solar-Schlüssellochbeleuchtung. Nur was ein einem Nabaztag sein soll, das verstehe ich nicht. Obwohl… irgendwie ja ganz süß, die Dinger:

via: Wortfeld

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Maxdome reloaded

Ich hatte ja schonmal geschrieben, dass ich mit meinem DSL-Anschluss zu 1&1 gewechselt bin und dort nebenbei einen Internet-TV-Zugang bei Maxdome bekommen habe. So richtig klappte das von Anfang an nicht. Die Set-Top-Box stand bei uns die meiste Zeit nur als Staubfänger im Wohnzimmer rum. Was auch daran lag, dass alle kostenlosen Filme Schrott sind und der Rest doch eher, hmmm, hochpreisig.

Aber weil wir ein paar verpasste Folgen “Lost” gucken wollten, hatten wir das Ding dann doch in Betrieb genommen. Abgesehen von umständlicher Menüführung und seltsamen Fehlermeldungen vor dem Filmabspielen, die beim nächsten Versuch dann wieder weg sind, lief es auch ganz gut.

Und dann, ein paar Tage später, ging nix mehr. Die Box vergisst die Wlan-Einstellungen, findet die Fritz-Box nicht mehr. Niente. Nada. Pech gehabt. Der einzige Ausweg, nach langem Suchen: Die blöde Box via Kabel an die Fritz-Box anschließen, dann installiert das Ding irgendwelche Software-Updates und danach geht’s auch wieder ohne Kabel. Erstmal, also bis jetzt zumindest.

Nur, liebe Leute von 1&1 und Maxdome, Massenmarktkompatibel ist so ein Produkt natürlich nicht. Jeder normale Mensch würde das Zeug, wenn’s denn nicht funktioniert, eben in die Tonne treten und auf weiteres Geldausgeben via pay-per-view verzichten. Erscheint mir als Geschäftsmodell noch verbesserungsfähig. Ebenso übrigens wie die Bildqualität. Aus irgendwelchen Gründen flimmert es bei uns gewaltig – obwohl DVB-T-Tunter und DVD-Player ganz prima funktionieren.

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Alufolienkleberei

DSL ist eine feine Sache, WLAN auch. Selbst wenn die Bundesregierung davor warnt, wegen der Strahlen. Also vor WLAN, nicht vor DSL. Wo war ich stehengeblieben… ach so.

Das Blöde an DSL mit WLAN ist nur, wenn man in einer verwinkelten, weitläufigen Altbauwohnung wohnt, wodurch irgendwie vom Router bis in ein Zimmer gefühlte elf Wände zu überwinden sind – in denen irgendwas drinstecken muss, was die Strahlung hemmt. Kann mir zwar nicht vorstellen, dass da die Bundesregierung dahinter steckt, aber wer weiß…

Auf jeden Fall ist in dem einen Zimmer das Signal mit dem Notebook nur schwach und manchmal – je nach Wetter, Mondphase oder ähnlichem – gar nicht zu empfangen. Was blöd ist. Die Alternative, anderer Router oder zusätzlicher Router/Repeater ist bislang wegen Kosten und Bequemlichkeit ausgefallen.

Da kommt doch dieser Tip vom Lifehacker genau richtig: “Boost Your Wireless Signal With a Homemade Wifi Extender”.

Oder einfacher und auf deutsch: Mit ein bisschen Pappe, Klebestift und Alufolie die Reichweite des Routers erhöhen, indem die Richtung des Signals vorgegeben wird.

Die Schablone gibt es hier. Und die Anleitung nochmal zum vorlesen:

# Download Template

# Open in MS Paint and resize as desired. Ensure that you keep the square on the diagram square.

# Print image on business card stock or acetate (document protector).

# Cut it out and open the six slots with sissors or an X-Acto knife.

# Glue tin foil to the back side of the reflector surface

# Assemble by placing the six tabs in the six slots.

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IFA-Rundgang (6 und schluss)

In einer Ecke bin ich dann noch über Vpaper gestolpert. O-Ton: „Was für Musik längst zum Standard geworden ist, fehlte bislang für die Zeitschriftenwelt. Eine Internet-Plattform, auf der Magazin-Titel von Verlagen digital angeboten und vom Kunden gelesen, erworben, gespeichert, kommentiert und bewertet werden können.“

Im Prinzip kann man sich auf der Vpaper-Website durch die angebotenen Magazine klicken oder eine Suche über alle Magazine im Sortiment laufen lassen. Dann kann man das Magazin als E-Paper auf dem Bildschirm anschauen, Lesezeichen setzen etc. pp. und es, so erklärte mir das Torsten Glanz, auch auf seinen Blackberry oder Palm übertragen.

Derzeit werden Verlage gesucht, die mitmachen – wobei es nicht nur für Magazine technisch machbar wäre, sondern auch für Zeitungen. Und man sucht noch nach ein bisschen Kapital für das Startup. Wenn alles gut geht will man aber am 1. Dezember online gehen.

Bisher ist die Website nicht wirklich vertrauenserweckend. Man sieht zwar was, aber jeder Klick führt zu einer Passworteingabe, selbst der auf „FAQ“ oder das Impressum. So eine kleine Tour durch die Möglichkeiten wäre natürlich nicht schlecht, Flyer wurden ja schließlich auch gedruckt.

Vpaper

Meine drei tollsten „Dinge, die niemand braucht“-Entdeckungen auf der IFA will ich dann aber auch noch loswerden. Da wäre zum einen der Fernseher für die Einbauküche, dicht gefolgt von der Mikrowelle mit eingebautem Fernseher. Klarer Spitzenreiter ist aber „Mirror Image“ von Ad Notam. Damit kann man ein Fernsehbild zum Beispiel in den Badezimmerspiegel bringen, damit man auch beim Rasieren oder Schminken nichts Tolles in der Glotze verpasst.

Bathroom Mirror TV

Alle meine sechs IFA-Beiträge hier im Blog:

Alle meine Fotos von der IFA 2007 gibt es hier.

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IFA-Rundgang (5)

Ich war dann noch, siehe oben, auf der Suche was es in Sachen UMPC und Tablet-PC auf der IFA so zu sehen gibt. Das war aber eher ernüchternd.

Samsung Q1 Ultra

Samsung zeigte ein paar der neuen Q1 Ultra, die neben den vielen Bildschirmen ein bisschen untergingen, aber doch immer ein paar Interessierte anzogen. Meine Frage, ob die neue Dockingstation aber eigentlich auch für die „alten“ Q1s benutzbar ist, wie ich einen Besitze, konnte mir das nette Standpersonal aber nicht beantworten. Man sei, hieß es mit entwaffnender Ehrlichkeit, nur für die neuen Geräte geschult worden, über die alten wisse man gar nichts. Meine Frage wurde aber aufgenommen und ich soll sie per Email beantwortet bekommen. Da bin ich ja mal gespannt.

EasyNote XS10/20

Bei Packard Bell gab’s dann noch einen Nicht-Ganz-Wirklich-UMPC. Eher ist es ein wirklich kleines Subnotebook mit 7“ Display, ohne Touchscreen-Funktionalität. Der neue Easynote XS10/20 soll – und das ist für diese Größenordnung von Notebooks, wo ja immer eher gilt: je kleiner desto teurer – nur 699 Euro, möglicherweise sogar nur 649 Euro kosten, wie die Dame am Stand mir erklärte.

Hmmm, mir ist mein Q1 mit Organizer-Pack da lieber, aber sonst wäre das eine echte Alternative für die schreibende Zunft, die nicht gleich drei Kilo mit sich rumschleppen will, sondern „950 g of freedom“, wie Packard Bell schreibt.

Alle meine sechs IFA-Beiträge hier im Blog:

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IFA-Rundgang (4)

Auf dem Weg zum IFA-„Bloghouse“ – yeah, Web 2.0 ist überall – bin ich dann noch am Mobiles-Fernsehen-Stand vorbeigekommen. Da lagen ein paar Handy-Prototypen für den Zugang zum neuen mobilen Fernsehen, sozusagen das DVB-T, das auch funktioniert, wenn der Empfänger sich mit großer Geschwindigkeit bewegt.

Obwohl ich mich ja schon frage, ob ich unbedingt in der S-Bahn oder in der Warteschlange im Supermarkt TV glotzen muss (so die Beispiele im netten Flyer), muss ich doch zugeben: Die Bildqualität auf den Demo-Geräten war richtig gut. Und weil das Signal normal abgestrahlt wird, braucht man auch keine Datenübertragung wie zum Beispiel via UMTS, sondern nur einen Empfänger. Die Geräteanbieter verlangen derzeit aber um die acht Euro pro Monat, damit bei den wenigen bereits erhältlichen empfangstauglichen Handys diese Funktion freigeschaltet wird.

Im „Bloghouse“ selbst, das am äußersten Ende der IFA in Halle 26 ist, war zunächst wenig los. So wenig, dass mich ein verzweifelter „Tagesspiegel“-Kollege gleich mal befragen wollte. Wir haben uns dann geeinigt, dass das nicht so gut kommen würde.

Web2.0-Lehrpfad

Den Web2.0-Lehrpfad fand ich so lala, ein paar nette Gags, aber wer nicht weiß, worum’s geht, wird es nach der Lektüre der bedruckten Sprechblasen jetzt auch nicht wissen. Warum man das Web 2.0 als „Mitmachweb“ unbedingt so statisch erklären muss, wissen wahrscheinlich nur die Controller, die ein paar Euro sparen wollten.

Mein Blogmaschinenbeitrag

Dafür durfte man dann in der „Blogmaschine“ selbst einen Text eingeben und ein kurzes Video aufnehmen, das dann im Videowürfel über den Köpfen der Besucher ablief. Da waren richtig kreative Sachen zu sehen, von der „Bergmaid“ über „Wo ist Sonja?“ bis zu „Ich hasse IT!“

Kurt Beck & Co.

Die Podiumsdiskussion mit Kurt Beck und viel Prominenz über IP-TV habe ich nur eine halbe Stunde lang ausgehalten. Das Podium war halt so super toll besetzt, wie der Moderator mehrfach betonte, dass man sich so viele unterschiedliche Sachen zu sagen hatte, dass ich gar nicht so recht wusste, was ich da soll.

Nur ein Beispiel: Nach 15 Minuten Gerede über IP-TV und darüber, dass das ZDF mit seiner neuen „Mediathek“ da ja jetzt mitmache meinte einer der Diskutanten, man solle doch mal zwischen IP-TV und „TV im ganz normalen Internet“ unterscheiden – und nur Letzteres mache das ZDF ja überhaupt. Ja dann…

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