Alternative zu twitpic

Ich gebe zu, ich habe nur kurz mit twitpic rumexperimentiert. Der Service, um Bilder via twitter zu verschicken erscheint mir nicht sehr stabil und ich mag auch gerne selbst entscheiden, wo meine Bilder liegen.

Deshalb freut es mich sehr, dass meine Lieblings-flickr-Alternative 23 jetzt auch eine Twitter-Integration hat. Ein per Email hochgeladenes Bild, etwa vom Handy, wird dann auf dem 23-Server gespeichert und auf Wunsch wird eine entsprechende twitter-Meldung abgesetzt.

23twitter

Gefällt mir sehr gut – und meine Bilder sind dabei an einem Ort und nur da, wo ich sie haben will.

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Märkisches Gezwitscher

Barack Obama macht es. Bei den Terroranschlägen in Bombay kamen die ersten Nachrichten auf diesem Weg. Und auch die erste Nachricht vom notgelandeten Flugzeug im Hudson verbreitete sich auf diesem Weg. Der Microblogging-Dienst Twitter hat es zuletzt schon ziemlich in die Mainstream-Medien geschafft.

Jetzt hat dem Dienst das Magazin meiner Gewerkschaft, der “Journalist”, die Titelgeschichte seiner neuesten Ausgabe gewidmet. Und in der Fernsehzeitschrift “Prisma”, die dienstags nicht nur der “Märkischen Allgemeinen” beiliegt, gibt es heute auch einen Text über die 140-Zeichen-Nachrichten.

Da wäre es doch an der Zeit, dachte ich mir, nach der Frage “Gibt es Blogger in Brandenburg?” auch mal zu schauen:

Gibt es eigentlich Twitterer aus dem Land Brandenburg?

Wäre schön, wenn diejenigen, auf die das zutrifft, einfach einen kurzen Kommentar hier hinterlassen würden – natürlich mit dem Twitter-Namen. Wer mehr dazu schreiben will, auch gerne.

Mal sehen, ob es für eine kleine Sammlung reicht.

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Nützliches getwittere

Es ist schwierig, anderen Leuten zu erklären, was das alles mit Twitter soll. Das habe ich jetzt mehrfach festgestellt. Und wahrscheinlich ist es einfach richtig: Man braucht Twitter nicht.

Genauso wenig wie man Handys braucht. Oder gar SMS. Vor zehn, 15 Jahren hätte das (und hat das) auch fast jeder gesagt. Und irgendwie, nun ja, hört man das heute seltener. Dafür handytelerufiert und simmst es allerorten. Auch nicht schön – aber was ist das schon?

Aber zu Twitter: Man braucht Twitter heute nicht, aber es ist ganz nett. Und ich muss mich selbst korrigieren. Selbst als Regionalzeitungs-Redakteur kann Twitter ganz hilfreich sein. Vergangenen Dienstag saß ich vor dem Nachrichtenticker und wartete auf die Entscheidung der US-Notenbank Fed zu den amerikanischen Leitzinsen. Und wartete. Und wartete. Dann habe ich mal spaßeshalber auf Twitter nach Fed gesucht – und da liefen die ersten Meldungen über die historische Zinsentscheidung tatsächlich bereits, ein paar Minuten bevor die Nachricht über den Ticker kam.

Ich würde deshalb nicht die Twitter-Ära im Journalismus ausrufen, wie Thomas Knüwer, aber es steckt doch mehr Potenzial drin als sich ich noch vor einigen Tagen selbst gedacht habe. Merke: Man sollte Dinge gründlicher ausprobieren.

Und es gibt auch ein paar interessante Twitterer. Und wegen einem schreibe ich diesen Beitrag hier eigentlich. Man hört ja derzeit wieder mehr über Israel und einen drohenden neuen militärischen Konflikt mit der Hamas. Da steht dann zum Beispiel bei “Spiegel Online”:

Die radikal-islamische Hamas, die seit rund eineinhalb Jahren den Gaza-Streifen kontrolliert, hatte am Freitag einen seit sechs Monaten geltenden Waffenstillstand mit Israel offiziell für beendet erklärt. Daraufhin feuerten bewaffnete Kämpfer einige selbstgebaute Raketen auf israelisches Grenzgebiet im Norden des Gaza-Streifens ab.

Daraufhin? Man weiß gar nicht, ob das bei SpOn nun Schluderei ist oder Methode hat. Denn von “daraufhin” kann nun wirklich keine Rede sein. Hintergrund der israelischen Blockade des Gaza-Streifens entgegen des Abkommens war ja gerade, dass der Raketenbeschuss von dort auf Israel praktisch nie aufgehört hatte.

Und wer – jetzt zurück zu Twitter – sich davon ein Bild machen will, der kann jetzt die Raketeneinschläge bei Twitter verfolgen, via QassamCount.

Dort heißt es heute Morgen:

Good morning everyone. Hoping for a quite day.

We will see.

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Lass Zahlen sprechen

40 Prozent der Deutschen glauben an außerirdisches Leben. Hmmm… das ist jetzt vielleicht gar nicht so blöd. Wenn das Universum wirklich irgendwie unendlich ist, dann besteht doch eine große Chance, dass es irgendwo da draußen, wenn auch wahrscheinlich gaaaanz weit weg, was gibt, was sich bewegt. Schläft. Isst. Und sonstige Dinge macht.

Wobei, ich gebe es zu, ich bezweifle, dass diese Art der Überlegung wirklich der Grund für die Mehrzahl der Befragten war, so zu antworten.

Denn 34 Prozent sagen auch, dass “die Behörden” uns “nicht die Wahrheit sagen über Kontakte” mit Außerirdischen. Kontakte? Ja hallo, das war jetzt dann doch nicht das mit der Unendlichkeit und den Tiefen des Weltraums. Aber gut dass wir mal darüber geredet haben.

Solche Umfragen und Zahlensammlungen, vulgo: Statistiken, kann jeder nachlesen, der nicht genug davon bekommen kann: Auf Statista.org, wo Quellen wie das Statistische Bundesamt, das DIW und Allensbach ausgewertet werden. Und wo man das Web verstanden hat und ausdrücklich erlaubt und erleichtert, die Inhalte auf anderen Websites einzubinden. Es müssen ja nicht unbedingt Außerirdische sein.

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Geburtstagsgruß ans Web

Jetzt hat auch die MAZ gratuliert. Dem World-Wide-Web. Und seinem Erfinder. Und irgendwie ja auch uns allen:

INTERNET: Revolution mit drei Buchstaben

Vor gerade mal 15 Jahren ging die erste Webseite ans Netz / Das World-Wide-Web machte das viel ältere Internet bekannt

Eigentlich sollten Wissenschaftler nur ihre Forschungsberichte leichter veröffentlichen können. Doch mit der Erfindung des www hat das Internet Einzug in unseren Alltag gefunden.

Schnell noch zwei Rechnungen überweisen. Ein kurzer Blick, ob sich an den Abflugzeiten des Ferienfliegers etwas geändert hat. Wie ist eigentlich das Wetter im Süden? Nicht vergessen, die Blumen für den anstehenden Geburtstag der Mutter zu bestellen. Und bei der Gelegenheit gleich noch beim Versandhändler das lange auf dem eigenen Wunschzettel stehende Buch und die neue „Madonna”-CD ordern. Apropos Lesen, das Abo der Tageszeitung kann man da doch auch noch schnell für die nächsten 14 Tage an die gute Freundin umleiten. Zwischendrin mal schauen, ob Energie Cottbus eigentlich gewonnen hat. Und schließlich einen Lexikonartikel über das Reiseziel ausdrucken, als Lektüre für die Wartezeit im Flughafen und als aktuelle Ergänzung zum Reiseführer.

All das und noch viel mehr lässt sich heute vom Schreibtisch aus erledigen. Ohne ein einziges mal aufzustehen, ohne zum Telefon greifen zu müssen, allein mit dem eigenen PC – sofern dieser ans Internet angeschlossen ist. Für die Feststellung dürfte man vielfach Achselzucken ernten, so selbstverständlich ist das. Wer Ende 20 ist oder jünger, der wird sich sogar sagen: Das war doch schon immer so. Und auch den Älteren fällt es inzwischen manchmal schwer sich vorzustellen, wie man dieses oder jenes „vor dem Internet” überhaupt erledigt hat. Journalisten, die schon berufsmäßig den ganzen Tag nach Informationen suchen, sind da keine Ausnahme.

Eigentlich schwer zu glauben, dass das World-Wide-Web – das weltweite Netz, gerne auch nur Web oder WWW genannt – nicht mal volljährig ist, sondern mitten in der Pubertät steckt. (weiter)

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Verlassen Sie sich auf mich

Denn mit meiner [ät] streim.de – Adresse gelte ich als gewissenhaft. Haben amerikanische Wissenschaftler Forscher der Universität Leipzig herausgefunden, wie die “Leipziger Volkszeitung” berichtet:

Personen mit einer “.de”-Domäne wurden als gewissenhafter eingeschätzt als Personen mit einer “.com”-Domäne

Auch sonst verrate die Wahl der Email-Adresse eine Menge über die Persönlichkeit des Epost-Benutzers, heißt es weiter.

Klingt eigentlich ganz interessant und die Studie “Emailaddresses give away personality” kann man auch online einsehen bei ScienceDirect, aber nur gegen Geld. Und 7,50 US-Dollar sind mir trotz des starken Euro irgendwie zuviel.

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Google Calendar V1.0

Oder: Seit heute gibt es die erste für mich vernünftig nutzbare Version von Googles Online-Kalender. Denn es gibt endlich ein offizielles und tatsächlich anscheinend absolut simpel zu bedienendes und perfekt funktionierendes kleines Programm, das automatisch den Outlook-Kalender mit dem Google-Kalender synchronisiert. Ich nutze das dank Exchange-Server nur in eine Richtung (Outlook -> Google), damit andere meine Termine sehen können, und es scheint zu klappen.

via: jkOnTheRun

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Wirtschaftskreislauf

Journalisten, die ihrem Beruf ganz traditionell nachgehen und dafür sorgen, dass Papier mit schwarzen Buchstaben bedruckt wird, werden von manchen Bloggern ja belächelt – oder beschimpft. Als von gestern, als Gatekeeper, als Wichtigtuer. Dabei machen wir uns tatsächlich Gedanken, womit wir die Seiten füllen, was eben jene “news” sind, “that fit to print”. Meistens liegen wir damit ganz gut, manchmal auch daneben.

Klar denkt man dabei daran, was vielleicht die Leserschaft anders beurteilen würde als man selbst – und mittelfristig spielen auch Aboentwicklungen eine Rolle.

Aus Gesprächen mit Online-Journalisten-Contentmanagenden kann man dagegen den Eindruck gewinnen, dass die Inhalte völlig beliebig sind, Hauptsache Leute werden von Google gut weitergeschickt und es gibt viele, viele Klicks. Deshalb sind auch Bildergalerien mit möglichst vielen Bildern oder Umfragen mit mehreren Zwischenschritten sehr beliebt.

Bei einen schönen Artikel über die “Ökonomie für Wasserbüffel”, der die Auswirkungen solcher Denke mal entwickelt, mit einer gehörigen Portion Sarkasmus:

Immer noch verführerisch scheint allerdings für Medienmanager die Vorstellung zu sein, dass, so berichtet Cnet begeistert, WordPress auf seinen Sites mit gerade einmal 19 Vollzeitangestellten 135 Millionen Unique Visitors zu generieren vermag (…) Das Zusammenspiel aus automatisch generierten Spamblogs, ebenfalls automatisch zugeschalteten Anzeigen und automatisierten Klickbots, die sich als “Unique Visitors” ausgeben, eröffnet eine Perspektive darauf, wie der kommerzielle Medienkonzern der Zukunft aussehen wird.

Unternehmer-Bots gründen Briefkastenfirmen auf untergegangenen Südseeatollen, die sich nur noch durch die Einnahmen aus der Domainvergabe finanzieren. Dann gründen Verleger-Bots Tausende von Weblogs, die sie mit Blindtexten befüllen und umgehend bei verschiedenen Werbeprogrammen anmelden. Klickbot-Fakes oder Menschen, die noch billiger sind als Klickbot-Fakes, simulieren den notwendigen Traffic. Der Kreis ist geschlossen, zumal die Werbung ihrerseits nur von anderen Briefkastenfirmen kommt. Onkel Luhmann nannte so etwas “operationale Schließung”, glaube ich.

Und, halt, ernstgemeinte Warnung: Man sollte den Artikel bei futurezone zuende lesen, als möglicherweise hier mitlesender Medienmanager oder Online-Contentverwalter. Denn das dicke Ende kommt noch – und es hat was mit Wasserbüffeln zu tun.

via: Schockwellenreiter

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