Fifa bankrott

Zumindest wäre es wohl so, wenn die Fußball-WM-Organisatoren sich den Regeln des Marktes stellen müssten, schreibt das “ad hoc”-Weblog des Handelsblattes. Demnach haben nur 3,66 Prozent der WM-Karten-Inhaber die Karten bekommen, die sie haben wollen (bzw. wenn man die rausrechnet, die ohnehin keine wollten, etwa 10 Prozent). Eine Quote, die die Blogschreiber zu folgendem Gedankenexperiment veranlasst:

Man stelle sich das mal in einem Mediamarkt vor: “Ja, eine Digicam wollen Sie! Gut dann hinterlassen Sie mal hier Personalausweisnummer, Name und Anschrift. Wir verlosen nächste Woche ein Kontingent von 100 Olympus und wir teilen Ihnen danach mit, welches Modell sie bekommen k?nnen, wenn Ihre Nummer gezogen wurde. Aber bitte bringen Sie zur Abholung Bargeld mit und kommen Sie persönlich.”

Was würden wir in so einer Situation sagen: “Ich bin doch nicht blöd.”

Aber, hey, so ist’s doch eigentlich immer (ok, außerhalb des Mediamarktes): Drei Viertel der Deutschen kreuzen bei der Wahl so an, dass sie keine Mehrwertsteuererhöhung um zwei Prozentpunkte (“Merkel-Steuer”) bekommen - und am Ende steht eine Erhöhung gleich auf 19 Prozent. Dagegen ist das mit der Fifa doch ganz ok.

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