Web 2.0 im Print

Gleich zweimal kommt heute “Web 2.0” im aktuellen Print vor: Einmal startet die “Financial Times Deutschland” eine neue Serie und sieht einen “Umbruch im World Wide Web”:

Startups der zweiten Internet-Welle brechen mit alten Gewohnheiten. “Nutzer an die Macht” ist das neue Motto. (…) Manager der Medien- und Werbewirtschaft fürchten angesichts der neuen Bewegung um ihre Umsätze. Denn eine ganze Generation junger Leser, Zuschauer und Konsumenten lässt traditionelle Medien wie Zeitungen, Magazine oder Fernsehen links liegen.

Fernsehen? Die Jungen schauen nicht mehr Fernsehen? Nix TV? Ob da nicht vielleicht im Eifer der Erregung (oder so) ein bisschen die Formulierungseuphorie durchgebrochen ist. Aber hoffen wir mal, dass die zweite Welle nicht ähnlich spektakulär in sich zusammenfällt, wenn sie auf harten Grund stößt, wie die erste…

Und dann schreibt die Wirtschaftswoche (leider wohl nur im Bezahlbereich online einsehbar) unter dem Titel “Smarte Bande” über OpenBC. Neben Erfolgsgeschichten - etwa über den Amazon-Deutschlandchef, der nachts um elf innerhalb von 20 Minuten auf eine Email reagiert, woraus sich gleich ein Geschäftskontakt ergibt - werden aber auch Schattenseiten nicht ignoriert:

Das Risiko ist groß, dass der Club durch seine schiere Masse zu einem sich selbst aktualisierenden Telefonbuch oder Vertriebskanal für Selbstständige wird. Die Folge: Die wirklich wichtigen Kontakte lagern sich (…) in ein separates exklusives Netzwerk aus. Die offene Gesellschaft schließt wieder ihre Pforten.

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