Sigmar Gabriel und die Prostitution

Wären die Vorschläge schlauer Politiker zum Internet bereits umgesetzt, dann wäre das nicht passiert. Dann hätte niemand ein Foto von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) in das Wiki mein Parteibuch hochladen und mit dem Text “Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz”” versehen können. Weil solche Unverschämtheiten (mit denen, by the way, Magazine wie die “Titanic” viel Geld verdienen, die nennen es Satire) dann natürlich von den Internetüberwachern unterbunden worden wären, bevor sie passiert wären. Klar, oder?

Weil das aber nicht so ist, lässt Sigmar Gabriel - denn man wohl dann auch nur noch still und leise ungestraft für eine Pfeife halten darf, nicht nur als Umweltminister - eine Anwaltskanzlei an den Betreiber der Seite “Mein Parteibuch” schreiben und bei einem Streitwert von 20.000 Euro fordern, Bild und Text zu löschen.

Abgesehen davon, dass Sigmar Gabriel offenbar nicht genug zu tun hat, sondern im Internet surft und seltsame Websites anschaut, um sich dann über Texte wie “Ich will auch zu den Nutten, Herr Hartz” zu ärgern, fragt man sich schon, wie da ein Streitwert von 20.000 Euro bei rauskommen soll. Nur weil man Sigmar Gabriel mit Nutten in Verbindung bringt? Mein Gott, was würden dann Sätze kosten, wie… Okay, das aufzuschreiben kann ich mir wohl nicht leisten.

Aber warum soll Sigmar Gabriel auch irgendwie besser sein als seine Parteifreundin Ulla Schmidt?

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