Murphy kommt zum Frühstück

Heute Morgen war Murphy bei mir zu Besuch. Ich hatte am Vorabend eine Mail an ein Hotel geschrieben, aber nur eine Fehlermeldung zurückbekommen: Postfach übergelaufen. Nicht sehr vertrauenserweckend, aber okay. Also auf low-tech umgestiegen - wofür habe ich mir schließlich mal ein Faxgerät gekauft, dass ich sonst so selten benutze, dass das gesamte Faxjournal noch immer auf eine Seite passt? Das Fax ging raus und ich ins Bett.

Heute Morgen vom Rattern des Faxes geweckt. Ah - schon eine Antwort. Doch dann: nervtötendes Piepen. Dauerpiepen. Aufgestanden… und da war Murphy. Wenn man einmal das Fax wirklich braucht, ist der Film (also praktisch: der Toner, die Tinte) leer. Das angekommene Fax ist, so zeigt das Gerät an, im Speicher. Prima. Also einen der beiden Reserve-Filme ausgepackt und eingelegt. Oder so ähnlich. Blöde Bedienungsanweisung, fummelige japanische Bauweise. Grummel. Am Ende: Film drin. Fax wieder zu.

Auf Start drücken um das Fax auszudrucken. Knirschen und Knarren. Das war nix. Eine leere Seite kommt raus und die neue Filmrolle ist im Inneren zerrissen. Super. Irgendwas falsch gemacht, offenbar, hmmm…? Was hilft’s, also die zweite Rolle eingelegt, einfach mal andersrum. Sieht irgendwie genauso aus. Geht aber. Nur… jetzt ist kein Fax mehr im Speicher. Das Gerät denkt, die leere Seite war’s schon. Prima. Journal ausdrucken um zu sehen, woher das Fax denn wirklich kam. Ausdruck geht, also ist der Film richtig drin. Und das Fax war vom Hotel. Also wieder ein Fax aufgesetzt, sorry, hatte Probleme mit der Technik etc., bitte können Sie nochmal senden?

Dauert nur fünf Minuten. Dann kommt ein Fax: Habe Ihnen meine Antwort auch per Email geschrieben, unser System geht wieder.

Ich hab dann Kaffee getrunken. Ohne Murphy. Den hab ich vorher vor die Tür gesetzt.

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