Gequirlte Schafscheiße

Gestern habe ich noch über die Formulierung im Blog Lummaland gegrinst, dass Nico Lumma noch nie “so viel gequirlte Schafscheisse” in einem Artikel gelesen habe, wie von Ex-Kriminaloberrat Elmar Salgmann in der “Welt”. “Gequirlte Schafscheiße”, habe ich mir gedacht, ist doch ein mächtiger Kraftausdruck - und genau der kam mir heute in den Sinn, als ich die folgende Pressemeldung des “Deutschen Friedensrates” im Email-Postfach fand:

Der Deutsche Friedensrat hat soeben beim Verwaltungsgericht Berlin Klage gegen das Land Berlin erhoben. Mit dem Bescheid des Polizeipräsidenten in Berlin vom 10.08.06 war das Zeigen von Hisbollah-Fahnen und Bildern des Generalsekretärs der Hisbollah Sayyid Hassan Nasrallah untersagt worden.

Und das war, man kann es nicht anders sagen, eine ziemlich gute Idee von Innensenator Körting (SPD), der ja ansonsten häufig auch Ideen ganz anderer Qualität hat. Doch den “Friedensfreunden” um Hans-Peter Richter gefällt dieses Verbot nicht, denn

Israel hat einen Aggressionskrieg gegen den Libanon begonnen, ohne sich um das Völkerrecht und die UNO zu scheren, die einzig und allein für Gewaltmaßnahmen zuständig ist. Damit hat es ein schwerwiegendes Kriegsverbrechen begangen

Wohingegen natürlich die Freunde der Friedensfreunde, die Hisbollah-Terroristen, sich strikt an das Völkerrecht hielten und zuvor die Uno gefragt haben, bevor sie den Norden Israels in den vergangenen Monaten mit Raketen beschossen und dann, als Auslöser des Konflikts, eine israelische Militärpatrouille überfielen, Soldaten töteten und entführten sowie nordisraelische Städte mit einem Raketenhagel eindeckten. Wie dumm muss man als Hans-Peter Richter eigentlich sein, um sowas oder soetwas ähnliches “denken” zu können? Aber in der Pressemitteilung geht es ja noch weiter:

Zudem wird die Hisbollah auf ihre Kriegshandlungen reduziert und mit ungesicherten Zitaten dämonisiert. Dabei sehen viele unabhängige Experten in der Hisbollah einen stabilisierenden Faktor, deren Einbeziehung in den Friedensprozess dringend geboten ist.

In Wahrheit ist die Hisbollah ja eigentlich eine verkappte Friedenstruppe, die nur deshalb mit den Raketen rumgeballert hat, weil halt noch welche übrig waren, vom letzten Krieg. Aber eigentlich würde sie viel lieber stabilisierende Politik machen und so einen ordentlichen Friedensprozess durchziehen. Das denken die Friedensfreunde vom Ratschlag. Halt nur ohne Juden. Im nahen Osten - und anderswo. Das denkt die Hisbollah. Tja, und was ihre Freunde von der Friedensfront denken, das kann man sich da auch nur denken. Aber eigentlich will man das gar nicht.

Gequirlte Schafscheiße riecht ganz schön streng nach brauner Kacke.

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