Stechuhr

Heute war “Tacheles” in der Post, die Publikation der DBB Tarifunion. Spannende Überschriften im Innenteil wie “Tarifsicherheit hergestellt!” und “Einigung auf Eckpunkte” reizen dabei nicht wirklich zum Lesen. Schön finde ich dagegen die detaillierte Tabelle auf Seite 6 - unter der ebenfalls nicht gerade Boulevard-verdächtigen Titelzeile “Inhalte des TV-L”.

Diese führt die nun unterschiedlichen Arbeitszeiten in den Bundesländern auf, die variieren, weil “die zum 1. Februar 2006 tatsächliche durchschnittliche Arbeitszeit in den einzelnen westlichen Bundesländern” zu Grunde gelegt wird. Und was erfahre ich nun?

In Schleswig-Holstein wird im öffentlichen Dienst nun 38 Stunden und 42 Minuten pro Woche gearbeitet. In Bremen 39 Stunden und 12 Minuten, im Saarland und Baden-Württemberg 39 Stunden udn 30 Minuten, in Niedersachsen mit 39 Stunden und 48 Minuten doch etwas weniger als in Nordrhein-Westfalen mit 39 Stunden und 50 Minuten. Und, natürlich, in Bayern muss man mit 40 Stunden und 6 Minuten am längsten malochen. Nur Rheinland-Pfalz und Hamburg fallen mit glatten 39 Stunden irgendwie aus dem Raster - vielleicht mag man dort in den Personalabteilungen aber auch einfach nicht so gerne Komma-Rechnung.

Super Sache, das. Und beim TV-L 2.0 wird dann in ein paar Jahren beschlossen, in Sekunden und Zehntelsekunden abzurechnen. Schade eigentlich, dass man beim Gehalt schon zwei Stellen hinter dem Komma aufhören muss, warum gibt die EZB eigentlich keine kleineren Geldstücke als Cent heraus?

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