Offline vs. Online 1:0

Oder so ähnlich. Und überhaupt: Nur knapp. Das sagt zumindest eine “online-repräsentative Umfrage der TNS Emnid Medien- und Sozialforschung GmbH”, die kurz vor Weihnachten per Mail vertickert wurde. Demnach wurden “insgesamt 1001 Internetnutzer zwischen 14 und 49 Jahren in Deutschland befragt”.

Und herausgekommen ist:

Während mehr als zwei Fünftel der Internet-Nutzer zwischen 14 und 49 Jahren täglich oder fast täglich die gedruckte Ausgabe einer lokalen oder überregionalen Zeitung zur Hand nehmen, rufen lediglich rund ein Fünftel mindestens mehrmals die Woche die Website einer Tageszeitung auf. Weitere zehn Prozent besuchen eine solche Seite nur einmal wöchentlich.

Also 40 Prozent der Befragten lesen mindestens “fast täglich” eine Tageszeitung. Nicht mal jede/r zweite. Gut, im Internet lesen weniger eine Tageszeitungs-Webpage. Die gehen halt gleich auf “Spiegel Online” oder die “Netzeitung”.

Mittlerweile haben bereits 15 Prozent der Internetnutzer auf die ausschließliche Lektüre der Onlineausgabe ihrer Tageszeitung umgestellt. Weitere 15 Prozent können sich genau diesen Schritt in der Zukunft vorstellen. Inhaltlich stoßen unter den Bestandteilen eines Online-Angebots aktuelle Nachrichten auf das größte Interesse der Online-Leser. Vier Fünftel interessieren sich dafür.

Zugleich wollen die Befragten aber nix für die Online-Ausgabe bezahlen. Man fragt sich da nur die ganze Zeit, wer eigentlich dann die Internet-Seiten der Tageszeitungen füllen soll, wenn niemand mehr dafür bezahlt wird. Vielleicht machen das ein paar PR-Agenturen oder (Lobby)Verbände, ganz ehrenamtlich, für die Leser/innen.

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