Hertha null, Cottbus eins

Gestern Abend zum ersten Mal seit der Fußball-WM (dieses schrecklich langweilige Spiel Tunesien gegen Ukraine) im Olympiastadion gewesen, Lokalderby Hertha gegen Cottbus. Allerdings war von Derby auf dem Rasen eher wenig(er) zu spüren. Ein ganz nettes Spielchen, aber nicht verbissen oder umkämpft, alles in allem. Hertha “hat sich stets bemüht”, würde wohl im Arbeitszeugnis stehen - was heißt: sie kann’s halt nicht besser, die arme Hertha.

Das einzige Tor des Abends haben wir verpasst. Kurz nach der Pause waren wir noch auf dem Rückweg vom Klo.

Denn das Stadion mag ja schick umgebaut sein, viele VIP- und Business- oder Ehrenlogen besitzen, aber es gibt definitiv ein Defizit an sanitären Einrichtungen, wenn 50.000+x Leute in 15 Minuten gleichzeitig aufs Klo wollen. Geradezu skuril, wenn der Rasen rund um das Stadion von orange gewandeten Stewards (und Stewardessen) bewacht wird, damit die Zuschauermeute sich nicht an den Rand an den Zaun stellt, um Wasser zu lassen. Ergebnis: Die Leute stehen eben 20 Meter vor dem Zaun in einer Reihe und pullern so auf die Wiese. Und die Stewards (und Stewardessen) schauen zu. Bis irgendwann gelbe “Supervisor” (und wenige Supervisorinnen) auftauchen, die das Pinkeln im Freien zu unterbinden versuchen. Nur: Was soll man tun, wenn man(n) dringend muss und die Schlange vor dem Klo Anstellzeit von 15 Minuten plus X signalisiert?

Liebe Stadion-Planer, da gilt es nachzubessern. Aber das wird wohl eher nix. Hoeneß & Co. müssen ja nicht das selbe Klo aufsuchen, wie der gemeine Zuschauer - sonst würde da sicher Ratzfatz ausgebaut.

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