Eastworld

Heute Nachmittag hatte ich das Vergnügen, mir die Präsentation des Projekts “Euroworld” in Potsdam anzuschauen. Rund 90 Minuten lang wurder von Aufsichtsratschef, Technik-Experten, Architekten und einem Vertriebsvorstand erzählt, wie toll das 6,1-Milliarden-Euro-Projekt im brandenburgischen Sperenberg werden wird. Neben einem Freizeitpark, der Europa im Miniaturmaßstab mit Attraktionen wie Eiffelturm und Hamburger Hafen nachbaut, soll eine “Euroworld City” mit Wohnungen und Firmensitzen entstehen.

Dort gibt es dann auch einen Fernsehturm, ein Fußballstadion, einen Yachthafen, einen Helikopterflughafen undundund. Alles war Berlin hat und noch viel mehr. Der Chef einer echten Werbeagentur, Jochen Karrer von “BMZ and more” aus Düsseldorf, attestierte dem Projekt tolle Chancen, es würde “eine Must-Destination”, gerade für Touristen aus Übersee in Europa.

Ein bisschen blöd war eigentlich nur, dass erneut und anders als bei der Presseinladung versprochen, auch bei dieser Projekt-Präsentation (bereits die dritte innerhalb von weniger als einem Jahr und die zweite innerhalb einer Woche) nicht so richtig klar wurde, wer denn das Geld beisteuern soll. Gut, wenn man “das Euroworld-Fieber hat”, wie der Euroworld-Chef von sich selbst sagte, mag das nicht als eine wichtige Frage erscheinen. Aber wohl auch nur dann. Vor allem, wenn auch noch die meisten der wenigen Detailinfos, die die Euroworld-Macher preisgegeben haben, einem Realitätscheck nicht standhalten.

Was bleibt da an einem Abend nach einem solchen Nachmittag? Man kann sich nur damit trösten, dass man, wenn Euroworld nichts wird, mal wieder das alte Video “Westworld” mit Yul Brynner rauskramen könnte. Das war auch ein gigantischer Freizeitpark - und eigentlich auch viel mehr als das. Aber was steht da, wie passend, bei Wikipedia zu dem Film:

Ein Remake des Films ist gegenwärtig in Planung. Ein genauer Erscheinungstermin steht aber noch nicht fest.

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