Die Nordsee trocknet aus

Liebe Nordsee-Geschäftsführung,

solltet ihr irgendwann mal über die Wirtschaftslage klagen oder rote Zahlen bejammern, von mir habt ihr kein Mitleid zu erwarten. Ihr könnte vielleicht einen Fischkutter steuern, aber offenbar nicht die Menschheit mit Lebensmitteln versorgen. Zumindest nicht in Berlin. Denn dort habt ihr zwar - heimtückische Täuschung! - eine Filiale im Bahnhof Zoo eingerichtet, in deren Auslage auch verlockende Fischbrötchen liegen. Doch allein, man bekommt sie nicht.

Um die Mittagszeit stauen sich dort regelmäßig in drei großen Schlangen rund um die U-förmige Theke die potenziellen Kunden, während sich dahinter eine einsame Person abmüht, den Bestellungen Herr zu werden. Im Zehn-Sekunden-Takt geben dann Gefrustete mit ihrem Geld in der Hand auf und werfen es lieber Pizza-Hut oder dem netten Buletten-Verkäufer vor der Tür in den Rachen.

Keine Ahnung, was ihr so an einem verkauften toten Fisch verdient, aber in Stoßzeiten sollte das eigentlich für den Einsatz von ein oder zwei Aushilfskräften genügen. Nur mal so als Anregung, fürs Geldverdienen. Und Sattmachen.

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