Sprechverbot

Eigentlich ein klarer Fall für Henryk M. Broder: Offenbar hat der neue britische Premierminister Gordon Brown seine Regierung angewiesen nicht von “Moslems” in Bezug auf die mutmaßlichen Terroristen in Großbritannien zu sprechen. Zumindest berichtet das der “Daily Express”, und zwar schon am Dienstag. In Deutschland scheint es die Nachricht irgendwie nicht in die Agenturen geschafft zu haben, zumindest findet Google News dazu nix.

Es gehe bei der Maßnahme darum, Moslems nicht zu beleidigen, heißt es in dem Daily-Express-Bericht:

Gordon Brown has banned ministers from using the word “Muslim” in ­connection with the ­terrorism crisis.

The Prime Minister has also instructed his team – including new Home Secretary Jacqui Smith – that the phrase “war on ­terror” is to be dropped.

The shake-up is part of a fresh attempt to improve community relations and avoid offending Muslims, adopting a more “consensual” tone than existed under Tony Blair.

Erinnert ein bisschen an frühkindliches Verhalten: Wenn ich die Augen zumache und mir die Hände davor halte, dann können mich die anderen nicht sehen. Oder doch?

Via: Lila

Nächster Beitrag
Vorheriger Beitrag