Bacn

Jeder, der eine Email-Adresse hat, kennt inzwischen Spam. Eklige Werbebotschaften, sinnfreie digitale Belästigung. Spam steht dabei ja ursprünglich für einen Markenname für Dosenfleisch, wie Wikipedia weiß:

Ganz allgemein existiert im amerikanischen Englisch die Floskel “…ist so unnötig wie Büchsenfleisch (SPAM)”. Da amerikanische Soldaten - ob angeblich oder wirklich - ungern Fleisch der Marke SPAM gegessen haben, soll diese Redensart entstanden sein.

Davon inspiriert kommt nun Bacn, die Kurform von Bacon (Speck). Es sind all diese Mails, die man zwar bestellt hat, die einen aber im Moment, wo man sie bekommt, doch erstmal nerven. Die wöchentlichen Xing-Newsletter, die Mitteilungen, wer sich gerade dem eigenen Twitter-Profil angeschlossen hat oder auch der Hinweis über die gefilterten Spam-Mails im Email-Account. Oder, wie die Erfinder sagen:

Bacn is a new problem now plaguing our email inboxes. Putting it simply, Bacn is email you receive that isn’t spam… And isn’t personal mail. It’s the middle class of email. It’s notifications of a new post to your Facebook wall or a new follower on Twitter. It’s the Google alert for your name and the newsletter from your favorite company.

Auf der Homepage gibt es derzeit ein kurzes Video und ein Forum, wo man sich darüber austauschen kann, wie man mit bacn umgehen kann bzw. soll.

Vielleicht entsteht ja bald ein neuer Industriezweig der Anti-Bacn-Programme und Email-Provider stellen Bacn-Filter zur Verfügung. Aber auf jeden Fall ist es doch schön, dass im Internetzeitalter immer wieder schöne neue Begriffe entstehen.

via: Web Workers Daily

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