andreas streim

buchstaben, wörter, sätze & mehr

Datum: 31. August 2007

Sie haben Post!

Vielleicht wird das mit dem Bundestrojaner auch ganz anders und es wird keine gefälschte Behördenpost und auch keine patrouillierenden Comic-Polizisten geben. Sondern der Bundestrojaner kommt über den ganz normalen Briefkasten.

Also nicht die Inbox des Mailprogramms, nein, sondern über den Briefkasten, in dem auch die Tageszeitung und die Rechnung von der Telekom steckt. Und dann könnte der Bundestrojaner bzw. seine erste Stufe etwa so aussehen, wie SW-Guide mal vorab zeigt:

Bundestrojaner

via: Basic Thinking

[tags]Bundestrojaner, Ankündigung, Fun[/tags]

brand(enburg) eins

Mein Lieblings-Wirtschaftsmagazin „brand eins“ – wobei man das vor ein paar Jahren noch besser sagen konnte, inzwischen sagt das ja jeder, aber sei’s drum – hat in der neusten Ausgabe gleich zwei Artikel, die in Brandenburg spielen.

Einmal geht es um die Grenzen der Privatisierung, gezeigt anhand der Potsdamer Wasserbetriebe, die erst privatisiert und dann wieder re-kommunalisiert wurden. Der Text ist leider noch nicht online als Volltext abrufbar. Interessanter Gedanke darin von Ernst Ulrich von Weizsäcker:

„Irrerweise entstammen Privatisierung und Deregulierung der gleichen Geisteshaltung, aber das ist genau das Verkehrte: Gute Regulierung ist die Voraussetzung für erfolgreiche Privatisierung.“

Denn, so seine Erfahrung aus der Untersuchung zahlreicher Praxisbeispiele:

Privatisierung kann dort erfolgreich sein, wo ein starker Staat die Spielregeln und Standards bestimmt und kontrolliert – und damit Wettbewerb garantiert.

Der zweite Text ist die Kultur-Kolumne „Neuropain“ – ein Streifzug zu Rockern in Neuruppin und ein Besuch des dortigen Hospizes. Der Text ist bereits im Volltext online verfügbar.

Und auch sonst ist das Heft lesenswert, allein schon wegen des Beitrages über die Entwicklungsabteilung bei Bosch.

[tags]brand eins, Brandenburg, Privatisierung, Neuruppin[/tags]

Lob dem Trojaner

Keine Frage, von den Plänen von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble für seinen Bundestrojaner halte ich nix. Bisher zumindest. Aber wenn man sich manche Äußerungen in der Trojaner-Debatte so anhört, dann frage ich mich schon: Hat er nicht vielleicht sogar etwas Gutes?

So wird der Bundesatenschutzbeauftragte Peter Schaar – den man ansonsten wegen seines Einsatzes für die Privatsphäre der Bürger nur in den höchsten Tönen loben kann – in der heutigen „taz“ mit den Worten zitiert:

Wer einen elektronischen Brief vom Jugendamt oder Finanzamt bekomme, müsse sicher sein können, dass das Schreiben auch von diesen Ämtern stammt und nicht etwa vom BKA.

Und das ist, vorsichtig gesagt, nun mal großer Schwachsinn. Niemand sollte „sicher sein“ (können/dürfen/müssen), dass eine Email von dem kommt, der als Absender aufgeführt ist. Dazu bedarf es keines BKAs, das ist auch heute schon so. Nur weil es Leute gibt, die einem Glauben machen wollen, dass der Bundestrojaner die erste und einzige Unsicherheit ins Leben des Online-Bürgers bringt, ist das ja nicht so. Schon heute sollte sich jeder bei jeder Mail fragen: Häh? Ist die wirklich vom Finanzamt? Und was hängt da eigentlich für ein Anhang dran? Sollte ich den wirklich anklicken?

Oder anders gesagt: Herr Schaar sollte lieber den Leuten klar machen, die Plausibilität von Mails zu hinterfragen, bevor sie diese als echt ansehen. Weil das zu viele Leute nicht tun, können böse Menschen sich als Postbank, Sparkasse oder sonstwas ausgeben – und Pin-Codes abfischen. Und bald dann eben vielleicht auch Bundestrojaner installieren.

[tags]Bundestrojaner, Datenschutzbeauftragter, Lob[/tags]

Auf Safari

Bis gestern sah dieses Blog im Apple-Browser Safari ja gar schauerlich aus, wie ich hier schon mal festgestellt hatte. Nachdem der Schockwellenreiter mir das unter die Nase gerieben hat, habe ich nochmal ein bisschen am CSS rumgeschraubt – und voilà, nun geht’s:

Jetzt mit Safari

[tags]Webdarstellung, WordPress, Safari[/tags]

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