Völlig verständlich

Wolfgang Clement, Sozialdemokrat, findet, in Hessen sollte man lieber keine Sozialdemokraten wählen. Wegen deren Energiepolitik.

Bundesfinanzminister Peer Steinbrück, auch Sozialdemokrat, findet dieses Verhalten “völlig unverständlich”. Hä? Wenn der Peer nicht mal zwei und zwei zusammenzählen kann, dann verstehe ich das mit dem ausgeglichenen Haushalt jetzt nicht mehr so richtig.

Denn die Antwort kennt der Peer doch auch - und jeder kann sie in dieser Pressemitteilung vom 13. Februar 2006 der RWE Power AG nachlesen:

Turnusmäßige Aufsichtsratswahl der RWE Power AG (…) Neu in das Gremium gewählt wurden Wolfgang Clement (Bundesminister a.D.) als neutrales Mitglied (…).

Und RWE Power schreibt über sich selbst:

Die RWE Power AG ist der Stromerzeuger im RWE-Konzern in Kontinentaleuropa und einer der größten Stromproduzenten Europas. RWE Power stützt sich in ihrer Erzeugung auf eine breite Palette von Energieträgern: Kernenergie und die aus eigenen Tagebauen im Rheinland geförderte Braunkohle in der Grundlast (…).

Und wenn jetzt noch jemand dem Finanzminister einen Zettel mit dem Satz “Wessen Brot ich fress, dessen Lied ich sing” zusteckt, dann dürfte sich das Unverständnis doch arg gelegt haben.

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