Dauerwerbesendung

Und wo ich doch gerade beim Thema Ex-Staatsmonopolisten bin: An unserem Briefkasten prangt ein toller Aufkleber. Auf dem steht “Bitte keine Werbung”.

Außer ein paar Fernsehreparaturdiensten und Altautoaufkäufern, die ihre Dienst auf visitenkartengroßen Flyern anpreisen, scheint dieser Hinweis bei Werbeeinwerfern durchaus anzukommen. Wir werden in der Regel nämlich brav von bunten Prospekten verschont - was ja eigentlich auch das Mindeste ist.

Die einzigen, die sich neben diesen o.g. Firmen, die nicht so wirklich zur Creme-de-la-Creme der deutschen Wirtschaftsszene gehören, gibt es nur noch ein Unternehmen, dass sich konsequent weigert, diesen unseren Konsumentenwillen zu respektieren.

Und das ist die “Deutsche Post”.

Die wirft uns regelmäßig gleich zwei Exemplare (wohl weil zwei Namen auf dem Briefkasten stehen, wir lesen wichtige Informationen natürlich immer zeitgleich und können uns kein Exemplar teilen) ihres un-ökologisch in Klarsichtfolie eingeschweißten “Einkauf aktuell” ein.

Und das, obwohl auf der Website zu “Einkauf aktuell” dreist gelogen wird behauptet wird:

“Die Zustellung von Einkaufaktuell ist abhängig von den gebuchten Prospektverteilgebieten. Werbeverweigerer ausgenommen.

Mal abgesehen davon, dass ich den Begriff “Werbeverweigerer” absolut schwachsinnig finde, den sich da die Post-Strategen ausgedacht haben, scheint es mit der Einhaltung dieses Versprechens nicht weit her zu sein. Ich habe deshalb beschlossen, künftig die “Einkauf aktuell” mit meiner Adresse und dem Zusatz “Annahme verweigert” versehen, wieder in einen öffentlichen Briefkasten zu werfen. Mal sehen, ob das zu irgendwelchen Reaktionen führt.

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