Mal ins Blaue investieren

Als Laie - und zu denen gehören Journalisten nun mal grundsätzlich - fragt man sich ja schon, wie das mit dieser US-Hypothekenkrise und den Milliardenverlusten bei den Banken so passieren konnte. Ich meine, da sitzen doch überall total toll ausgebildete Leute, die schon vor dem Gang zum Briefkasten im Kopf kurz durchspielen, ob für diese Tagesaktivität vielleicht eine Risikovorsorge getroffen werden müsste. Oder so ähnlich.

Auf jeden Fall fragt man sich, wie die Banker so dermaßen daneben liegen konnte. Die Antwort gibt eine Anzeige der selbst ja, nun ja, leicht angeschlagenen Bayern-LB in der neuen Ausgabe von “brand eins”. Gnadenlos ehrlich wird da die Hoffnung in Worte gefasst, die hinter den Subprime-Deals stand (vielleicht etwas ungünstig getimed jetzt, diese Werbung, aber wahrscheinlich wusste die PR-Abteilung bei Auftragserteilung nix von den Milliarden-Miesen):

Blaue

Das mit dem “ins Blaue investiert” hat ja bekanntermaßen gut geklappt, nur die Zahlen haben irgendwie so einen blöden Rotstich.

Und, zugegeben, die Bayern-LB will eigentlich eher für ihre Klimaschutz-Anlagen werben, aber ich glaube, da steckt doch Freud dahinter. Irgendwie musste es einfach raus. Und jetzt fühlt sich die Bayern-LB sicher erleichtert, weil sie den Kunden einmal die wahre Anlagestrategie offengelegt hat.

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