Ubuntu: 3+

Ich hatte ja schon vor geraumer Zeit mal geschrieben, dass ich Linux eigentlich eine tolle Sache finde. Obwohl ich mich selbst nicht gerade als Computer-Laien einstufen würde, haben meine vergangenen Versuche mit verschiedenen Distributionen (vor allem Suse) nie zu so richtig brauchbaren Ergebnissen geführt. Etliches ging einfach nicht - was bei mir die Frage, ob ein gewisser Komfortverlust dann durch den Kein-Windows-Mehr-Effekt ausgeglichen wird, immer mit “Nein” beantworten ließ.

Doch jetzt bin ich einigermaßen Baff. Ich habe Ubuntu 8.04 installiert - und auf Anhieb lief praktisch alles. Die Hardware komplett erkannt, sogar Wlan und die Logitech-Tastatur, bei der selbst die Sonderkeys für Multimedia etc. funktionieren. Nicht schlecht.

Get Ubuntu!

Dazu eine aufgeräumte, leicht verständliche Gnome-Oberfläche und keine Probleme, auf die Windows-Laufwerke zuzugreifen.

Ehrlich gesagt, fast könnte ich mir den Komplettumstieg vorstellen. Immer mehr der Arbeit am PC findet eh mit Web-basierten Anwendungen statt, zum Beispiel Evernote Beta.

Ich müsste mal eine Liste machen, was ich wirklich am Computer mache und was ich daher brauche. Spontan fallen mir ein paar Dinge ein, bei denen Ubuntu / Linux immer noch Defizite hat.

Das Wichtigste - und ein K.o.-Kriterium für mich derzeit:

Keine Möglichkeit, auf einen Exchange 2007-Server zuzugreifen und dort, jenseits von IMAP, Mails abzurufen, geschweige denn den Kalender und die Kontakte zu synchronisieren. Schade eigentlich, wenn das ginge, wären die anderen Probleme wohl zu lösen.

Sonst gibt es nämlich vor allem ein paar Windows-Programme, die ich gerne weiter nutzen würde, weil es dafür keine praktikablen Alternativen gibt (bzw. ich sie nicht kenne; Tipps jederzeit sehr willkommen): StarMoney, Imatch Fotoverwaltung, DxO Optics zur Bildbearbeitung. Aber die dürften in einer Virtualbox Windows-Maschine ja prima laufen, StarMoney habe ich da schon mal vorgetestet.

Also, mein Zwischenfazit: Linux ist auf einem guten Weg. Ich gebe die Note “3+”, knapp an einer zwei vorbei. Aber ein paar Schritte fehlen noch zum Ziel.

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