Kein Applaus für Scheiße

Die Schlagzeile ist Programm. Auch wenn sie sich im Original so liest: “Kein Applaus f=C3=BCr Schei=C3=9Fe=20”

Oder anders angefangen: Was würde man von einem Werbekongress erwarten? So als Laie? Naja, vielleicht nicht wirklich prickelnde Inhalte, aber eine tolle Vermarktung. Eine fulminante Öffentlichkeitsarbeit, zum Beispiel.

Und da kommt “Kein Applaus f=C3=BCr Schei=C3=9Fe=20” ins Spiel. Denn nicht nur, dass die Pressemitteilung, die da am Dienstagabend ins Mailfach flatterte, schwer lesbaren Text dieser Form enthielt

Die Gewinner des Berliner Kommunikationspreises 2008 i= n den Kategorien =E2=80=9EVerdammt gehaltvolle Strategie=E2=80=9C und =E2= =80=9EGanz sch=C3=B6ne Kreation=E2=80=9C stehen fest. Auf der Vollkontaktme= sse im Energieforum Berlin haben sich 187 studentische Teams unter der Anle= itung 17 renommierter Agenturen der Jury pr=C3=A4sentiert und wurden auf de= r Gala im Cookies f=C3=BCr die Fr=C3=BCchte ihrer zweit=C3=A4gigen Workshop= -Arbeit ausgezeichnet. Zum Goldenen Hirschen Berlin wurde f=C3=BCr den best= en Messeauftritt, KNSK Hamburg f=C3=BCr die beste Personalanzeige im Werbek= ongre=C3=9F-Katalog geehrt.=20

und die Mail keine Betreffzeile hatte, was das Einsortieren im Redaktionsalltag doch etwas erschwert. Nein. Die Werbeprofis haben es auch noch fertiggebracht, sämtliche Empfänger - gefühlte 500 - im Klartext mitzuschicken, dankt Eintrag ins “To:“- statt ins “BCC:“-Feld. Gibt’s denn nicht irgendwo wenigstens Einsteigerschulungen für den Mailverkehr im Werberumfeld?

Aber so, wie man diesen Blog-Beitrag mit der ersten Zeile dieser missratenen Pressemitteilung beginnen kann, so kann man sie mit der letzten Zeile schließen:

“kanal voll \ Werbekongre=C3=9F 2008=20”

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