Olé, olé, olé!

Wir haben die Schmach von Cordoba vergessen gemacht. Unsere Jungs haben den Österreichern gezeigt, wo der Hammer hängt. Also zumindest Michael Ballack, zumindest einmal. Und unsere Abwehr hat keine Chance der Ösis zugelassen. Naja, zumindest keine, die deren Spieler irgendwie verwerten konnten.

Auf jeden Fall haben wir den Gastgeber mit 1:0 nach Hause geschickt. Äh, also zu Hause gelassen, aber er darf nicht mehr mitspielen. Schwarz-rot-gold, Oléoléolé!

Deutschland ist damit völlig überraschend doch noch ins Viertelfinale eingezogen, das Wunder der Türkei verblasst gegen unseren teutonischen Kraftakt. Na gut, vor der EM war die Gruppe noch als Freilos tituliert worden, aber vor dem Spiel ist eben nicht nach dem Spiel, oder so.

Und stimmt ja auch, der spannendste Moment war, als die Trainer auf die Tribüne mussten. Und bei dem Spiel störte mich noch nicht mal, dass ständig nur A- (Merkel) und B-Prominenz (Boris Becker) eingeblendet wurden statt Ecken und Freistöße zu zeigen. Weniger spannend als das Tun auf dem Spielfeld war es auch nicht zu beobachten, wie Außenminister Steinmeier gelangweilt in einem Programmheft blätterte und sich vermutlich fragte, wann das Spiel beginnt.

Aber Cordoba! Cordoba! Wir haben den Fluch bezwungen. Nicht wirklich zum ersten Mal, aber bei so einem Fluch weiß man ja nie, ob er wirklich schon besiegt ist. Deshalb: Leuchtraketen in den Himmel, Hupkorso auf den Straßen, wir sind eine Runde weiter!

Oder anders gesagt: Feiern, so lang es noch geht. Denn nach dem Portugal-Spiel ist leider, leider schon alles vorbei. Wenn nicht ein Wunder passiert. Was heißt Cordoba eigentlich auf deutsch?

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