Schäubles Geheimplan

Während sich Datenschützer über ausufernde Videoüberwachung, Datenaustausch mit den USA über Flugpassagiere, Fingerabdrücke in Pässen und Iris-Scans für U-Bahn-Monatskarten Gedanken machen und mit dem Bundestrojanerinnenminister streiten, hat der einen ganz anderen Plan. Einen finsteren Plan. Den Plan, der sicher näher an die Weltherrschaft führt, als jeden PC dieser Republik mit einer elektronischen Wanze anzuzapfen.

Es geht ganz offensichtlich um einen Plan, die zentralen Geräte unserer Gesellschaft anzuzapfen, die in den Herzen des Kapitalismus (Börsenplätze, Banken…) genauso unverzichtbar sind wie in den Büroräumen der “Vierten Gewalt” aka Medien. Es geht darum, die Kontrolle über diese Geräte zu erreichen - und damit auch die Kontrolle über die von ihnen Abhängigen.

Es geht um - die Macht über die Kaffeemaschinen. Oder wie Heise es noch nüchtern, ohne die geheimen Zusammenhänge mit dem Bundestrojaner-Plan zu durchschauen, nennt:

Hackerangriff auf Kaffeemaschine möglich

Hintergrund ist die Idee des Kaffeemaschinenherstellers Jura, die Kaffeemaschine mit dem Netz zu verbinden, um so die Anfahrt von Servicetechnikern zu reduzieren. Doch die Folgen sind laute Heise:

Laut dem Bericht eines australischen Sicherheitsspezialisten weist das Internet Connection Kit des Kaffeemaschinenherstellers Jura Sicherheitslücken auf, mit denen Hacker anderen Leuten den Kaffee versauen können. So schreibt Craig Wright in einem Mailing an die Bugtraq-Mailing-Liste, dass es über das Netz möglich sei, in der Kaffeemaschine die Einstellungen zur Zubereitung zu ändern. Dabei ließe sich die Standardmenge des Kaffeepulvers und des Wassers einstellen. Wenig Pulver mit viel Wasser käme dabei wohl für viele Kaffeetrinker sicherlich einer Denial-of-Service-Attacke gleich.

Es wird Zeit für eine Kampagne gegen netzwerkfähige Kaffeezubereitungsanlagen. Es reicht doch eigentlich, wenn man eine Webcam auf die Kaffeemaschine richtet.

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