Obamania

Ja, 250.000 oder so haben heute die Rede von Barack Obama in Berlin live verfolgt. Ich war in der Zeit im Auto. Und kein einziger Radiosender, den ich versucht habe, reinzukriegen, hat live berichtet. Hallo? Wofür brauchen wir denn dann Inforadio, wenn die nicht mal so’nen Event covern? Wie ist diese Gebührenwerbung immer: Sie haben ein Recht auf Information! Ja, prima, dann haben sie auch eine Pflicht zum Informieren.

Aber ansonsten ist die Obamania schon ein bisschen krass. Eben mal bei Twitter nach dem Stichwort “Obama” gesucht und diesen Feed gefunden wie einem Link zur Seite MoveOn.org, wo es “Free Obama Buttons” gibt:

Free Obama Button

Free Obama? Häh? Sitzt der im Knast? Mir fällt dazu “Free Nelson Mandela” ein. Oder

Free Mumia

Free Mumia. Aber Free Obama?

Erst als ich genau hingeschaut habe, habe ich verstanden: Free ist hier im Sinne von free gemeint, also der Button kostet nix. Konnte ich ja nicht drauf kommen, ich dachte es geht um jeden Dollar, damit Obama auch alle Werbespots bezahlen kann.

Aber verdient hätte er die Wahl ja. Er kommt wirklich gut rüber - und für die Aktionäre wäre ein demokratischer Präsident auch besser, haben die Analysten der Helaba ausgerechnet. Denn unter Republikanern hat die Börse seit 1928 deutlich langsamer zugelegt als unter Demokraten. Und wenn ein Demokrat einen Republikaner im Weißen Haus abgelöst hat, dann zogen die Kurse immer besonders stark an.

Wer kann da also noch was dagegen haben? Wobei, beim Demokraten-Bedarf kann man immer noch “Hillary for President”-Banner kaufen.

Hillary for President

Tags
#Berlin #Obama #US-Wahlen #Wahlkampf
Nächster Beitrag
Vorheriger Beitrag