Politkompass

Ja, das wird jetzt mein Blogeintrag zum 3. Oktober. Ist erst der 2.? Stimmt, aber Journalisten denken ja immer irgendwie einen Tag zeitversetzt. Unser Wochenplan beginnt mit “Dienstag”, weil wir immer über die Ausgabe reden, die wir gerade produzieren. Wenn ein Text für Mittwoch ist, dann muss er also Dienstag fertig sein, damit er abends gedruckt wird und am Mittwoch zu lesen ist. Deshalb, finde ich, kann ich auch am 2. für den 3. Oktober bloggen. Und schließlich habe ich heute frei und muss morgen arbeiten.

Sag mir, wo du stehst, und welchen Weg du gehst! Zurück oder vorwärts, du mußt dich entschließen! Wir bringen die Zeit nach vorn Stück um Stück. Du kannst nicht bei uns und bei ihnen genießen, denn wenn du im Kreis gehst, dann bleibst du zurück!

Es geht um politische Verortung, um rechts und links. Und so. Und wo man selbst steht. Das will die Internetseite “The Political Compass” herausfinden. Mit Hilfe von recht vielen (englischen) Fragen, die teilweise ein bisschen US-zentriert sind, wird man auf einem Koordinatensystem verortet. Für berühmte Persönlichkeiten sieht das etwa so aus:

Und hier stehe ich, glaubt man den Kompass-Eichern:

Werde ich darauf verweisen, falls mich mal wieder ein Leser wegen eines - am Ende: missverstandenen - Kommentars anruft und in die neoliberale Ecke schiebt. Aber so weit weg von Gandhi und Nelson Mandela bin ich dann ja gar nicht, hätte schlimmer kommen können.

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